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Mesdames,
eine Bekannte wünscht sich Kinder, aber es will nicht klappen - wobei durchaus sein kann, dass sie auf medizinische Hilfe zurückgreifen muss. Sie findet NFP ganz interessant, gerade in ihrer Situation und hat von mir ein diesbezügliches Standardwerk seit dem Sommer ausgeliehen. Das sei ja toll, dass ich mich so gut mit meinem Körper auskenne und das würde sie auch gerne können. Sie hat aber noch nicht angefangen und auch das Buch nicht gelesen, aus Zeitmangel. Stattdessen war sie in einer Kinderwunschklinik, wo man ihr dann aufgrund mehrfacher Hormonmessungen sagen konnte, dass ihre Ovulation nicht am 14. Tag stattfindet...
Das gilt nicht als "überzeugt", oder?
Was mir häufig auffällt, ist, dass Bekannte es zwar spannend und irgendwie bewundernswert finden, dass ich meinen Zyklus verstehe und mithilfe dieses Wissens 16 Jahre lang sicher verhütet habe und das auch noch zur Schwangerschaftsdiagnostik taugt. Aber dass es sich dabei um allgemeinzugängliche Informationen handelt, die jede sich selbst aneignen kann, ist offenbar ein zu großer gedanklicher Schritt.
Eine andere Bekannte steht NFP auch positiv gegenüber, will aber nicht damit anfangen, bevor sie nicht mit ihrem Partner ein Grundsatzgespräch zum Thema "Sexentzug nach Absetzen der Pille" geführt hat, weil sie verständlicherweise der Ansicht ist, ein erwachsenes Paar müsste über die Verhütung gemeinsam reden und eine Lösung finden können. Allerdings würde ich in einem solchen Fall, wenn entsprechendes Interesse bestünde, einfach mit der Zyklusbeobachtung anfangen.
Eine Verwandte findet die Methode im Prinzip gut, ist aber schrecklich krank und hat deswegen keine besonders brauchbaren Zyklen. Ich glaube, sie misst Temperatur und lässt durchgehend mit Kondomen verhüten, weil sie alles andere ohnehin unappetitlich findet. Sie bringt genau wie ich wenig Verständnis für Frauen auf, die sich nicht zumindest ansatzweise bemühen, ihre Gesundheit selbst in die Hand zu nehmen.
Mein Beruf bietet mir die Möglichkeit, an diversen Stellen auf Verhütung u. ä. hinzuweisen und damit eventuell jungen Leuten Gedanken für ihr späteres Leben mitzugeben, was ich gerne einbaue, sobald es irgendwo möglich ist. Allerdings folgt kein eingehendes Gespräch oder eine Methodenerklärung, aber die Existenz diverser Methoden und die Wichtigkeit, selbst nachzudenken werden thematisiert.
_________________ Gruß Radha 17-jährig mit NER angefangen, das ergibt 25 Jahre erfolgreiche Verhütung und/oder Diagnosehilfe. *O02.1v 08/11. Mit Kind seit 21.07.2012. Neugierig? C'est moi!
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