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 Betreff des Beitrags: Bericht vom 1. Deutschen Verhütungskongress ‚„cyou 2011“
BeitragVerfasst: 7. Juli 2011 18:24 
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Ersthelferin a.D.

Registriert: 8. Januar 2009 14:07
Beiträge: 6890
Bericht vom 1. Deutschen Verhütungskongress ‚„cyou 2011“


Liebe NFPler_innen, Seppler_innen und FUCler_innen :mrgreen:

Anfang April fand der erste deutsche Kongress zu Verhütung statt unter der Ägide der BZgA, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.
http://www.cyou2011.de
http://www.bzga.de

Da ich doch einige Aspekte - trotz Laienstatus und NFP-Minderheit - als sehr bereichernd und interessant erlebt habe, mache ich mir gerne die Mühe, einen ausführlichen Bericht zu schreiben (- endlich!).
Er wird sicher subjektiv und in den Aufzeichnungen lückenreich sein - ich schreibe das alles nieder aus Erinnerung und meinen krakeligen Aufzeichnungen, ohne journalistisch geschulte Hand und wissenschaftlichen Hintergrund, die sicherlich von Nöten wären, um der ernsthaften Plattform, der ich als Zaungast beiwohnte, gerecht zu werden.
Aber ich hoffe, ein breites Bild an Eindrücken und ein paar interessante Neuigkeiten liefern zu können.

in meinen Augen erwähnenswerte Vorträge:
Fr. Prof. Beck-Gernsheim - zum 50. Geburtstag der Pille
H. C. Krüger - Neurobiologie der Sexualität
Dr. Anneliese Schwenkhagen - Einfluss der Hormone auf die weibliche Sexualität
David Schnarch - Psychology of Sexual Passion

Werbepausen ;-)
Neues vom Dia
Neues vom Kondom
Neues Gleitgel
Schöne Materialien zu Aufklärungs-Arbeit
Thermometer-Hüllen

Workshop 1
Einführung
Dorothea Schuster - psychosomatische Studie zur Pille
Anja Herrenbrück - Bedeutung des Körpererlebens bei Wahl der Verhütung
Frau Frank-Herrmann - NFP

Mein persönliches Fazit


Zuletzt geändert von thoe am 7. Juli 2011 18:30, insgesamt 2-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Bericht vom 1. Deutschen Verhütungskongress ‚„cyou 2011“
BeitragVerfasst: 7. Juli 2011 18:24 
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Ersthelferin a.D.

Registriert: 8. Januar 2009 14:07
Beiträge: 6890
Zum Ablauf

Es gab an 3 Tagen eine Reihe von Vorträgen und Pausen zum gemeinsamen Reden und Essen (vegetarisch ging sehr gut, vegan so lala - Obst, Beilagengemüse und Antipasti haben mich über den Tag gerettet). Und einen Nachmittag lang konnte man an einem Workshop teilnehmen (viele hätten gerne noch mehr Zeit gehabt, um mal in andere Workshops reinzuschnuppern, aber das war leider nicht möglich). Natürlich wurden dann von einigen der Sonntag Nachmittag genutzt um weiter zu diskutieren, zu connecten oder sich besser Kennenzulernen - so landete ich dann nach dem Kongress noch unversehens mit dem Vinico-Inhaber und dem Psychologen Schnarch auf einer kleinen sonnigen Touristentour am Limes.


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 Betreff des Beitrags: Re: Bericht vom 1. Deutschen Verhütungskongress ‚„cyou 2011“
BeitragVerfasst: 7. Juli 2011 18:25 
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Ersthelferin a.D.

Registriert: 8. Januar 2009 14:07
Beiträge: 6890
Ansatz der Inderdisziplinarität

Der Kongress war interdisziplinär angelegt, sehr gut organisiert und sympathisch moderiert. Die verschiedensten Berufsgruppen wie Ärzte, Forscher, Psychologen, Berater, Sozialarbeiter, Lehrer, NGOs, Firmen. Und natürlich neben FGZs auch viele ProFamilias und andere kirchlich getragene Stätten.

Es gab verschiedene Aspekt auf dem Kongress, auf die ich nicht näher eingehen will... z.B. Verhütung unter dem Blickwinkel von Migration oder von körperlicher Beeinträchtigung, eine Ausstellung mit historischen Verhütungsmitteln (siehe auch Website Pressefotos, da ist ein kleiner Ausschnitt zu sehen), welche Verhütungsmittel werden in welchem Lebensabschnitt wie genutzt oder State of the Art hormoneller Verhütung.
Dann gabs nette, lustige Zusammenfassungen in Form von Video-Clips (einige werden sich bestimmt erinnern), oder interessante Details zu früheren Aufklärungskampagnen - zB hat der Film „Helga“ 1967 damals sogar James Bond von der Spitze der Kinocharts verdrängt oder der einzige Film, in dem ein Diaphragma auftaucht ist „Hannah und ihre Schwestern“ von Woody Allan - und anderes skuriles Wissen...

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Podiumsdiskussion

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Prof. Dr. Pott, Direktorin BZgA


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 Betreff des Beitrags: Re: Bericht vom 1. Deutschen Verhütungskongress ‚„cyou 2011“
BeitragVerfasst: 7. Juli 2011 18:27 
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Ersthelferin a.D.

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Stimmung

Schon am ersten Tag wurde in einer Plenumsdiskussion sichtbar, dass auf dem Kongress zwei Haupt-Interessensgruppen aufeinander trafen. Hebammen, Beraterinnen und FGZs auf der einen Seite, Gyns auf der anderen (das klingt jetzt ein wenig polemisierend, ganz so drastisch war es nicht, aber doch spürbar). In den Workshops hat sich das sicherlich ein wenig entschärft, da man dort ja nach eigener Interessenslage unterwegs war. z.B.: Mich in den Workshop zu werfen, wo es viel um hormonelle Verhütung ging, wäre mir zB zu konfrontativ gewesen :mrgreen: Ich hab mich schon in Gesprächen außerhalb der Vorträge mit meiner Anti-Pille-Haltung streckenweise ins Fettnäpfchen gesetzt.
Aber das Übergewicht von hormoneller Verhütung und die verschwindend geringe Formulierung kritischer Aspekte und Standpunkte dazu wurde vom Großteil der Teilnehmer angemerkt (und in den Pausengesprächen meist auch offener und direkter bemängelt). Die Vorträge haben zum Teil meine Anti-Haltung ein wenig aufgeweicht, denn es war gut zu hören, dass sich die Wissenschaft inzwischen auch mit den Nebenwirkungen weitaus ernsthafter befasst, als ich das vermutet habe.
Nur: ob das, was auf dem Kongress an Erkenntnissen gewonnen wurde auch wirklich den Gyn um die Ecke erreicht (auf dem Kongress waren ja auch schon eher die, die mitdenken und über den Tellerrand blicken) wurde von vielen Teilnehmer_innen in Frage gestellt. Zu schlecht sind wohl die Erfahrungen gerade von Beraterinnen, FGZs und Hebammen (ganz aktuell stehen diese wohl zu den FAs stärker denn je in Konkurrenz) mit den anrainenden Gynäkologen, die kein Interesse haben, sich mit ihnen zu vernetzen oder auf deren Wissen und Erfahrung zurückzugreifen. Auch wenn der Vertreter des Frauenarztverbandes Hessen (ein Vorreiter in Sachen HPV-Impfung) beteuerte, dass in Weiterbildung von FAs viel investiert wird.
Ansonsten war es eine angenehm professionelle und nette Atmosphäre, in der sich - trotz offen ausgetragener Differenzen - mit Respekt den anderen Interessenslagen begegnet wurde und in der ich mich als Quereinsteiger meist wohl gefühlt habe.

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 Betreff des Beitrags: Re: Bericht vom 1. Deutschen Verhütungskongress ‚„cyou 2011“
BeitragVerfasst: 7. Juli 2011 18:30 
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Ersthelferin a.D.

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Fazit

Kanon des Kongresses war: wenn man auf die (rückläufige) Anzahl der ungewollten Schwangerschaften und Schwangerschaftsabbrüche guckt, kann man eindeutig sagen, dass die Aufklärung in D sehr erfolgreich ist. Die Vermittlung habe sich in den letzten Jahren weg von dem Mittel der Abschreckung hin zum Gedanken der Vernetzung und Kompetenzentwicklung gewandelt, denn Wissen allein führt nicht zwangsläufig zu wirksamer Verhütung.
So sollten die Anstrengungen nicht vermindert werden, Aufklärung tue immer noch not, insbesondere in Hinblick auf die

- Wahlfreiheit von Verhütungsmitteln (im allgemeinen Bewusstsein gibt es nur Pille und Kondome, 87% der Jugendlichen nutzen u.a. die Pille als Verhütungsmittel, die Kombi mit Kondom ist sehr verbreitet)
- Reflexion über Entscheidungsgründe (von gesellschaftlichen Zusammenhängen bis hin zu psychologischen Mustern)
- Förderung der Sprachfähigkeit über Sexualität
- Und vor allem Körperkompetenz! Wo ich insbesondere die NFP als hilfreiches Instrument sehe, die leider insgesamt auf dem Kongress zu wenig beleuchtet wurde und wo außerhalb des Workshops Frau Frank-Hermmann natürlich mit den klassischen Vorurteilen und dem z.T. massiven Unwissen von Diskussionspartnern zu kämpfen hatte.


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 Betreff des Beitrags: Vorträge
BeitragVerfasst: 7. Juli 2011 18:31 
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Ersthelferin a.D.

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Zum 50. Geburtstag der Pille

>> Fr. Prof. Beck-Gernsheim

1961 wurde in Deutschland als 1. Land in Europa von Schering die Pille eingeführt. Und provozierte damit natürlich Skandale: Verfall von Sitten, Anstand und Moral! Aber die Pille schaffte den Durchbruch: sicher, einfach anzuwenden und endlich Wahlfreiheit – das war die entscheidende Verheißung

Aber was waren außer der Selbstbestimmung über den Zyklus die gelebten Folgen für Frauen:
Frauen begannen abzuwarten auf den richtigen Zeitpunkt für ein Kind, auf den richtigen Partner dazu, die Ausbildung, die Karriere, bis die Finanzen stimmen. Aber für viele kam der nie. Je mehr geplant werden wollte, desto weniger wahrscheinlich fiel eine Entscheidung für ein Kind.
Zudem wird gern vergessen: neue Technik ist NIE neutral, sondern bringt immer eine gesellschaftliche Veränderung, zB von Erwartungen in Bezug auf die Technik (rational, technisch sicher) und Änderungen von Verhaltensweisen und moralischen Ansichten.
Inzwischen macht sich verdächtig, wer sich in Zeiten der unbegrenzten (Verhütungs-) Möglichkeiten dieser nicht bedient.
Schließlich soll Fraulichkeit unauffällig und effizient gemanagt werden: „being a top girl!“ verspricht Teilhabe an Segnungen der modernen Gesellschaft, was sich als Leitbild in unserer Gesellschaft verfestigt hat.

Bild

Ergo: Es gibt keinen mytischen, optimalen Zeitpunkt! Das wird aber ausgeblendet und das Problem privatisiert: Frauen sind mit einer Schwangerschaft entweder unvernünftig (zu früh, zum falschen Zeitpunkt etc) oder planen fehl (zu spät, berufliche Karriere etc).

Und die langfristige Entwicklung?
Mit gelanter, ungewollter Schwangerschaft steigt die Anzahl der ungewollten Kinderlosigkeit!*
Und damit steigen für diese Frauen die Risiken in finanziellem, physischem und psychischem Bereich.
Zudem werden die sogenannten „späten Mütter“ durch den „Normalitätscheck“ mit Untersuchungen und Wahrscheinlichkeiten eingeschüchtert.
Die Wahlfreiheit der Pille macht viele Frauen auch auf diesem Wege (nicht nur in Hinblick auf Nebenwirkungen) zu abhängigen Klienten, die Pille bereitet so eine neue Abhängigkeit vom medizinischen Apperat vor.

Zusammengefasst: Warum wollen Frauen das Kinderkriegen aufschieben?
berufliche Verfügbarkeit, Flexibilität
biografisches Zeitfenster „Rush Hour" (alles soll zwischen 20-35 passieren, Ausbildung, Karriere, Kinder, Partnerwahl, Erwachsen werden)
frühe Mutterschaft wird sozial als „Vergehen“ gesehen
Verheißung wieder neuer Technologien: egg freezing für die Post-career-mom

Geht da der feministische Traum in Erfüllung?
Eher ein post-feministischer Albtraum.


* Geplante Schwangerschaft ist abhängig von Bildung und Kulturhintergrund (Fr. Prof: Helferisch).
Für Frauen mit Migrationshintergrund sind Kinder selbstverständlich und Verhütung kommt danach, für westlich geprägte Frauen ist das Selbstverständnis eher umgekehrt.


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BeitragVerfasst: 7. Juli 2011 18:33 
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Ersthelferin a.D.

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*rosaelefant*

Neues vom Dia

Auch wenn die Firma Kessel-Marketing mit einigen ihrer Angebote Skepsis in mir hervorruft, mache ich gerne Werbung an dieser Stelle: Das neue One-Size-Dia, das hier im Forum schon seit einigen Jahren unter dem Namen Silcs-Dia herumgeistert, wurde von Herrn Kessel in Zusammenarbeit mit einer amerikanischen Stiftung zur Marktreife gebracht, auf verschiedene wichtige Vorgaben zertifiziert und auch für die EU tauglich gemacht. Es fehlt „nur noch“ der Name um dann Ende September hoffentlich erhältlich zu sein.

Das Besondere ist, dass es nicht mehr angepasst werden muss. Es fühlt sich vom Material (Silikon) her gut und dünnwandig-anschmiegsam an und hat an der Seite leichte Noppen, die das Einführen erleichtern sollen (?), sowie einen Schnabel, vermutlich damit es gut in der Schambeinnische einrastet. Es ist in der Breite flexibler und etwas schmäler als in der Länge und hat eine ergonomisch-geschwungene Form. Leider war ich nicht so wagemutig zu fragen, ob ich mir das Dia über Nacht ausleihen und Probetragen darf :mrgreen: Ich bin gespannt auf die ersten Erfahrungsberichte und wie sich das Dia in Aktion verhält.

Zusätzlich zum Dia soll es ein neues, passendes Gel geben. Und es gibt sogar eine kleine Studie (die sich Frau Frank-Herrmann gerne in größerem Umfang gewünscht hätte) zum Dia in Kombi mit 2 verschiedenen Gelen. Pentax (nonoxynol-Gel, dessen Patent dem nächst ausläuft?) und eines, das in EU bislang nicht erhältlich ist.
Dieses Gel hatte meine gesonderte Aufmerksamkeit, weil in Gesprächen erwähnt wurde, dass die Wirkstoffe in Gelen generell weitaus weniger wichtig wären, als man gemeinhin annimmt - sondern das Gel erfülle seine Funktion hauptsächlich als zusätzliche Barriere vor dem MuMu, da es sich durch die Reibung mit dem Dia wie ein zusätzlicher Pfropf verdicke. Leider habe ich dazu noch nicht recherchieren oder irgendwo nachfragen können. Vielleicht gibt es bei der Markteinführung des neuen Gels mehr Infos dazu.

Im Gespräch mit Herrn Kessel wurde darum gebeten, vorab keine Anfragen dazu an Kessel-Marketing zu stellen, da es natürlich eine offizielle Veröffentlichung für alle Interessierten im September geben wird.
Also beschränken wir uns auf stille Vorfreude. :)


Zuletzt geändert von thoe am 7. Juli 2011 18:36, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 7. Juli 2011 18:34 
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Ersthelferin a.D.

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Neurobiologie der Sexualität – Jurassic Brain vs Cultural Brain

>> H. C. Krüger

T. K. untersucht den Einfluss von Hormonen, Neuronen und hormonellen Kontrazeptiva auf Partnerwahl, Lust Erregung, Orgasmus und Bindung mit neurobiologischem Schwerpunkt.

"Love is a boogie-woogie of the hormones." Henry Miller
Ist das wirklich so? Ist unsere Liebe von Hormonen bestimmt?

Welche Hormone lassen sich direkt nach dem Sex überhaupt messen, wie lange und wofür sind sie zuständig?
- Prolactin vermutlich als „Sättigungsfaktor“ (über 1 h messbar)
- Prolactin ist zuständig für Dopamin-Regulation (Dopamin brauchen wir für die Motivation, aktiv zu werden in Bezug auf den Partner) und Reproduktions-Verbesserung (Einnistung etc)
- Oxytocin (nur kurz messbar) ist zuständig für Paarbindung, Vertrauen (auch ökonomisch!), Geburt, Milcheinschuss, Mutter-Kind-Bindung beim Stillen, soziale Interaktion wird gefördert

Dynamik von unterschiedlicher Partnerwahl je nach Zyklusstand ist messbar laut Alvergne und Lummaa
Um den ES herum wird eine hohe Unterschiedlichkeit zu eigenen Genen für bessere Immunkompetenz bevorzugt, was sich vor allem äußert in:
- MHC-Scents = Pheromone
- Symmetrie
- Maskulinität, Dominanzverhalten
Diese Partnerwahlkriterien fallen laut Studie bei Frauen, die die Pille nehmen, nicht ins Gewicht.


Aber auch auf Männer hinterlässt der ES Eindruck wie die (den meisten von uns schon bekannte) Table-Dance-Trinkgeld-Studie zeigt: Tänzerinnen, die zur Zeit des ES arbeiteten, bekamen weitaus mehr Trinkgeld als ihre Kolleginnen.
Miller: Evolution and Human Behavior 2009 (hat die mal jemand gesehn und kann die verlinken?)

Welche Phänomene können untersucht werden:
- Verliebtheit: Dopaminausschüttung erhöht Motivation, entsprechende Gehirnregion aktiv, andere Regionen, die für Angst, Furcht etc werden deaktiviert. Bei 85% der Männer(!) und 72% der Frauen tritt dabei der Sex in den Hintergrund, Nähe ist vorrangig
- Lust: noch viel bewusste Verarbeitung im Cortex und der wird erst während Orgasmus ausgeschaltet
- Bindung: Dopamin + Ocytocin, Belohnung und Vertrauen + konditionierte Partnerpräferenz

Und was macht Sex so langweilig?
Unter anderem kann der Coolidge-Effekt verantwortlich sein.
Wikipedia hat geschrieben:
Als Coolidge-Effekt wird in Biologie und Psychologie der wachsende Widerwille von männlichen Individuen einer Spezies bezeichnet, ohne Abwechslung immer wieder mit demselben Weibchen zu kopulieren.
Der Effekt ist nach einer zeitgenössischen Anekdote über den US-Präsidenten Calvin Coolidge (1872–1933) benannt:
Der Präsident und seine Gattin besuchten einen Musterhof und wurden getrennt herumgeführt. Als sie sich darüber erstaunte, dass es im Hühnerstall nur einen einzelnen Hahn gab, sagte man ihr, der Hahn vollziehe den Paarungsakt bis zu zwölf Mal am Tag. Darauf Mrs. Coolidge: „Sagen Sie das meinem Mann.“ Als dieser später davon erfuhr, hakte er nach: „Jedesmal dieselbe Henne?“ – „Nein, jedes mal eine andere.“ Darauf Coolidge: „Sagen Sie das meiner Frau.“

Den gibt es übrigens auch bei der Frau und soll angeblich nach ca 7 Jahren bei ihr eintreten (siehe Text Dr. Anneliese Schwenkhagen).

Von was ist also guten Sex auf Dauer aus?
– Vom Können und Wollen
– Lust auf Unterschied
– Neugier, trotz Bekanntheit
– Das große Aber (keine Ahnung mehr, was er damit meinte)
– Zwiegespräche


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BeitragVerfasst: 7. Juli 2011 18:35 
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Ersthelferin a.D.

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*rosaelefant*

Neues vom Kondom

Und dann hab ich Jan Krause kennengelernt, den Gründer und Inhaber von vinico - der Kondomberater. :mrgreen:
Ein junger, sympatischer, sehr umtriebiger Typ, mit dem es wirklich leicht ist, in Kontakt zu kommen und lustige Gespräche zu führen.
Aktuell wird ein neues Mess-Tool von ihm und seinem Team entwickelt, das auf neue Erkenntnisse und Erfahrungen der bisherigen Ausmessungs-Tools (Papier ausdrucken, ausschneiden etc, wo lege ich's an etc) Rücksicht nimmt. Mittlerweile wird die Länge des Kondoms als weniger wichtig erachtet, als der Umfang. Size matters - aber anders. Wichtig ist vor allem, dass das Kondom als bequem empfunden wird, sowohl in Passform als auch in der Handhabung. Die häufigsten Anwenderfehler seien (so, wie ich das verstanden habe) meistens a) Nicht-Nutzung des Kondoms, weil unbequem oder als nicht nötig erachtet (dazu gleich mehr) oder b) falsches Überstreifen, da zum Abrollen beide Hände benutzt würden.
Zum „als nicht nötig erachtet“: Im Gespräch mit Dr. Frank-Herrmann wurde die Vermutung geäußert, dass viele Paare rein nach gefühlter Fruchtbarkeit oder grober Kalendermethode an vielen Zyklustagen weniger vorsichtig im Umgang mit Sperma bzw. dem Kondom sind oder es spontan sogar ganz weglassen. So erklärt sich eventuell auch, dass der PI von NFP in Kombi mit Barrieremethoden nur unwesentlich ansteigt: Paare, die NFP betreiben wissen besser über die Körpervorgänge bescheid, setzen sich ausführlicher mit dem Thema Verhütung auseinander und haben so eine erhöhte Sensibilität dafür in der akuten Situation.
Darauf fußend hab ich die Idee, dass sich vinico und das Forum vielleicht vernetzen könnten, also dieser niedrigere Methoden-PI mit Hinweis auf NFP und dieses Forum dort publiziert und verlinkt wird. Und je nach Interesse der Userinnen hier könnte man einen Thread eröffnen mit Kurzgeschichten o. Anleitungen zu Kondomen aus Frauensicht „Wie macht Vermessen Spaß zu zweit" „wie krieg ich ihn dazu, zu vermessen“
Und dann wünsche ich mir ein spezielles Frauen-Kondom-Feature. Probepackungen mit verschiedenen Größen soll es ja anscheinend geben, aber mit mehreren Exemplaren pro Größe und in Kombi mit dem Vermessungstool ('türlich entsprechend chic verpackt) wäre endlich auch Frau immer optimal auf den Ernstfall vorbereitet.
Auch eine richtige Studie zum PI von Kondomen scheint es ja noch nicht zu geben. Ob vinico dafür allerdings der richtige Ansprechpartner ist, muss man sehen. Die Gedanken und Entwicklungen rund um die Pelle bleiben zumindest nicht stehen und das finde ich positiv.


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BeitragVerfasst: 7. Juli 2011 18:36 
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Ersthelferin a.D.

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Einfluss der Hormone auf die weibliche Sexualität

>> Dr. Anneliese Schwenkhagen

„Ich habe keine Lust mehr“ Woran liegts'?
2 Hauptgründe stachen in der Untersuchung heraus:
- Dauer der Partnerschaft (ca 7 Jahre, danach nimmt statistisch gesehn die Lust rapide ab)
- Depression

Für Lust braucht der Körper Androgene. Sie stammen aus Ovar, Nebennierenrinde und Gehirn und speziell Testosteron ist zuständig für Erregung, Orgasmus, Vergnügen, verminderte Belastung, Ansprechbarkeit, Selbstwertgefühl und es mindert Depressionen.
Leider ist Testosteronmangel nicht nachweisbar.

Die Wallwiener-Studie basiert auf FSFI-Fragebogen und stellt fest, dass 1/3 der Medizinstudentinnen ein erhöhtes Risiko für eine sexuelle Dysfunktion hat, was von 26,55% als sexuelles Problem eingeordnet wurde.
Es ergab sich folgende Gewichtung beim Risiko: NHC > NC > OC > NOHC
starkes Risiko: nicht-orale hormonelle Kontrazeptiva (NOHC)
weniger: Pille (OC)
kaum: nicht verhütet (NC)
selten: nicht hormonell verhütet (NHC)

Bild

Positive, libidofördernde (keine Angst vor Schwangerschaft, Gefühl von selbstbestimmter Sexualität) und libido-schädigende Effekte (Dauer der Partnerschaft, Depression) halten sich die Waage. So kann zum derzeitigen Zeitpunkt der Forschung nicht eindeutig beantwortet werden, ob die Pille sich negativ auf die Lust auswirkt, aber es mehren sich die Indizien dafür.

John Bancroft vom Kinsey-Institut fordert in seinem aktuellen Buch „Pille - Lust“ deshalb, dass der Zusammenhang dringend untersucht werden muss!


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BeitragVerfasst: 7. Juli 2011 18:37 
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Ersthelferin a.D.

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*rosaelefant*

Neues Gleitgel

Sylk von medintim auf Basis von Kiwi-Extrakten.
Ein kleiner Selbstversuch befand das Gleitgel als sehr gut. Dazu ist zu sagen, dass ich wenig Erfahrung mit Gleitgelen habe und als Vergleich im Moment nur das AquaGlide von Joydivision habe und das mag ich nicht sonderlich gern: Es riecht komisch und ist klebrig und verfliegt schnell. Von Sylk hatte ich ich nur 2 kleine Pröbchen (wie für Handcreme zB) eingesteckt und mit einer Packung kam ich äh... 3 mal aus bei SB.
Ich kann also sagen: Es ist wirklich sehr ergiebig, riecht nicht (das angeblich geschmacksneutrale AquaGlide stinkt geradezu im Vergleich) und schmeckt auch fast nach nix, höchstens ein wenig säuerlich. Es bleibt lange nass, ohne klebrig zu wirken und sickert auch nicht weg.
Wenn Interesse besteht: ich hab vom Hersteller noch mehr Probepackungen angefordert und habe welche zum Forumstreffen mitgebracht. Vielleicht mag die ein oder andere einen weiteren Erfahrungsbericht anhängen (oder Musicas Mitbewohner :mrgreen: )


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BeitragVerfasst: 7. Juli 2011 18:38 
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Ersthelferin a.D.

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Beiträge: 6890
Psychology of Sexual Passion

>> David Schnarch

Ich konnte Herrn Schnarch (dessen Buch Die Psychologie sexueller Leidenschaft ich schon vor ca 1 Jahr gelesen hatte) ja später noch ein wenig privat kennenlernen und habe ihn als klugen, warmherzigen Mann erlebt. Er versteht es, in seiner Arbeit spirituelle und psychologische Aspekte von Partnerschaften und persönlichem Wachstum zu verknüpfen.
Von seinem sehr interessanten und humorvoll gehaltenen Beitrag weiß ich nach den Wochen nicht mehr viel und dessen Inhalte werden von den Eindrücken seines neuen Buchs überlagert: „Intimität und Verlangen“ erschienen bei Klett-Cotta.

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Ich möchte Euch dieses Buch gerne ans Herz legen. Den Frauen, die mehr Lust haben als ihr Partner, den Frauen, die weniger Lust haben als ihr Mann, den in Monogamie lebenden, den Singles, den Polyamoren, denen, die frisch verliebt sind und denen, die sich in einer langen Beziehung schon seit geraumer Zeit wieder nach mehr Leidenschaft sehnen und zu guter letzt allen, die ihre Persönlichkeit weiterentwickeln wollen.
Ein Versuch, das wichtigste zu umreißen: Schnarch unterscheidet selbstbestätigte und fremdbestätigte Intimität, wobei wir hauptsächlich fremdbestätigte Intimität kennen und leben, was in langfristigen Beziehungen leicht zu emotionalen Pattsituationen und meist zur Trennung führt. Dabei ist eine Partnerschaft ist eine wundervolle Chance, seine innere Entwicklung voranzutreiben und gleichzeitig damit seine Leidenschaft und Intimität zu vertiefen. Die nötigen Fähigkeiten dazu teilt er ein in: 1. Stabiles & flexibles Selbst 2. Stiller Geist - ruhiges Herz 3. Maßvolles Reagieren 4. Sinnvolle Beharrlichkeit. Anschaulich gemacht werden verschiedene Problemkonstellationen mit Fallbeispielen aus seiner Praxis als Psychologe – mit berührenden Geschichten von Paaren, ihrer Entwicklung und deren Wendepunkte. Ich sitze manchmal da und bin sehr aufgewühlt über das, was er schreibt und wenn ich an meine 2 langjährigen Beziehungen und meine eigene Entwicklung der vergangenen 2,5 Jahre denke.

Aus dem Inhalt:
1. Warum normale Menschen Probleme mit ihrem sexuellen Verlangen haben (Es gibt immer einen Partner mit schwachem Verlangen, und dieser kontrolliert immer den Sex - Seit Sie auf der Welt sind, verändert sich ihr sexuelles Verlangen – der Partner mit dem schwächeren Verlangen entscheidet darüber, ob sich der Partner mit dem stärkeren Verlangen begehrenswert fühlen kann)
2. Wie wir uns durch die Lösung von sexuellen Problemen gemeinsam entwickeln können
(Bei sich selbst bleiben - Intimität formt Ihr sexuelles Verlangen – Monogamie verwandeln: vom Martyrium zur Freiheit – Das Verlangen verblasst, wenn Sie aufhören, sich zu entwickeln)
3. Lustlosigkeit vor dem Hintergrund ihrer persönlichen Geschichte (...)
4. Benutzen Sie ihren Körper, programmieren Sie ihr Gehirn neu und entwickeln Sie sich gemeinsam mit Ihrem Partner im Bett (...)

Zitate:
„Wenn Sie nicht bereit sind, sich damit auseinanderzusetzen, wer Sie sind, machen Sie sich zeitlebens davon abhängig, wie Sie glauben, dass andere Menschen Sie sehen.“
„Selbstkonfrontation ist ein zentraler Bestandteil von Intimität. Je klarer Sie ihrem Partner offenbaren, wer Sie wirklich sind, ohne sich zu verstellen oder ihm etwas vorzuspiegeln, umso intensiver erleben sie Intimität. [...] Wenn Sie tiefere Intimität erleben wollen, müssen Sie zulassen, dass Ihr Partner Sie so sieht, wie Sie sind, während Sie selbst sich genau betrachten“
„Intimität beim Sex kann Sie interessanter und begehrenswerter machen und ihr eigenes Verlangen stärken, weil die Art, wie Intimität unsere Entwicklung beeinflusst uns schön macht.“

http://crucibletherapy.com/euro/2011deu ... are-public


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 Betreff des Beitrags: *** Werbepause***
BeitragVerfasst: 7. Juli 2011 18:39 
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Ersthelferin a.D.

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*rosaelefant*

Schöne Materialien zu Aufklärungs-Arbeit

…finden sich unter folgenden Adressen:
http://www.paomi.de
http://www.somso.de
http://www.bzga.de


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 Betreff des Beitrags: Workshop 1
BeitragVerfasst: 7. Juli 2011 18:42 
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Ersthelferin a.D.

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Beiträge: 6890
Workshop 1 – Einführung

Welche psychosomatischen Aspekte beeinflussen die Wahl der Verhütungsmethoden?
Wie wirkt sich die Kontrazeptionsmethode aus auf Sexualität, Partnerschaft und Körpererleben?

Das für mich wichtigste Fazit aus unserer Runde war:
Wir benötigen in unserer Gesellschaft eine Kultur um ein Körpererleben, das sich entwickeln darf.

Diese Feststellung bringt auf den Punkt, was ich im Rückblick auf meine eigene Geschichte wirklich vermisst habe und wozu dieses Forum für mich einen unglaublich wichtigen Beitrag geleistet hat. *zusammen*

Weitere Workshops – es waren 10 verschiedene Themengebiete, die sich zum Teil natürlich überschnitten. Unter dem Link könnt Ihr Euch noch genauer in die Themen und Referierenden einlesen.

Zitat:
Workshop 1 – Kontrazeption und Einfluss auf Körperwahrnehmung, Sexualität und Partnerschaftmehr Infos
Workshop 2 – Hormonelle Kontrazeptionmehr Infos
Workshop 3 – Nichthormonelle Kontrazeptionmehr Infos
Workshop 4 – Kontrazeptionsberatungmehr Infos
Workshop 5 – Verhütungspannen und Motive für Nicht-Verhütungmehr Infos
Workshop 6 – Sexuelle und reproduktive Rechtemehr Infos
Workshop 7 – Verhütung, Familienplanung und Migrationmehr Infos
Workshop 8 – Verhütung und Kommunikationmehr Infos
Workshop 9 – Sexualität und Verhütung bei Menschen mit Beeinträchtigungmehr Infos
Workshop 10 – Informationen von Staat, Nichtregierungsorganisationen und Industrie


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 Betreff des Beitrags: Workshop 1
BeitragVerfasst: 7. Juli 2011 18:43 
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Ersthelferin a.D.

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Dorothea Schuster

>> vita


Sie forderte umfassende, psychosomatische Studien zur Pille aufgrund älterer Studien und Erfahrungen, die sie als Verhütungsberaterin macht.
- drohender Identitätsverlust bei unsicherer Identität (Nijs 1972, Petersen 1977)
- dysphorisch-antriebsschwaches Syndrom (Gleichschaltungsgefühl)
- Ambivalenz Kinderwunsch („Ich habe mich nie gegen ein Kind entschieden, aber ich habe nie bewusst dafür entschieden“)

Und hier ein guter, interessanter Artikl zum Thema Verhütungsberatung, den ich im Netzt von ihr gefunden habe:
Die Qual der Wahl – Lust und Frust der täglichen Verhütung
Ein Beitrag zu Anspruch und Wirklichkeit in der Verhütungsberatung


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