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 Betreff des Beitrags: Re: Frauen für Studie in Oldenburg (Niedersachsen) gesucht
BeitragVerfasst: 13. August 2012 18:09 
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Registriert: 28. Mai 2010 22:14
Beiträge: 10
Hi,
ja da hast du wahrscheinlich Recht. Ich lege die Begrenzungen ja auch nicht fest und wir merken gerade ja selber, dass es echt schwer ist Frauen mit einem so regelmäßigen Zyklus zu finden.

Problem ist natürlich auch, dass wir bis jetzt noch gar keine NFPlerinnen hatten, sondern einfach Frauen die keine Hormone nehmen und glücklicherweise einen Regelkalender geführt haben oder für uns gerade 3 Monate lang einen führen. Ggf. könnte man tatsächlich wenn man nur NFPlerinnen misst die Messzeitpunkte anders und besser bestimmen. Doch ich glaube wir würden noch weniger Probandinnen haben als schon jetzt *zustimm*

Von daher bleibt uns nichts anderes übrig als an den Kriterien festzuhalten, unsere Messtermine zu berechnen (so wie es auch schon in anderen Studien vorher gemacht wurde) und hoffen, dass wir die meisten Daten verwenden können.


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 Betreff des Beitrags: Re: Frauen für Studie in Oldenburg (Niedersachsen) gesucht
BeitragVerfasst: 13. August 2012 18:50 
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NFP-Gräfin

Registriert: 2. Dezember 2009 22:59
Beiträge: 4347
Wohnort: The Back of Beyond
NFP seit: 12. November 2009
ihr habt 2 messtermine, richtig? einen irgendwann vermeintlich vor dem eisprung, und einen vermeintlich nach dem eisprung? und die termine müsst ihr eh abhängig von der durchschnittlichen zykluslänge der letzten 3 zyklen berechnen? dann kommt es doch durch die variablen tieflagen- und hochlagenlängen sowieso zu ungenauigkeiten. ihr versucht doch offensichtlich optimale messtermine zu errechnen für die jeweilige frau, die sind jetzt einfach als beispiel bei einem durchschnittlichen 28-tagezyklus am 7. zyklustag und am 21. zyklustag weil ihr davon ausgeht, dass irgendwann zwischen tag 11 und tag 17 der eisprung stattfinden könnte. wie gesagt, nur ein beispiel. eine nfp-frau, die aus erfahrung weiss, dass ihre erste höhere messung in den letzten jahren immer irgendwann am 17.- 25. zyklustag irgendwann stattfindet kann man doch zielgenau einen termin in ihrer tieflage geben. des weiteren weiss sie ja dann genau, wenn der eisprung sicher vorbei ist, und wann die mens kommt, ohne, dass ihre zykluslänge dabei eine rolle spielt, was einem dann ebenfalls genug terminmöglichkeiten offen lässt, ohne errechnetes rätselraten ;-) . also wieso die einschränkungen der zykluslänge für nfp-lerinnen? es bleiben doch wissenschaftlich vergleichbare kriterien, eigentlich mehr so, denn die fehlerquote auf grund von fehlberechnungen wird eingeschränkt... (es sei denn da kommt der statistischer fehlerberechnungsbereich zu der studie ins spiel, die auf grund der anzahl von definiotiv richiten messzeitpunkten nicht mehr richtig brechnet werden kann... aber dafür ist mein statistikseminar schon zu lange her als das ich das noch aufm schirm hätte ;-) )

_________________
WichtelCat with BigKitty 01/07 and LittleKitty 12/08 + 2 FurryKitties. *MiniKitty 09/13 10.SSW, *WitchCrumb 12/15 12.SSW, *WonderWitchie 06/18 5.SSW. Zyklus 215
Escape from reality, come with me - I'll fulfill all your fantasies, follow me - Let's run away from the world, shh - Don't you love the sound of silence? It's all we need...
(Bang Chan, Hyunjin: Escape)


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 Betreff des Beitrags: Re: Frauen für Studie in Oldenburg (Niedersachsen) gesucht
BeitragVerfasst: 13. August 2012 20:01 
Hallo Mareike,

ich kenne die Strukturen an den Unis und kann deshalb nachvollziehen, dass du als wissenschaftliche Hilfskraft beim Design der Studie nicht mitzureden hast. Ich weiß auch, dass es in der Wissenschaft Regeln gibt, an die man sich halten muss. Und wenn es üblich ist, dass Psychologen nach Ogino-Knaus arbeiten, ist es wohl völlig egal, wenn die Gynäkologen wissen, dass diese Methode zur Verhütung nicht funktioniert.

Kannst du trotzdem versuchen etwas Einfluss zu nehmen? Ich halte es für möglich (und auch in einer Veröffentlichung für kommunizierbar), bei Frauen, die kein NFP machen, auf die Kalendermethode zurück zu greifen (und dann 3 Tage Zyklusschwankung voraus zu setzen) und bei Frauen mit NFP diese Beschränkung nicht anzuwenden. Wir unterstützen dich sicher gerne mit Literaturzitaten, wenn du Quellen benötigst. Ein Psychologieprofessor hat sicher nur begrenztes Wissen über den weiblichen Zyklus und ist da wenn man es richtig verpackt auch für Vorschläge einer Hilfskraft aufgeschlossen.

Kannst du uns hier etwas aus dem Nähkästchen plaudern, wie in der Psychologie die Kalendermethode angewendet wird. Die Veröffentlichungen gehen da meist kaum darauf ein und ich sehe immer die Gefahr, dass viele Versuche an völlig falschen Zyklustagen durchgeführt werden, und dadurch die Ergebnisse verfälscht sind. Auch wenn die letzten drei Zyklen ungefähr gleich lang waren, heißt das ja nicht, dass ein Eisprung stattgefunden hat oder dass der nächste Zyklus dieselbe Länge haben wird. Wird die Voraussage durch die Kalendermethode üblicherweise noch zusätzlich überprüft? Beispielswiese in dem der Hormonspiegel gemessen wird, eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt wird oder auch nur rückblickend, indem die nächste Menstruationsblutung entscheidet, ob die Daten verwendet werden.

Viele Grüße
Marie


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 Betreff des Beitrags: Re: Frauen für Studie in Oldenburg (Niedersachsen) gesucht
BeitragVerfasst: 16. August 2012 19:45 
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Registriert: 28. Mai 2010 22:14
Beiträge: 10
Hallo, also ich kann euch gut verstehen.

Zu den Terminen WitchCat: Der erste Termin ist während der Menstruation - da rechnen wir also nicht und wir errechnen dann nur den zweiten Termin der während der Follikularphase sein soll (durchschnittliche Zykluslänge minus 14 Tage = Eisprung - 2 Tage = Messtermin mit hoher Hormonkonzentration).
Das wir da sicher manchmal daneben liegen werden ist klar. Der Zyklus richtet sich nicht nach diesen Berechnungen. Doch das war den Studienverantwortlichen ja vor der Studie ja auch klar und es gibt ja schon einige ähnliche Studien wo sie trotz dieser Berechnung gute Daten bekommen haben.

Das man da vielleicht mit NFPlerinnern bessere Daten bekommen könnte wäre sehr gut möglich, kann ich mir selbst auch gut vorstellen. Jedoch muss man wenn man einmal mit der Studie angefangen hat bei allen Probanden gleich vorgehen. Wahrscheinlich würde sonst keine Zeitschrift den Artikel (der ja mal geschrieben werden soll) annehmen. Die legen ja alles auf die Goldwaage, wenn man nicht gerade irgendwas super super neues und tolles entdeckt hat. Es müssen bei allen Probanden die gleiche Vorgehensweise und die gleichen Kriterien angesetzt werden. Deswegen schließen wir ja z.B. auch Probanden die z.B. bestimmte neurologische Erkrankungen hatten aus. Und z.B. messen wir immer im gleichen Labor (wir haben 2 identische Labore) und alle Probanden waschen sich bei uns mit dem gleichen Shampoo die Haare (also auch möglichst immer gleiche Vorraussetzungen).
Und da wir definitiv nicht genügend Frauen finden würden, die NFP machen und auf alle unsere Kriterien passen, müssen wir die Berechnung so machen, wie sie schon in einigen anderen ähnlichen Studien gemacht wurde. Dann kann man v.a. auch diese Daten wieder gut miteinander vergleichen.

Zu den anderen Studien kann ich euch leider nichts mitteilen, ich selber mache ja bei uns in der Arbeitsgruppe nur die Probandenrekrutierung und führe die Testungen mit den Probanden durch. Um mich mit dem Hintegrund zu den einzelnen Studien bei uns zu beschäftigen habe ich privat auch keine Zeit (auch wenn ich selbst aus der Richtung komme), da ich gerade ein Zweitstudium in einem ganz anderen Bereich mache und damit viel zu tun habe).

Aber, was ich sagen kann: Wir machen tatsächlich wie Marie angenommen hat noch weitere "Absicherungen". Wir nehmen an jedem Termin 2 Speichelproben (vor uns nach der Messung - daraus wird glaub ich das Mittel gebildet) und testen die auf die aktuelle Hormonkonzentration und zusätzlich lassen wir uns nach dem zweiten Termin noch einmal den nächsten ersten Zyklustag mitteilen (da sieht man ja dann auch ob es immer noch im Rahmen war oder mal ein Zyklus mit stark abweichender Länge war). Und die beiden Termine müssen zur gleichen Tageszeit sein, da ja die Hormonkonzentration auch über den Tagesverlauf schwankt.

VG


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