Ich habe die Studie selbst nicht gefunden, aber die Zusammenfassung in der Präsentation finde ich jetzt nicht so überzeugend.
Zitat:
In dieser retrospektiven Analyse wurde untersucht, ob die vollständige Enthaarung im Genitalbereich der Frau zur Entstehung von Kondomdefekten beiträgt. Dazu wurde an der Universitätsfrauenklinik Bochum die Korrelationen zwischen Notfallkontrazeption und dem Behaarungsstatus beobachtet und 56 Patientinnen nach ihrem Alter, der Indikation zur Notfallkontrazeption (Kondomdefekte, Einnahmefehler, etc.) und bezüglich ihres Schambehaarungsstatus differenziert. Aus dieser Beobachtung ging hervor, dass die Modifikation der Schambehaarung mit zunehmendem Alter abnimmt und ein Kondomdefekt als Indikation zur Notfallkontrazeption mit dem Behaarungsstatus insofern korreliert, als dass die vollständige Enthaarung für die Schädigung der strukturellen Integrität von Latex-Kondome verantwortlich zu sein scheint.
1. Es wurden ausschließlich Frauen mit Verhütungspannen befragt (das dürften doch im Wesentlichen Kondompannen sein? Ich kann mir gerade nicht vorstellen, dass massenweise Frauen wegen Pillen-Einnahmefehlern in die Notfallambulanz kommen).
2. Die Korrelation besteht darin, dass die Enthaarung für Kondompannen verantwortlich zu sein scheint? Das ist keine Korrelation, sondern eine Hypothese. Was wurde da beobachtet?
3. Angenommen, unter den jüngeren Frauen waren sowohl Kondompannen als auch vollständige Enthaarung häufiger als unter den älteren, könnte das auch einfach daran liegen, dass jüngere Frauen eher mit Kondomen verhüten als ältere (z. B. wegen des Beziehungsstatus).