Ich hoffe die überschrift passt so.
ich war vor einiger zeit zufällig auf diese zwei artikel gestoßen und konnte mich nun nicht mehr zurückhalten, euch über die ernsten risiken der natürlichen verhütung und vor allem der vaginalen messung aufzuklären:
Bladder fever: rare complication of the "safe period" method of contraception.Penetrierendes Fieberthermometer in der Harnblase - Fehldiagnose AppendizitisIch glaube, aus den Überschriften der Artikel geht schon hervor, worüber die handeln: fieberthermometer, die über die harnröhre in die harnblase gelangt sind. das medizinische blabla dazu ist recht langweilig (außer das bei der einen patientin das ding tatsächlich fast ein ganzes jahr drin war und schon fälschlicher weise aufgrund der beschwerden der blinddarm entfernt wurde), wichtiger finde ich die kommentare über den hintergrund dieser fälle:
Zitat:
The proponents of the safe period method of contraception place a lot of emphasis on the accurate daily measurement of body temperature as an aid to establishing the time of ovulation. It is suggested, firstly, that the temperature should be taken immediately on waking before any activity and, secondly, that a vaginal or rectal temperature is preferable to an oral reading. It is perhaps unreasonable to expect lay people to have a detailed knowledge of anatomy, and if such manoeuvres are to be performed, clear unequivocal instructions must be issued, or the method demonstrated to the user in the family planning consultation.
Ich habe gerade nochmal in N&S nachgeschaut und bin unglaublich erbost darüber, dass die autoren so fahrlässig sind und nicht genaue anweisungen zum einführen des thermometer ist die vagina geben. wir haben es wohl nur dem glück zu verdanken, dass solche fälle nicht schon öfter im forum vorgekommen sind.
doch damit nicht genug: eigentlich ist überhaupt die empfehlung des vaginalen messens schon ein unding, wie aus dem zweiten artikel hervorgeht:
Zitat:
Zwar hat die Basaltemperaturmessung als Mittel zur Kontrazeption ihre Bedeutung weitgehend verloren, doch stellt sie üblicherweise die erste Maßnahme dar, um im Falle vergeblichen Kinderwunsches etwaige Zyklusunregelmäßigkeiten aufzudecken.
Während man noch vor einigen Jahren die Messung zumeist oral empfohlen hat, verlegt man sich nun zunehmend auf die rektale Variante, um die Konstanz des Meßpunktes zu garantieren, und so die Fehlerquote möglichst zu reduzieren. Die vaginale Temperaturermittlung wird im Gegensatz zu den USA, schon aufgrund der inkonstanten Voraussetzungen, wie z.B. wechselnde Lubrikation, medizinischerseits nicht empfohlen, jedoch gelegentlich von der Laienpresse mit dem unterschwelligen Ziel sexueller Befriedigung suggeriert.
Ein herkömmliches Fieberthermometer scheint transvaginal dazu jedoch ungeeignet, so daß auch Frauen, vergleichbar mit den analogen männlichen Praktiken, die Harnröhre als Ersatzorgan heranziehen.
ob das der katholischen Kirche wohl bewusst war, als sie diese methode zur einzigen erlaubten familienplanungsmethode erklärte? immerhin laufen wir alle gefahr auufgrund der masturbatorischen handlung in der hölle zu landen.
mfg, amily
PS: ich hoffe, es wird klar, dass ich das alles nicht ernst meine.
PPS: die artikel sind nicht neu, sondern aus den 80er jahren, dennoch fand ich es einfach mal so witzig, dass ich es hier posten musste.
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