Hallo,
ich mische mich hier mal kurz ein, da ich denke dass ich Tessa gedanken sehr gut verstanden habe und auch nachvollziehen kann. ich möchte mal versuchen, es mit eigenen worten den anderen zu verdeutlichen.
angenommen ich habe eine Flüssigkeit, deren Temperatur ich bestimmen möchte (der einfachheit halber nehmen wir auch an, dass es keinen Wärmeaustausch mit der umgebung gibt und die temperatur deshalb konstant bleibt).
Bei dieser messung ist es auch egal welcher art das thermometer ist.
ich kann dabei auf zwei unterschiedliche arten vorgehen:
- ich gebe das thermometer hinein und schreibe in regelmäßigen abständen (vielleicht 10s) die temperatur auf bis sie sich für ein bestimmtes zeitintervall (vielleicht 2min) nicht mehr um einen bestimmten betrag ändert. die zuletzt ermittelte temperatur entspricht der temperatur der lösung.
- aufgrund der thermodynamischen eigenschaften der stoffe oder durch erfahrung kann ich abschätzen wann die endtemperatur erreicht ist (sagen wir mal 10 min). ich brauche dann nicht die ganze zeit auf termi zu starren sondern gehe einfach vorher einen kaffe trinken und lese dann nach 10 min die endtemperatur ab, welche der temperatur der lösung entspricht.
ein digitalthermometer macht es so wie bei meinem ersten vorgehen. es misst immer wieder die temperatur und vergleicht sie mit der vorhergehenden temperatur. das problem dabei ist nur, dass es etweder das zeitinterval in der die temperatur gleichbleiben soll zu kurz definiert oder den betrag um den sie sich nicht ändern darf zu groß definiert. deshalb piepst es schon bevor die richtige temperatur erreicht wurde.
was tessa macht, ist wie bei meinem zweiten vorgehen. sie packt das thermometer rein, wartet ab (kaffe trinkt sie dabei natürlich nicht) und lässt sich dann den wert anzeigen.
Aus physikalischer sicht kann ich an ihrem vorgehen nicht falsches erkennen.
Nichtsdestotrotz denke ich dass sie es sich doch etwas zu kompliziert macht. habe erstmal nicht verstanden, warum ihr der normale weg zu unsicher ist, bis ich das hier gelesen hatte:
Tessa hat geschrieben:
Das digitale Thermometer ermittelt und speichert in dieser Zeit aber schon Werte (die du nicht haben willst) und hört damit unter Umständen schon früher auf, als es sollte. Der Wert, der dir am Ende angezeigt wird, kommt ohne Zeitangabe daher und könnte genausogut schon nach 30 Sekunden gemessen worden sein anstelle nach 5 Minuten.
und das hier:
Tessa hat geschrieben:
Der letzte Messwert darf auch nicht immer weiter upgedated werden, ansonten würde die Anzeige ja wieder fallen, sobald du das Thermometer herausnimmst um es abzulesen.
Dazu mal ein zitat aus der bedienungsanleitung des Domotherm:
Zitat:
Maximum-Thermometer. Der jeweils höchste Temperaturwert einer Messung wird solange angezeigt, bis das Gerät abschaltet.
Deine Sorge, dass das thermometer dir nach 5 minütiger messzeit nicht den richtigen wert anzeigt ist unbegründet. es zeigt und speichert immer den höchsten temperaturwert und der sollte dann mit sicherheit deiner körpertemperatur entsprechen (es sei denn die raumtemperatur ist höher als die körpertemperatur).
ich hoffe ich konnte mit meinem beitrag alles etwas entwirren oder zumindest nicht nochmehr verwirren.
mfg, amily
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