Einfach_Ich hat geschrieben:
Man braucht Temperatur und Symptom, weil es die Regeln so vorschreiben - die Regeln der AG NFP basieren eben auf doppelter Kontrolle. Macht man also NFP nur nach Sensiplan, muss man sich auch dran halten.
Dafür können die Anstiege dann eben auch langsamer sein, oder mal einen Absacker nach unten haben. Die strenge Temperaturauswertung nach Döring bezieht sich nur auf die Temperatur, muss da also sehr streng sein um einen ähnlichen PI zu haben. Da der Körper ja nicht nach irgendwelchen Regeln arbeitet sondern einfach tut, was er auch getan hätte, wenn man nichts beobachten würde, könnte man
meiner Meinung nach auch die Regeln von Sensiplan um die Regeln von Döring ergänzen und sagen, dass der Schleim bei eindeutiger Temperaturhochlage nach den strengen Regeln nicht mehr so von Bedeutung ist. Das ist meiner Ansicht nach auch kein Beschönigen, weil ja beide Methoden unabhängig voneinander sicher sind.
Warum das von der AG nicht gemacht wurde? Wahrscheinlich, weil es die Sache unnötig verkompliziert hätte und Sensiplan an allen andren Stellen auf die zweifache Absicherung baut. Zudem sind die meisten Kurven nach Sensiplan ja auswertbar, nach Döring nicht so viele mehr. Und dann kommt die Gefahr rein, dass Anwenderinnen vielleicht die Temperaturregeln verwechseln und auch ausgewertete Anstiege nach Sensiplan zur Freigabe nutzen, obwohl sie nach Döring nicht dürften. Dann würde der PI steigen und es wäre nicht viel gewonnen. Wer sich allerdings beide Regelwerke zu Gemüte führen will kann
für sich persönlich ja dann immernoch entscheiden, ob er Sensiplan um Döring ergänzen will. Hier wird das ganze übrigens diskutiert:
viewtopic.php?f=3&t=34621Das ist mir schon klar ;) Ich würd es aber gern auch verstehen - dafür ist der Thread ja, um solche Fragen zu klären, hoffe ich.
Ich weiß aber mal wieder nicht, wie ich mich verständlicher ausdrücken soll. Noch ein Versuch:
Wenn die Döring-Methode ohne ein 2. Symptom so einen niedrigen PI hat, müsste es doch Sensiplan
theoretisch auch haben,
wenn man Störfaktoren in einer Hochlage ausschließen könnte. (Dass das eben nicht geht, ist eine andere Sache und mir klar). Aber wenn ich jetzt drei Werte hab, die 0,2 höher sind als die vorherigen, dann kann ich ohne Schleim oder Mumu nach Döring freigeben. Dann dürfte es doch auch mit nur 0,15 höheren Werten
theoretisch keine Gefahr sein (das Problem besteht hier ja nur darin, dass man eben nicht sicher sein kann, dass die Werte auch tatsächlich ungestört sind, daher Schleim oder Mumu). Aber immer wieder wird betont, dass nur zwei Symptome zusammen zu einer sicheren Freigabe führen können. Das leuchtet mir einfach null ein, vielleicht steh ich auch auf dem Schlauch...
So. Ich hoffe, ich konnt mich jetzt besser ausdrücken.
Edit: Nochmal ein Ansatz: Mir ist unklar, warum es im Fall von Scala heißt, es hätte die Gefahr bestanden, schwanger zu werden, auch wenn ihre HL-Werte ungestört waren. Nach der Döring-Methode wäre es ja nicht so gewesen, wenn der 0,05 Grad höher gewesen wär.. also kann es doch auch einem nur 0,15 Grad höheren Wert nicht so sein, dass es dann gefährlich ist (vorausgesetzt natürlich, er ist nicht gestört). Das hängt nicht von der Höhe der HL-Werte ab, davon hängt nur ab, die Vorgaben wie hoch die Werte sein müssen gibt es doch nur, damit man nicht irrtümlich mit falschen Werten auswertet?
