Libidoverlust steht bei allen mir bekannten Pillen unter häufig. Allerdings sind häufig auch nur 1-10 %, was jetzt erstmal nicht soviel ist.
Ich bin mir recht sicher, dass der eigentliche Prozentsatz der an Libidoverlust durch Pilleneinahme Leidenden weitaus höher ist, eher 50 %, wenn nicht sogar noch höher.
Gerade weil es ein schleichender Prozess über Jahre ist, bekommt man es ja kaum mit. Man selbst wird älter, ist vielleicht sogar in ner langjährigen Beziehung, das Berufsleben ändert sich, wird stressiger/verantwortungsvoller usw., all das sind Punkte, die man dann der Unlust fälschlicherweise zuspricht und nicht der Pilleneinnahme, da denkt keiner dran.
Würde dies so in der Packungsbeilage stehen und man immer wieder beim FA drauf aufmerksam gemacht werden, erst dann würde es womöglich rechtzeitig auffallen.
Ich kann nur bei mir das beste Indiz für Libidoverlust durch Pille betonen, dass es ne Zeit gab in der die Lust genau in der Pillenpause da war, sonst nicht und dies nahm dann ebenfalls schleichend ab, bis sozusagen gar nichts mehr an Lust da war.
thoe hat geschrieben:
Zu den Nebenwirkungen: die Studien laufen in der Regel so 1,5 Jahre.
Aber gerade Libidoverlust und Depression sind Nebenwirkungen, die sich bei vielen Frauen erst schleichend einstellen, so nach 3-4 Jahren.
ein weiterer verfälschender Aspekt könnte sein, dass junge Frauen noch gar nicht soweit entwickelt sind, dass sie ihre Libido und Persönlichkeit wirklich kennen um dann den Unterschied bemerken zu können. Ich weiß allerdings nicht, ob und wieviele junge Frauen (unter 20) an so Studien teilgenommen haben.
So und demnach sind diese Studien einfach nicht geeignet für die Aussage der Nebenwirkungen, die Pille wird eben nicht nur 1,5 Jahre eingenommen!
Genauso wie der Punkt, dass zumindest bei meiner Pille nicht erwähnt ist, dass diese NW auf die Schilddrüsenfunktion haben kann. Dies ist bekannt, steht aber nirgends und wurde mir schon erst recht nicht gesagt.