Von allen Veränderungen die man pp so mitmachen darf fallen mir die Stimmungsschwankungen auch irgendwie am schwersten. Ich hab manchmal das Gefühl mich nicht wieder zu erkennen. Fast 10 Jahre Pille, nahezu 3/4 der Pubertätszeit haben sich doch ganz schön in meinen Charakter eingebrannt. Das verwirrt mich jetzt, 1 Jahr pp.
Am schlimmsten sind bei mir diese Beziehungszweifel. Es gibt da Tage an denen ich mir Gründe an den Haaren herbeiziehe um an der Beziehung zweifeln zu können, meine Gedanken kreisen dann ständig und dabei geht es mir meistens richtig mies. An anderen Tagen ist davon nichts mehr übrig. Diese ganzen Gedanken haben bei mir so viel aufgewühlt, dass ich jetzt sogar eine Therapie mache, weil ich nicht mehr weiß wo mir der Kopf steht. Es gab hier noch irgendwo einen netten Thread in dem genau das thematisiert wurde
Ich hab mittlerweile meine eigene Erklärung dafür gefunden, denn ich denke es ist so eine Art erwachter "Nestbautrieb". Obwohl ich noch keinen konkreten KiWu habe, also eher irgendwas unbewusstes. Sowas kannte ich vorher gar nicht. Vielleicht denkt mein Körper nach einem unbefruchtetem Ei, dass er irgendwas verändern muss, damit es das nächste mal besser klappt.
Bei allem was mit Familie/"Zuhause" zu tun hat reagiere ich etwas empfindlich und - noch schlimmer - weiß überhaupt gar nicht was ich eigentlich will.

geht das glaub auch schon etwas auf die Nerven, obwohl wir natürlich drüber sprechen und er auch denkt/weiß, dass es größtenteils eine Hormongeschichte ist. Er zeigt da gottseidank viel Verständnis (hoffentlich hat er das auch wirklich), denn ich hab da auch ein schlechtes Gewissen, wegen diesem Hin- und Her ihm gegenüber.
Trotzdem denke ich, dass man die Gedanken die man hat - auch wenn sie total übertrieben sind - nicht ganz und gar versuchen sollte auszublenden. Die haben, denke ich, schon einen tatsächlichen Grund warum sie da sind. Meiner Meinung nach ist das in gewissem Grad die "weibliche Intuition". Man wird halt insgesamt etwas empfindlicher oder empfänglicher für Sachen
