Was auf mich zukommt, wusste ich durch das eine oder andere, was ich von meinen wesentlich älteren Schwestern aufgeschnappt hatte, aufgeklärt worden bin ich aber nicht direkt.
Los ging's mit 13. Ich weiß noch, dass ich abends mit meinem Vater allein zu Haus & völlig überfordert war, weil ich zwar wusste, warum ich blute, aber nicht, was ich jetzt konkret tun soll, wie lange es dauert usw. Zudem hatten wir nichts im Haus, meine Mutter hatte viele Jahre vorher eine Total-OP gehabt, die Schwestern waren längst von zuhause ausgezogen.
Also heulte ich erstmal vor Ratlosigkeit. Mein Vater war ebenfalls verstört, weil ich so aufgelöst war, ihm aber auf keinen Fall sagen wollte warum (obwohl er eigentlich mein Ansprechpartner war, wenn ich emotionale Zuwendung & Trost suchte). Ich dachte nämlich, er wüsste nicht, dass Frauen bluten & würde mich voller Angst um seine Tochter sofort ins KH schicken, weil er mir nicht glauben würde, dass ALLE Frauen das haben
Spätabends kam dann meine Mutter, gab mir erstmal Zewa & kaufte am nächsten Tag Binden. Sie reagierte abweisend und wies mich nur an, ich solle in Zukunft eventuell daneben gegangene Blutflecken selbst aus meiner Wäsche rauswaschen, bevor ich sie in die Wäschetruhe täte.
Meine Mens war von Tag 1 übrigens regelmäßig wie ein Uhrwerk, mit eher leichter Blutung und bis ca. Ende 20 / Anfang 30 völlig schmerzfrei.