Entschuldige bitte,wenn ich deine Meinung falsch wiedergegeben habe.
Katharina hat geschrieben:
Es ist natürlich klar, dass das erste Präparat nicht gleich das Mittel der Wahl wäre. Das war bei den ersten Pillen aber nicht anders.
Aber allein das macht es doch schon nicht praktikabel. Die Anforderungen sind heute andere. Man kann Männern nicht die gleiche "Leidensfähigkeit" abverlangen wie damals den Frauen für die die Pille eine große Erleichterung war, mangels anderer sicherer Methoden.
Es gibt eine große Auswahl an sicheren Methoden die besser verträglich sind als es eine hormonelle Verhütung für den Mann in der ersten Zeit sein kann.
Ich denke nicht, dass es wirklich realistisch ist diesen Weg hier zu durchlaufen. Alle Versuche Testosteronderivate für die orale Einnahme herzustellen sind gescheitert. Und Depotpräparate sind immer Ausweichpräparate, wenn andere Dinge nicht gehen.
Wenn man bei der Verhütung eine gleichmäßig verteilte Verantwortung anstrebt bringt es einen doch nicht weiter ein Präparat zu entwickeln, das letztendlich 3.4. oder 5. Wahl ist.
Und ja, ein strengerer Umgang (von Ärzten, in der Medien etc.) mit der Pille könnte tatsächlich etwas bewegen. Der wird aber so bald nicht kommen. Die verbreitete Meinung ist ja "ich habe doch keine Alternativen, es gibt doch nichts anderes das so sicher ist"
Ein Präparat das weniger verträglich ist als die heutigen Pillenpräparate wird kaum eine Chance haben.
Auch die generelle Ablehnung von Kondomen in festen Beziehungen ist mir ein Dorn im Auge. Die Infektionen mit sexuell übtragbaren Krankheiten sind wieder am zunehmen. Gerade die klassischen Geschlechtskrankheiten (Tripper, Syphilis etc.).
Das benutzen von Kondomen wird sofort als Misstrauen oder Einschränkung wahrgenommen. Da läuft doch etwas gewaltig schief. Haben wir nicht andere Sorgen als die Männer auch noch mit Hormonen vollpumpen zu wollen?