NFP-Forum.de - Das Anwenderinnenforum für natürliche, sympto-thermale Familienplanung

20 Jahre NFP-Forum.de

Das Anwenderinnenforum für natürliche, sympto-thermale Familienplanung.
Datenschutzerklärung | Impressum
Startseite Forum KurvenReich Photos FAQ NFP Infos
!!! NEU !!!

Facebook

Instagram

Google

NFP-Forum.de - Das Anwenderinnenforum für natürliche, sympto-thermale Familienplanung

20 Jahre NFP-Forum.de

Das Anwenderinnenforum für natürliche, sympto-thermale Familienplanung.
Startseite Forum KurvenReich Photos FAQ NFP Infos Datenschutzerklärung Impressum
!!! NEU !!!

Facebook

Instagram

Google

Aktuelle Zeit: 16. Juni 2026 22:44

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 313 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8 ... 21  Nächste
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Re: Beschneidungsdebatte
BeitragVerfasst: 17. Juli 2012 13:34 
Benutzeravatar
Offline
Moderatorin

Registriert: 14. Oktober 2008 00:39
Beiträge: 26849
Wohnort: mind palace
NFP seit: Oktober 2008
Ist nicht schlimm, mir war das jetzt nur ein Anliegen, dass dieser Satz da nicht so alleine rumsteht. ;-)

_________________
Wir befinden uns im Jahr 50 nach der Pille. Ganz Deutschland ist von hormoneller Verhütung besetzt. Ganz Deutschland? Nein! Ein von unbeugsamen Frauen bevölkertes Forum hört nicht auf, der Pille Widerstand zu leisten! Und das Leben ist nicht leicht für die hormonellen Legionäre, die als Besatzung in den befestigten Lagern Frauenarztum, Hebammum und Apothekum liegen...
Happy endings don’t exist, but here’s a pearl you may have missed: Every day can be a happy beginning.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Beschneidungsdebatte
BeitragVerfasst: 17. Juli 2012 13:44 
Benutzeravatar
Offline
NFP-Gräfin

Registriert: 3. November 2006 18:46
Beiträge: 3520
pro-re-nfplerin hat geschrieben:
... es geht aber um Religionsfreiheit und eine über 3000 Jahre alte Tradition! Das ist nicht wie Ohrlochstechen ...

Nur weil es seit 3000 Jahren praktiziert wird heißt das aber nicht, dass es gut und richtig ist. Sonst müsste die kath. Kirche immer noch Ablassbriefe verkaufen und Hexen verbrennen.
Zudem zahle ich diese Beschneidungen durch meine Krankenkassenbeiträge mit. Und das seh ich nicht ein. Der Islam zahlt schließlich auch keine kath. Kirchensteuer.
Edit: Google sagt, dass die nicht medizinische Beschneidung offiziell nicht von den KK übernommen wird. Da bin ich ja beruhigt 8-)


Zuletzt geändert von Ebony am 17. Juli 2012 13:51, insgesamt 1-mal geändert.

Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Beschneidungsdebatte
BeitragVerfasst: 17. Juli 2012 13:50 
Benutzeravatar
Offline
Moderatorin

Registriert: 14. Oktober 2008 00:39
Beiträge: 26849
Wohnort: mind palace
NFP seit: Oktober 2008
Tja, so isses halt in der Solidargemeinschaft. *nixweiss* Ich zahl auch die Unfälle von Leuten mit, die gefährliche Sportarten betreiben oder die Krebserkrankungen von Kettenrauchern. "Der Islam" hat damit genauso wenig zu tun wie die katholische Kirche. Bitte schmeißt doch nicht immer wieder Staatsangehörigkeit und Religion durcheinander.

Ist das überhaupt so, dass eine religiös motivierte Beschneidung von der Kasse übernommen wird?

_________________
Wir befinden uns im Jahr 50 nach der Pille. Ganz Deutschland ist von hormoneller Verhütung besetzt. Ganz Deutschland? Nein! Ein von unbeugsamen Frauen bevölkertes Forum hört nicht auf, der Pille Widerstand zu leisten! Und das Leben ist nicht leicht für die hormonellen Legionäre, die als Besatzung in den befestigten Lagern Frauenarztum, Hebammum und Apothekum liegen...
Happy endings don’t exist, but here’s a pearl you may have missed: Every day can be a happy beginning.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Beschneidungsdebatte
BeitragVerfasst: 17. Juli 2012 13:51 
Benutzeravatar
Offline
NFP-Gräfin

Registriert: 3. November 2006 18:46
Beiträge: 3520
Hab gerade editiert. Anscheinend zahlen die nicht, jedoch wird da wohl viel gemauschelt, sodass es doch medizinisch notwendig erscheint und somit von den Kassen übernommen wird.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Beschneidungsdebatte
BeitragVerfasst: 17. Juli 2012 14:18 
Benutzeravatar
Offline
Hochlagenjunkie

Registriert: 10. März 2009 19:31
Beiträge: 507
NFP seit: Mai 2009
Ich finde die Debatte sehr interessant. Ich vertrete allerdings auch die Meinung, dass Beschneidung von Kindern aus welchen Gründen auch immer (außer aus medizinischen Gründen) Körperverletzung ist. Und ich finde, dass Körperverletzung mit nichts zu rechtfertigen ist. Wenn sich jemand im erwachsenen Alter dazu entschließt, sich beschneiden zu lassen, ist das was völlig anderes für mich. Aber einem Kind einen Eingriff aufzudrängen, kann ich einfach nicht verstehen. Mag daran liegen, dass ich selbst nicht religiös bin und mich in sowas nicht reinversetzen kann, aber selbst dann ändert das ja nichts an der Tatsache, dass es ein körperlicher Eingriff ist, der einem ein Leben lang anheftet.

Meinetwegen kann jeder Mensch jeder Religion anhängen - aber ohne fremdbestimmte körperliche Eingriffe.

_________________
Eumelchen kurvt ziemlich messfaul und unsichtbar herum
Mit Glückskäferchen (04/15) im Arm und stolze Patin von Lena Sophias kleinem Wunder.
Wenn nichts mehr wichtig ist, gibt es nichts zu retten. Jonathan Safran Foer ...Zweifelt an jenen, die die Wahrheit haben, glaubt jenen, die sie suchen! Andre Gide


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Beschneidungsdebatte
BeitragVerfasst: 17. Juli 2012 15:29 
Offline
Hochlagenjunkie

Registriert: 6. September 2011 14:36
Beiträge: 671
NFP seit: Dezember 2011
Ich tendiere auch ziemlich zur Körperverletzung-Seite; das mag aber stark damit zusammenhängen, dass ich selbst völlig unreligiös bin und es mir unheimlich schwer fällt, Verständnis für derlei religiöse Traditionen zu entwickeln. Besonders, wenn es dabei um nicht selbstbestimmte körperliche Eingriffe bei Kindern geht.
Interessant find ich auch, wie unterschiedlich die Diskussionsrunde bei Anne Will wahrgenommen wird, da schrieb ja eine Userin sehr positiv über die beiden Pro-Beschneidung-TeilnehmerInnen; hab mir gerade die gesamte Sendung angeschaut (Danke für´s Verlinken! *sonne* ) und fand die beiden ganz furchtbar: Der Rabbiner ist nicht über sein Argument, die Beschneidung sei das größte Geschenk und Basis des jüdischen Glaubens und darum essentiell wichtig, hinaus gekommen. Und die muslimische Autorin hat permanent völlig absurde Vergleiche gebracht (ich sage nur Krippen *ko* ) und konnte ebenfalls kein - für mich - plausibles Argument liefern. Dagegen fand ich die Argumente von Seyran Ates (Männlichkeitskult) super und vor allem über weite Strecken sehr sachlich.

Ich denke, das hat unheimlich viel mit Glaube haben oder nicht haben zu tun; auf dem Hintergrund der Geschichte der jüdischen Gemeinde kann ich durchaus nachvollziehen, dass dieser Ritus, der ja wahnsinnig wichtig zu sein scheint, auch was identitätsstiftendes hat und Kritik daran, die Richtung Verbot geht, als Versuch zur -sinngemäßes Zitat von Rabbiner Ehrenberg- "Ausrottung des jüdischen Glaubens" empfunden wird.
Von meinem atheistischen Standpunkt aus kann ich die Bedeutung solcher Riten überhaupt nicht nachvollziehen, für mich hat das Recht auf körperliche Unversehrtheit an dieser Stelle mehr Gewicht. Und wenn auf die Beschneidung nicht verzichtet werden soll, dann kann das mM auch eben dann stattfinden, wenn ein Kind alt genug ist, selbst entscheiden zu können. Und zwar weitgehend frei, ohne massiven sozialen Druck.
Das funktioniert zumindest für´s Judentum natürlich nicht, weil damit die religiöse und biblische Begründung wegfiele; ich betrachte es aber ohnehin als äußerst kritisch, wenn solche Bräuche strikt mit jahrtausende alten Schriften begründet werden (unabhängig ob Christentum, Islam,Judentum etc.), denn mit ebendiesen Schriften ließen sich noch ganz andere Dinge begründen (Steinigung Homosexueller z.b., nachzulesen im Buch Onan). Und da dann abzugrenzen, was übernommen wird und was nicht ist doch arg schwierig.
*sonne*

_________________
Sit with your pain, cradle it close, lean in and listen, take it slow. Sit with your pain, cradle it close and when you‘re ready let it go -Fia-


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Beschneidungsdebatte
BeitragVerfasst: 17. Juli 2012 15:39 
Benutzeravatar
Offline
Inventar

Registriert: 20. Oktober 2008 09:26
Beiträge: 2109
Wohnort: da, wo die Sonne aufgeht
NFP seit: Oktober 2008
Es gibt kein Buch Onan. Die Forderung der Steinigung von Männern, die gleichgeschlechtlichen Verkehr hatten, findest du im Buch Levitikus/3. Buch Mose in Kapitel 20. Die Geschichte von Onan in Genesis/1. Buch Mose 38. Beides hat nichts miteinander zu tun.

Die Forderung der Steinigung von Männern, die gleichgeschlechtlichen Verkehr hatten, kann man aber nicht mit der Beschneidungsforderung vergleichen. Wie ich vorhin bereits ausführte, ist die Beschneidung sinnstiftend, die Forderung der Steinigung ist dagegen Teil eines Gesetzescorpus, an den man sich halten sollte. Das wird aber auch von jüdischer Seite so ausgelegt.

Edit: Die Beschneidung hat mit der Volkwerdung und dem Volksein zu tun, das Gesetzescorpus mit der Heiligkeit des Volkes. Das erste ist Voraussetzung für das zweite.

_________________
Meine Seite Bild "Wer nicht tanzt, erkennt nicht, was sich begibt." ActJoh 95
Mit Töchterlein seit 04/15. Wieder freestylekurvend.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Beschneidungsdebatte
BeitragVerfasst: 17. Juli 2012 16:31 
Benutzeravatar
Offline
NFP-Prinzessin

Registriert: 16. August 2005 23:04
Beiträge: 5884
Ich weiß nicht, ob das allgemein klar ist, in einigen Beiträgen erscheint es mir nicht ganz klar: Grundrechte haben nicht alle das gleiche Gewicht und unterliegen Schranken. Es ist definitiv nach deutscher Rechtslage so, dass die Religionsfreiheit auch Schranken unterliegt - die körperliche Unversehrtheit ist eine. Diese Abwägung wurde so bereits festgelegt.

Vielmehr scheint es darum zu gehen, wie Beschneidung gewertet wird.

Dass Beschneidung in Schweden verboten ist, finde ich sehr interessant - in den Zeit-Artikeln wurde immer davon gesprochen, Deutschland mache sich lächerlich, weil es kein anderes Land gäbe, in dem die B. verboten sei.

"Es ist schon seit 3000 Jahren so" ist für mich jedenfalls kein Argument.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Beschneidungsdebatte
BeitragVerfasst: 17. Juli 2012 16:50 
Benutzeravatar
Offline
Moderatorin

Registriert: 14. Oktober 2008 00:39
Beiträge: 26849
Wohnort: mind palace
NFP seit: Oktober 2008
Ich halte das Bebschneidungsverbot in Schweden weiterhin für ein Gerücht. Der erste google Treffer führte mich zu Wikipedia, dort heißt es:
Zitat:
In Schweden ist die Zirkumzision ohne medizinische Indikation an Jungen unter 18 Jahren seit 2001 durch das „Lag (2001:499) om omskärelse av pojkar“[159] (Gesetz betreffend die Beschneidung von Jungen) geregelt. Danach sind solche Zirkumzisionen als chirurgischer Eingriff grundsätzlich von einem approbierten Arzt und unter Anästhesie durchzuführen. Bei einem Jungen bis zu zwei Monaten kann auch eine andere befähigte Person mit staatlicher Zulassung die Zirkumzision vornehmen. Dies gilt namentlich für Personen, die von Glaubensgemeinschaften vorgeschlagen werden, in denen die Beschneidung Teil der religiösen Tradition ist. Personen, die die Zirkumzision ohne die notwendige Qualifikation bzw. Zulassung vornehmen, droht das Gesetz Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten an.

Die Beschneidung bedarf der Zustimmung der Sorgeberechtigten. Sie darf nicht gegen den Willen des Kindes erfolgen, sofern es das Alter und die notwendige Reife für eine solche Erklärung hat.

Ich finde das sehr eindeutig, kann aber auch gerne noch einen Blick in den Orignaltext des dort genannten Gesetzes werfen.

edit: Der zweite Treffer ist dieser taz-Artikel: http://www.taz.de/!97129/

_________________
Wir befinden uns im Jahr 50 nach der Pille. Ganz Deutschland ist von hormoneller Verhütung besetzt. Ganz Deutschland? Nein! Ein von unbeugsamen Frauen bevölkertes Forum hört nicht auf, der Pille Widerstand zu leisten! Und das Leben ist nicht leicht für die hormonellen Legionäre, die als Besatzung in den befestigten Lagern Frauenarztum, Hebammum und Apothekum liegen...
Happy endings don’t exist, but here’s a pearl you may have missed: Every day can be a happy beginning.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Beschneidungsdebatte
BeitragVerfasst: 17. Juli 2012 17:35 
Benutzeravatar
Offline
NFP-Prinzessin

Registriert: 14. Januar 2007 13:42
Beiträge: 5827
NFP seit: Januar 2007
*gelöscht weil redundant*

_________________
*sonne* Die Welt wird hell, weil ihr da seid. (aus Afrika)
Mit ihren beiden ICSI-Mädels Wusi (04/20) und Baba (11/25) am Ende der KiWu-Reise angekommen.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Beschneidungsdebatte
BeitragVerfasst: 17. Juli 2012 17:37 
Benutzeravatar
Offline
Hochlagenjunkie

Registriert: 28. Oktober 2008 22:06
Beiträge: 731
Wohnort: Bayern
NFP seit: 09/2007
@höstkvinna:
Komisch... *kopfkratz*

Aber ich kann leider auch nicht mit konkreten Informationen aufwarten, sorry. Es wurden halt im Lauf der Sendung einige EU-Länder aufgezählt. *nixweiss*

Es wäre schon sehr interessant, wenn sich dazu noch weitere Quellen fänden.

_________________
Wyo, mit kleinem Sternenbub (2008), zaubernder Hexe (2010) & kuscheligem Rambo (2012),
kurvt gelangweilt in der Prämenopause vor sich hin,
tanzt wieder Ballett und liebt ihre Querflöte, Tiroler Volksharfe und ihre Quetsch´n.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Beschneidungsdebatte
BeitragVerfasst: 17. Juli 2012 17:54 
Offline
wohnt hier

Registriert: 26. April 2008 20:57
Beiträge: 1594
Gibt es jüdische Männer, die sagen, sie finden das Beschneidungsritual barbarisch und setzen sich dafür ein, das zu verhindern oder vielleicht symbolisch umzuwandeln oder so?
Gibts da öffentliches Material?

Sternenstaub hat geschrieben:
Zu diesem Volk gehört ein Mann nur, wenn er von einer jüdischen Mutter geboren und beschnitten ist. Die Beschneidung von Jungen ist also keine bloße Tradition, sondern ein zugehörigkeitsstiftendes Ritual. Verbiete ich dieses Ritual, verbiete ich quasi die ganze Religion.

genau, du schreibst es noch deutlicher und fundierter als ich es tat ... und darauf bezog sich die über 3000 Jahre alte Tradition - völlig egal, wie ich persönlich medizinisch unnötige Beschneidungen finde!
Das habe ich schon in meinem 1. Beitrag erläutert.

edit (was vergessen dazuzuschreiben)


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Beschneidungsdebatte
BeitragVerfasst: 17. Juli 2012 18:13 
Benutzeravatar
Offline
NFP-Prinzessin

Registriert: 16. August 2005 23:04
Beiträge: 5884
Wenn ein Stück Penis weniger wichtig für die Volkszugehörigkeit ist und so ein Tamtam drum gemacht wird...bin ich raus. Kann ich nicht nachvollziehen, nicht im Geringsten. Respekt vor Weltreligionen ist wohl einfach nix für mich, Schande über mein Haupt.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Beschneidungsdebatte
BeitragVerfasst: 17. Juli 2012 18:15 
Offline
Kurven-Entwirrerin

Registriert: 21. August 2007 09:26
Beiträge: 1218
Ja, diese jüdischen Männer und Frauen gibt es: http://www.jewsagainstcircumcision.org/brisshalom.htm
http://en.wikipedia.org/wiki/Brit_shalo ... eremony%29
http://www.beyondthebris.com/2011/07/br ... emony.html

ich könnte noch jede Menge mehr aufzählen. Ich habe in einer jüdischen Familie gelebt, die sich dieser Bewegung angeschlossen haben. Dafür gibt es auch gute Gründe.
Man muss auch nicht von jüdischer Mutter geboren werden, damit hat man nur automatisch die "Eintrittskarte". Man kann durchaus auch konvertieren.

Auch die weibliche Beschneidung ist ein Zugehörigkeitsritual. Und bevor es Aufschreie gibt: es gibt keinen Grund anzunehmen, dass das Entfernen einer Klitorisvorhaut oder vielleicht sogar der kleinen Schamlippen invasiver sei als eine männliche Beschneidung. Und manche islamischen Strömungen (und andere traditionelle Religionen) halten die weibliche Beschneidung für unumgänglich (http://islamqa.info/en/ref/60314). Wer männliche Beschneidung an Unmündigen erlauben will, hat auch kein Argument gegen diese Formen der weiblichen Genitalverstümmelungen. Ich finde beides babarisch weil ich sehe wie der Mann den ich liebe unter seiner (nicht medizinisch notwendigen) Beschneidung heute noch leidet. von seinen Eltern wurde sein Recht auf körperliche Unversehrtheit mit Füßen getreten und dieses Erlebnis hat ihn traumatisiert.


Zuletzt geändert von rbca am 17. Juli 2012 18:20, insgesamt 1-mal geändert.

Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Beschneidungsdebatte
BeitragVerfasst: 17. Juli 2012 18:23 
Benutzeravatar
Offline
Moderatorin a. D.

Registriert: 23. Februar 2009 12:05
Beiträge: 7638
Wohnort: Berlin
NFP seit: 12/2008
rbca hat geschrieben:
Auch die weibliche Beschneidung ist ein Zugehörigkeitsritual. Und bevor es Aufschreie gibt: es gibt keinen Grund anzunehmen, dass das Entfernen einer Klitorisvorhaut oder vielleicht sogar der kleinen Schamlippen invasiver sei als eine männliche Beschneidung.
In welchem Kulturkreis macht man das so, nur die Klitorisvorhaut entfernen? Ich kenne es nur so, dass _zumindest_ ein Teil der Klitoris ebenfalls entfernt wird, was ja mit einer Teilentfernung der männlichen Eichel gleichzusetzen wäre.

_________________
Neu im Forum?


Nach oben
 Profil  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 313 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8 ... 21  Nächste

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.

Suche nach:
Gehe zu:  
Powered by phpBB © 2000, 2002, 2005, 2007 phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de