Das Deutschlandradio hat im März einen guten Beitrag dazu gebracht:
Warum die Pille für den Mann nicht kommtZitat:
Aber die Spritze für den Mann hat auch Nebenwirkungen:
"Mir geht das so, dass ich in der Woche danach mich ziemlich fit fühle, ein bisschen hengstisch in der ersten Woche und dann erstmal in ein Loch falle. Und dann ist alles ausgeglichen."
Nachtschweiß, Stimmungsschwankungen, Gewichtszunahme. Aufwallende oder abflauende Lust - immerhin jeder zehnte Versuchsteilnehmer klagt über Nebenwirkungen. Das ist auch ein psychisches Phänomen, wie sich zeigen wird. Und es ist ein Grund dafür, dass es die Spritze für den Mann noch nicht gibt.
Um das genau zu verstehen, begeben wir uns ins Reich der Pharmaindustrie. Hier wartet die erste Überraschung: Denn es gibt derzeit kein großes Pharmaunternehmen, das an der hormonellen Empfängnisverhütung für den Mann forscht. Bayer Schering, weltweit Marktführer bei der Pille für die Frau, hat sich vor fünf Jahren mit einer letzten Studie aus der Forschung verabschiedet. Ein regelmäßiger Pieks in den Po, das komme beim Mann einfach nicht so gut an, sagt Unternehmenssprecherin Friederike Lorenzen
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Auch die sensible Psyche des Mannes war in den Studien aufgefallen. Denn selbst diejenigen, die nur ein Scheinpräparat bekommen hatten, klagten über Stimmungsschwankungen und andere Nebenwirkungen. Immerhin fast jeder Zehnte.
"Ja, kann man nicht erklären. Das ist der sogenannte Placeboeffekt. Wenn Leute meinen, sie nehmen etwas ein, dass sie dann sowohl den Effekt als auch die Nebenwirkungen haben können. Das ist, glaub ich, ein psychologischer Effekt."
Es bestand also schon lange kein Interesse mehr daran, an der "Pille für den Mann" zu forschen.