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 Betreff des Beitrags: Re: Pille Yasmin / Yasminelle, Zeitungsartikel
BeitragVerfasst: 28. April 2011 20:34 
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Ersthelferin a.D.

Registriert: 8. Januar 2009 14:07
Beiträge: 6890
dieSanfte hat geschrieben:
Von daher ist es ja irgendwie logisch, dass das Risiko steigt, je länger man Hormone nimmt (auch wenn die Nebenwirkungen auch schon viel eher auftreten können).

Was so aber auch nicht ganz stimmt.
Nach einhelliger Meinung von Fachärzten (ich war auf einem Verhütungskongress) ist wohl Studien zufolge das Thrombose-Risiko in den ersten Monaten am höchsten. Und das bei jedem Neubeginn.
Das ist eindeutig ein Argument gegen Pillenpausen - denn das Risiko danach ist wieder wie zu Beginn der Einnahme, weshalb auch nach diesen Erkenntnissen der Langzeitzyklus propagiert wird, sollte man überhaupt Hormone nehmen.
An dieser Stelle noch mal zur Erinnerung, dass die Entzugsblutungspause nur deswegen in das Einnahmeschema eingebaut wurde, weil die Frauen weiterhin das Gefühl haben wollten, einen normalen, regulierten Zyklus zu haben.

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 Betreff des Beitrags: Re: Antibabypillen wg. NW und Todesfällen aktuell in den Med
BeitragVerfasst: 28. April 2011 21:46 
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NFP-Kaiserin

Registriert: 9. Mai 2005 21:57
Beiträge: 11121
Wohnort: Cosmopolitan
Ja, das mit dem Thromboserisiko am Anfang der Einnahme habe ich auch gelesen. Das mag sicher am Anfang erhöhter sein, aber die längere Einnahme führt wiederum das Risiko auf andere Erkrankungen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Antibabypillen wg. NW und Todesfällen aktuell in den Med
BeitragVerfasst: 28. April 2011 21:47 
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Hochlagenjunkie

Registriert: 17. Januar 2009 01:26
Beiträge: 542
Zum Thromboserisiko durch das Gestagen Drospirenon kopiere ich hier mal den neusten Newsletter von CBGNetwork vom 26.04.2011 rein:

CGBNetwork hat geschrieben:
Selbsthilfegruppe Drospirenon Geschädigter (SDG)

Pressemitteilung vom 26. April 2011



Verbot gefährlicher Antibaby-Pillen gefordert
neue website http://www.risiko-pille.de geht heute online / betroffene Frauen sprechen am Freitag in der Hauptversammlung der Bayer AG



Neuartige Antibaby-Pillen mit dem Wirkstoff Drospirenon haben ein erhöhtes Risikopotential gegenüber älteren Präparaten. Betroffene Frauen haben nun die Selbsthilfegruppe Drospirenon Geschädigter (SDG) gegründet und Proteste in der Hauptversammlung der Bayer AG am Freitag angekündigt. Zudem wurde heute die website http://www.risiko-pille.de freigeschaltet.



Kathrin Weigele, Mitgründerin der Selbsthilfegruppe, fordert: „Wir möchten eine ehrlichere und umfassendere Aufklärung über die Risiken drospirenonhaltiger Pillen im Beipackzettel und durch Gynäkologen erreichen. Unser Ziel ist es, Frauen für die Risiken der Pille zu sensibilisieren, den betroffenen Frauen ein Gesicht zu geben und endgültig mit dem Mythos aufzuräumen, als Geschädigte ein Einzelfall zu sein. Unsere website soll Betroffenen zudem die Möglichkeit zur Selbsthilfe bieten“. Kathrin Weigele hatte nach Einnahme der Pille Yasmin eine schwere Lungenembolie erlitten.



Die drospirenonhaltigen Pillen Yasmin, Yasminelle, Yaz, Aida und Petibelle des Herstellers Bayer Schering verursachen neuen Studien zufolge ein bis zu doppelt so hohes Embolie- und Thromboserisiko im Vergleich zu älteren Präparate. Nach Angaben der US-Aufsichtsbehörde Food and Drug Administration starben allein in den USA 190 Frauen nach Einnahme von Yasmin oder Yaz. In Deutschland erlitten mindestens zwölf junge Frauen tödliche Embolien. Gegen Bayer sind rund 7.000 Klagen anhängig.



Die Bayer AG machte im vergangenen Geschäftsjahr mit der Produktgruppe einen Umsatz von 1,1 Milliarden Euro. Das Präparat gilt damit als meistverkaufte Antibaby-Pille der Welt. In den Kampagnen des Konzerns wird in erster Linie mit Versprechen wie "Gewichtsabnahme" und "wirkt gegen Akne" geworben. Auf die erhöhten Gefahren wird hingegen nicht eingegangen.



Mit ihrem Erscheinen in der Hauptversammlung wollen die geschädigten Frauen die Einstellung verharmlosender Werbung für Antibaby-Pillen sowie ein Verbot von Pillen mit erhöhtem Risikopotenzial erreichen. Zu der Versammlung in den Kölner Messehallen, in der neben dem Vorstand auch rund 4.000 Aktionäre teilnehmen, wurde auch ein Gegenantrag eingereicht, der eine Nicht-Entlastung des Vorstands fordert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Antibabypillen wg. NW und Todesfällen aktuell in den Med
BeitragVerfasst: 28. April 2011 22:08 
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Moderatorin a. D.

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NFP seit: Dezember 2005
Alana, hast du dazu bitte eine Quelle? Ich hab Kontrazeptionsliteratur zuhause, und da wird überall darauf hingewiesen, dass Gestagen-only-Präparate bei Thrombosegefahr zu empfehlen sind und Kombinationspräparate aufgrund des Östrogens abzulehnen sind. Von demher würde mich deine Literatur dazu sehr interessieren!

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Manu kurvt im 130. Zyklus, NFP zur Zyklusbeobachtung ............. Mit Epikur, Mephisto und Diabolo für immer ganz fest im Herzen, sowie Imhotep und Diego am Kratzbaum
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 Betreff des Beitrags: Re: Antibabypillen wg. NW und Todesfällen aktuell in den Med
BeitragVerfasst: 28. April 2011 23:03 
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NFP-Kaiserin

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"Für das Risiko spielt auch die Zusammensetzung der Präparate eine Rolle: im Vergleich zu Tabletten mit 30-35 Mikrogramm Ethinylestradiol ist es bei einer Dosis von 20 Mikrogramm um 40 % niedriger und bei einer Menge von 50 Mikrogramm um 60 % gesteigert. Bei Kombinationen mit Gestagenen der sog. 3. Generation (Desogestrel, Gestoden) ist das Risiko um 70 % höher als mit levonorgestrelhaltigen Ovulationshemmern und bei Kokmbination mit Cyproteronazetat doppelt so hoch." Bloemenkamp 2005; Kemmeren et al. 2001, Seaman et al 2003.

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 Betreff des Beitrags: Re: Antibabypillen wg. NW und Todesfällen aktuell in den Med
BeitragVerfasst: 29. April 2011 09:50 
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NFP-Guru

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@ Manu

Ich habe jetzt einige Artikel gelesen die nahe legen, dass das Risiko im Vergleich der Kombinierten Pillen untereinander sehr wohl vom Gestagen abhängig ist, bei östrogenfreien Methoden das Thromboserisiko aber nicht erhöht ist.

Ich kann dir das ohne weitere Recherche nicht erklären. Die Daten basieren wohl aber auch auf Beobachtungen.

Aber hier ein Artikel dazu: http://www.netdoktor.de/Magazin/Die-Pil ... 10709.html

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 Betreff des Beitrags: Re: Antibabypillen wg. NW und Todesfällen aktuell in den Med
BeitragVerfasst: 30. April 2011 22:27 
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Moderatorin a. D.

Registriert: 28. Dezember 2005 11:58
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NFP seit: Dezember 2005
Danke für den Artikel, Alana :-)

Wobei für mich noch immer nicht geklärt ist: gibts Untersuchungen rein mit diesem neuen Gestagen? Oder macht es doch die Kombination von Estrogen und Gestagen, dass bei diesen Pillen das Thromboserisiko erhöht ist?

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 Betreff des Beitrags: Re: Antibabypillen wg. NW und Todesfällen aktuell in den Med
BeitragVerfasst: 10. Mai 2011 12:00 
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NFP-Guru

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@ Manu

Der Wirkstoff der besonders in der Kritik war, Drospirenon, wird als Monopräparat nicht eingesetzt. Daher kann ich dir dazu nichts sagen.

Ansonsten ist das ganze ja sehr umstritten, die Studien widersprechen sich auch teilweise. Ich denke es bleibt nichts anderes übrig als abzuwarten was an Forschungsergebnissen noch kommt und wenn man noch keine Pille nimmt und es vor hat eher auf ein älteres Gestagen zu gehen.

Für diie gebräuchlichen Gestagenmonopräparate ist aber nach wie vor kein erhöhtes Risiko für Thrombosen bekannt.

Hier ist was interessantes zu lesen: http://www.sggg.ch/files/Venoese_thromb ... kungen.pdf

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 Betreff des Beitrags: Re: Antibabypillen wg. NW und Todesfällen aktuell in den Med
BeitragVerfasst: 16. Juni 2011 07:14 
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Kurven-Rätslerin

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Neue Studie zum Risiko von Gefäßverschlüssen bei Gestagenen der dritten oder jüngeren Generation im Vergleich zu älteren Gestagenen: klick

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 Betreff des Beitrags: Re: Antibabypillen wg. NW und Todesfällen aktuell in den Med
BeitragVerfasst: 16. Juni 2011 07:44 
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Obermuschimädel

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Der Arzeimittelreport der Barmer GEK hat die oft unnötige und gefährliche Verschreibung von Medikamenten für zB Demenzkranke festgestellt (klick), u.a. wird auch die Nichtbeachtung von Nebenwirkungen der Pille kritisiert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Antibabypillen wg. NW und Todesfällen aktuell in den Med
BeitragVerfasst: 16. Juni 2011 08:47 
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Das hab ich gestern im Fernsehen gesehen. Bin ja beinahe vom Stuhl gekippt ^^

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 Betreff des Beitrags: Re: Antibabypillen wg. NW und Todesfällen aktuell in den Med
BeitragVerfasst: 17. Juni 2011 12:08 
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Inventar

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NFP seit: 2010
Ich habe das in der Zeitung gelesen.
Eigentlich ist das ja nichts neues mehr, in der Familie erlebe ich es am eigenen Leib, wie Kranke noch kränker gemacht werden durch teilweise unsinniges Verschreiben von Medikamenten (Medikament A versucht die Nebenwirkungen X, Medikament B soll die Nebenwirkungen X aufheben und verursacht die Nebenwirkungen Y)
Dass aber die Pille nun mit aufgezählt wird, finde ich *daumenhoch* .

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 Betreff des Beitrags: Re: Antibabypillen wg. NW und Todesfällen aktuell in den Med
BeitragVerfasst: 17. Juni 2011 21:09 
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Hochlagenjunkie

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Beiträge: 542
Meghann hat geschrieben:
Dass aber die Pille nun mit aufgezählt wird, finde ich *daumenhoch* .
ich bin da ziemlich pessimistisch, dass sich an der Verschreibungspraxis der FÄ deshalb etwas ändern wird. Solange sie nicht per Gesetz zum Regreß bei Fehlmedikation verpflichtet werden, wird die Masse der Ärzte weiterhin verharmlosen, vertuschen, relativieren. Ein Umdenken allgemein in Sachen Antibabypille müsste m.M. bereits in der medizinischen Ausbildung erfolgen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Antibabypillen wg. NW und Todesfällen aktuell in den Med
BeitragVerfasst: 18. Juni 2011 00:04 
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Ich glaub die KKs sind einfach nur gefrustet das sie bei jungen Mädchen die teuren Pillen bezahlen müssen weil sie den Frauenärzten da nich reinreden dürfen *lachen*

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 Betreff des Beitrags: Re: Antibabypillen wg. NW und Todesfällen aktuell in den Med
BeitragVerfasst: 18. Juni 2011 13:16 
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NFP-Guru

Registriert: 28. März 2010 22:17
Beiträge: 2558
Rekan hat geschrieben:
Ich glaub die KKs sind einfach nur gefrustet das sie bei jungen Mädchen die teuren Pillen bezahlen müssen weil sie den Frauenärzten da nich reinreden dürfen *lachen*



Da ist was dran, die gehören doch zu den teuersten Präparaten. Und viele junge Mädchen bekommen Aida oder Yasminelle.

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