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 Betreff des Beitrags: Gebärmuttertransplantation
BeitragVerfasst: 14. Juni 2011 07:07 
Hier geht es um eine 25-jährige, die ohne Gebärmutter auf die Welt kam. Jetzt wird die Gebärmutter von ihrer Mutter transplantiert. Was haltet ihr davon?
http://www.welt.de/vermischtes/kurioses ... enden.html


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 Betreff des Beitrags: Re: Gebärmuttertransplantation
BeitragVerfasst: 14. Juni 2011 16:06 
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nicht mehr ganz so neu

Registriert: 6. März 2011 12:53
Beiträge: 65
Ich finde die Tatsache, dass sie ein Organ von ihrer Mutter bekommen soll nicht moralisch bedenklich. Das ist eine Sache, die die Beiden unter sich ausmachen müssen.

Was ich eher bedenklich finde ist der Grund, weshalb das gemacht wird. Die Tochter hat auf Grund einer Erkrankung keinen Uterus und ich bin der Meinung, dass die Natur sich dabei schon was gedacht hat. Und ganz wichtig hierbei, die Tochter kann sehr gut ohne Uterus leben. Nach der Operation wird sie eventuell lebenslang Immunsuppressiva nehmen müssen, die sehr, sehr starke Nebenwirkungen haben. Warum tut man sich das freiwillig an? Warum muss der Mensch immer alles unbedingt erzwingen und kann nicht einfach mal naturgegebenes hinnehmen? Bei der Tochter ist es ja nicht getan mit, mal eben nen Uterus einbauen, sondern das ganze geht ja weiter mit Einpflanzen von extern befruchteten Eizellen. Dann klappts bestimmt nicht beim ersten Mal und die Wahrscheinlichkeit für eine Frühgeburt ist sicher auch erhöht. Und die Probleme, die die meisten Kinder auf Frühgeborenenintensivstationen haben, finde ich einfach zu heftig im Vergleich zu Kinderlosigkeit.
Klar muss das nicht so laufen, aber bewusst sein sollte man sich diesem möglichen Lauf der Dinge schon sein. *kopfkratz*

Ach ja, ich habe keinen Kinderwunsch und schreibe deshalb sicher leichter davon, dass man (eigene) Kinderlosigkeit akzeptieren sollte. Ich plädiere für Adoption.

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Gruß von Mirenatragödie
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 Betreff des Beitrags: Re: Gebärmuttertransplantation
BeitragVerfasst: 14. Juni 2011 16:11 
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Moderatorin a. D.

Registriert: 8. August 2008 21:48
Beiträge: 11360
Wohnort: Middle Fritham
Mirenatragödie hat geschrieben:

Ach ja, ich habe keinen Kinderwunsch und schreibe deshalb sicher leichter davon, dass man (eigene) Kinderlosigkeit akzeptieren sollte.

Ja, das hängt bestimmt zusammen. Ich denke, manchmal sollte man sich ruhig bemühen, auch andere Sichtweisen zu verstehen bzw. nachzuvollziehen, auch bzw. gerade wenn sie nicht mit der eigenen Sicht der Welt konform gehen. Gerade Deine Aussage "die Natur hat sich schon was dabei gedacht" dürfte ein ziemlicher Schlag für viele Frauen sein, die aus welchem Grund auch immer keine Kinder bekommen können.

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 Betreff des Beitrags: Re: Gebärmuttertransplantation
BeitragVerfasst: 14. Juni 2011 16:17 
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Hochlagenjunkie

Registriert: 10. März 2009 19:31
Beiträge: 507
NFP seit: Mai 2009
Hui... also moralisch bedenklich finde ich das nicht, da stimme ich Mirenatragödie (was für ein Name :mrgreen: ) zu.

Allerdings sehe ich die die Risiken auch als ganz schön großes Problem... Wer weiß, ob es dann tatsächlich mit dem Kinderkriegen klappt, da gehört ja noch mehr dazu als ein Uterus. Die ganzen benötigten Medikamente (Immunsuppressiva, Hormone, u.s.w.) und die Chance, dass das Organ überhaupt nicht vom Körper nicht angenommen wird... ich kann mir außerdem vorstellen, dass eine Schwangerschaft da nur sehr schwer aufrecht zu erhalten ist und alles ohne zu große Probleme für Mutter und Kind klappt :-(

Bei großem Kinderwunsch ist natürlich verständlich, dass man einiges auf sich nimmt. Ich wünsche ihr auch alles Gute, wenn sie das durchzieht. Aber ich weiß auch nicht, ob ich das Risiko für mich, meine Mutter und ein Baby eingehen wollen würde... (wobei man das natürlich als nicht Betroffene gar nicht einschätzen kann)

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 Betreff des Beitrags: Re: Gebärmuttertransplantation
BeitragVerfasst: 14. Juni 2011 16:22 
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nicht mehr ganz so neu

Registriert: 6. März 2011 12:53
Beiträge: 65
Sommersprosse hat geschrieben:
. Gerade Deine Aussage "die Natur hat sich schon was dabei gedacht" dürfte ein ziemlicher Schlag für viele Frauen sein, die aus welchem Grund auch immer keine Kinder bekommen können.


Das soll kein Angriff auf Menschen sein, die keine Kinder bekommen können und sich welche wünschen, sondern eher mal zum Nachdenken anregen, dass man als Mensch auch mal etwas akzeptieren sollte wie es ist! Dazu gehört meiner Meinung nach auch ungewollte Kinderlosigkeit. Dass es sicher für sehr viele Frauen nicht einfach ist, keine Kinder bekommen zu können ist mir klar *trösten* , deshalb hatte ich ja extra geschrieben, dass ich sicher leichter so schreibe, da ich keinen Kinderwunsch habe.

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Gruß von Mirenatragödie
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 Betreff des Beitrags: Re: Gebärmuttertransplantation
BeitragVerfasst: 14. Juni 2011 16:28 
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NFP-Guru

Registriert: 22. August 2006 15:59
Beiträge: 2731
Soll man auch akzeptieren, dass man Kinder mit schweren Krankheiten bekommt, die man zwar behandeln kann, deren Behandlung aber starke Nebenwirkungen hat und darum nicht behandeln? Einfach mal akzeptieren, dass das Kind früh stirbt, weil man die eh knappen Gelder nicht auch noch in beispielsweise Immunglobulin-Medikamente investieren sollte, weils nicht heilt, sondern nur verbessert? AIDS-Kranken auch mal ganz klar sagen, dass sie die Scheiße in den meisten Fällen schließlich selbst schuld sind - wem die paar Tausend Euro pro Monat fehlen, der hat halt gelitten?

...nice.

...nicht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Gebärmuttertransplantation
BeitragVerfasst: 14. Juni 2011 16:41 
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Fingerwundschreiberin

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NFP seit: Dezember 2009
Also die Vergleiche find ich nicht wirklich angebracht. Die Frau ist bis auf die fehlende Gebärmutter scheinbar gesund, sie leidet nicht an einer Krankheit, die man mit Medikamenten behandeln muss. Sie wird sich aber vermutlich einen nicht unerheblichen Teil ihrer Gesundheit mit dieser Entscheidung ruinieren. Verstehen kann ich das nicht. Ob die Gebärmutter von der Mutter oder von einer Fremden ist, ist für mich unerheblich, ist ja nur ein Organ.

Für mich ist das "Kinderkriegen um jeden Preis". Kann ich persönlich nicht nachvollziehen. Über 60-jährige die sich noch mit Gewalt schwanger machen lassen, gehören da auch zu.

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 Betreff des Beitrags: Re: Gebärmuttertransplantation
BeitragVerfasst: 14. Juni 2011 16:44 
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nicht mehr ganz so neu

Registriert: 6. März 2011 12:53
Beiträge: 65
Fenta hat geschrieben:
Also die Vergleiche find ich nicht wirklich angebracht. Die Frau ist bis auf die fehlende Gebärmutter scheinbar gesund, sie leidet nicht an einer Krankheit, die man mit Medikamenten behandeln muss. Sie wird sich aber vermutlich einen nicht unerheblichen Teil ihrer Gesundheit mit dieser Entscheidung ruinieren. Verstehen kann ich das nicht. Ob die Gebärmutter von der Mutter oder von einer Fremden ist, ist für mich unerheblich, ist ja nur ein Organ.

Für mich ist das "Kinderkriegen um jeden Preis". Kann ich persönlich nicht nachvollziehen. Über 60-jährige die sich noch mit Gewalt schwanger machen lassen, gehören da auch zu.


Danke Fenta, so wollte ich mich auch ausdrücken, aber es ist mir scheinbar nicht gelungen. *daumenhoch*

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 Betreff des Beitrags: Re: Gebärmuttertransplantation
BeitragVerfasst: 14. Juni 2011 16:46 
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Moderatorin a. D.

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Wohnort: Middle Fritham
"Etwas nicht nachvollziehen können" ist eine völlig andere Hausnummer als zu vermuten, dass die Natur sich schon was dabei gedacht hat. *kopfkratz*

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 Betreff des Beitrags: Re: Gebärmuttertransplantation
BeitragVerfasst: 14. Juni 2011 16:55 
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Moderatorin + Oberwichteline

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Vor allem wer soll entscheiden wo das Leiden gross genug ist und Behandlung/Operation angebracht ist oder ob man bitte die Natur zu akzeptieren hat. Ob das nun ungewollte kinderlosigkeit oder ein vererbbarer genfehler wie bei uns oder eine erworbene Krankheit ist, ist da für mich zweitrangig

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Zuletzt geändert von Lamia am 14. Juni 2011 17:16, insgesamt 1-mal geändert.
wegen quatsch.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gebärmuttertransplantation
BeitragVerfasst: 14. Juni 2011 16:58 
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NFP-Guru

Registriert: 22. August 2006 15:59
Beiträge: 2731
Ich geh da mit Lamia und Sprosse konform. Was kann ich mir denn anmaßen zu entscheiden, ob Infertilität mit einem großen Leidensdruck einhergeht?

Wenn mir n Arm fehlt, bin ich bis auf den fehlenden Arm ja auch tiptop in Schuss - ich würd glaube ich trotzdem einen nehmen, wenn ich aussuchen darf.

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 Betreff des Beitrags: Re: Gebärmuttertransplantation
BeitragVerfasst: 14. Juni 2011 17:06 
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NFP-Gräfin

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Wenn die Frau das möchte, finde ich das in Ordnung. Sie wird sicherlich von Ärzten beraten worden sein, auch über die Risiken bei einer hoffentlich eintretenden Schwangerschaft. Ich kann verstehen, dass man alles Denkbare versucht, um ein eigenes Kind zu bekommen und selbst eine Schwangerschaft zu erleben.
Außerdem muss sie die Gebärmutter nach abgeschlossenem Kinderwunsch ja nicht behalten, sie kann sie wieder entfernen lassen und ohne Immunsuppressiva leben.

Und solche Sprüche von wegen "Die Natur wird sich schon was dabei gedacht haben" stören mich einfach sehr. Die Natur denkt sich gar nichts, da gibt es einfach biologische Zusammenhänge. Und in einigen Fällen kann der Mensch da eingreifen, in anderen nicht. Und einen Eingriff wie diesen finde ich nicht verwerflich, ebenso wenig wie Reproduktionsmedizin, die Behandlung von Extremfrühchen, Präimplantationsdiagnostik u.ä.

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Marit hat einen Mann und 4 Kinder zwischen 27 und 17 sowie ein Enkelkind.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gebärmuttertransplantation
BeitragVerfasst: 14. Juni 2011 17:16 
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Fingerwundschreiberin

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NFP seit: Dezember 2009
Zitat:
Wenn mir n Arm fehlt, bin ich bis auf den fehlenden Arm ja auch tiptop in Schuss - ich würd glaube ich trotzdem einen nehmen, wenn ich aussuchen darf.

Ich würde zB keinen nehmen, wenn das mit einer Medikamenteneinnahme mit heftigen Nebenwirkungen (im Fall des Armes so lange ich lebe) und Gefahr für mein Leib und Leben einherginge.

Wenn ich Transplantationschirurg wäre würde ich die Uterustransplant auch nicht durchführen. Fände ich moralisch nicht vertretbar. Von wegen dem Patienten nicht schaden, etc.

Zitat:
Die Gesundheit meines Patienten wird meine erste Sorge sein.

Steht im Genfer Ärztegelöbnis.

Für das Seelenheil der Frau im Eingangsbeitrag wünsche ich ihr dennoch, dass die OP und die Schwangerschaft klappen und sich diese Odyssee im Endeffekt für sie lohnen und sie keine körperlichen Schäden davontragen wird.

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 Betreff des Beitrags: Re: Gebärmuttertransplantation
BeitragVerfasst: 14. Juni 2011 17:21 
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Moderatorin + Oberwichteline

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NFP seit: Juli 09
Aber zur Gesundheit gehört sowohl die körperliche als auch die seelische Gesundheit und welche Probleme schwerer wiegen muss man dann wohl individuell abwägen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Gebärmuttertransplantation
BeitragVerfasst: 14. Juni 2011 17:23 
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Fingerwundschreiberin

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Ja, und ich finde hier steht eines in keinem Verhältnis zum anderen.

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