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 Betreff des Beitrags: Re: Was sagen denn die anderen zu Eurer NFP?
BeitragVerfasst: 20. Oktober 2010 11:00 
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NFP-Kaiserin

Registriert: 9. Mai 2005 21:57
Beiträge: 11121
Wohnort: Cosmopolitan
SarahLou hat geschrieben:
Viele Frauen wissen ja nicht, dass die NW von der Pille sind, Sanfte, das muss man auch miteinbeziehen. Meiner behauptet, er würde sie nehmen und ich glaube ihm das auch. Aber bei NW würde er sie vermutlich absetzen, ich hatte ja kaum NW.


Natürlich, die Fälle, wo die Frau den Zusammenhang nicht sieht oder keine Nebenwirkungen hat, ist was anderes. Aber es gibt ja genug, die welche haben und dann nicht absetzen. Zum einen, weil sie keine Alternative sehen, der Partner es nicht will etc.

Zitat:
Wenn mein Partner grosse Angst hat vor einer Schwangerschaft oder ihm der PI einer Methode zu hoch ist, steht es ihm natürlich frei zusätzlich zur Pille oder NFP oder ... ein Kondom zu benutzen. Das ist kein Vertrauensbruch. Wenn Du das Kondom abrollst, weil Du's besser kannst, ist das auch kein Vertrauensbruch. Aber wenn mein Partner NFP nicht vertraut, weil ich einen Kinderwunsch habe, dann vertraut er mir zu wenig. Ich bin erwachsen und wenn ich sage, dass ich akzeptiere, dass wir jetzt kein Kind wollen, dann kann ich das verhütungstechnisch auch umsetzen, da sollte er mir schon vertrauen und nicht ständig Angst haben, dass ich meine Kurve (ob nu bewusst oder unbewusst) falsch auswerte, bloss um eigentlich unfreie freie (also gefährliche) Zeit zu generieren oder sowas.
Als ich begonnen habe, die Pille zu nehmen, habe ich mit meinem Partner geredet und ganz klar gesagt, "wie's läuft", ich habe gesagt: "Schau mein Schatz, nun hängt die ganze Verhütung an mir. Ich muss an die Pille denken. Ich muss an Kontraindikationen denken. Ich muss drauf achten, ob ich nicht gek... habe oder irgendwas. Das heisst, es besteht ein gewisses Risiko für Anwenderfehler, das kein Mensch auf der Welt komplett ausschliessen kann. Wenn wir dieses Risiko tragen wollen, ist es für mich ok, ein Kind wäre für mich kein Weltuntergang. Ich will, dass WIR dieses Risiko tragen. Wenn ich schwanger werde, will ich keine Schuldzuweisungen hören. Du weisst, ich bemühe mich und ich mache es nicht extra und wo Menschen sind, da passieren Fehler. Da Du nicht immer da bist, um mich zu erinnern, fordere ich, dass wir entweder zusätzlich verhüten (Kondome) oder dass Du mir vertraust hierdrin und das Risiko eines Fehlers meinerseits GEMEINSAM MIT MIR trägst, wir sehen es also als "das Risiko bei der Anwendung der von uns gewählten Methode" und nicht als "Risiko, dass ICH etwas falsch mache"".


Da hast du Recht. Wobei man hier auch offen reden kann, so wie du, indem man das Risiko für Fehler anspricht. Dann kann der Partner immer noch entscheiden, ob er z.B. mitauswertet oder was ihm sicher genug ist (ab wann man sich freigibt, ein paar Tage zusätzlich noch verhütet).

_________________
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 Betreff des Beitrags: Re: Was sagen denn die anderen zu Eurer NFP?
BeitragVerfasst: 20. Oktober 2010 11:50 
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NFP-Gräfin

Registriert: 27. Januar 2010 19:30
Beiträge: 4308
Wohnort: Schweiz
dieSanfte, ja leider gibt es die... :-( Habe ich noch nie eingesehen, wieso man das tut, aber vielleicht habe ich zu spät mit Hormonen angefangen (und zu widerwillig), um das zu verstehen.

dieSanfte hat geschrieben:
Da hast du Recht. Wobei man hier auch offen reden kann, so wie du, indem man das Risiko für Fehler anspricht. Dann kann der Partner immer noch entscheiden, ob er z.B. mitauswertet oder was ihm sicher genug ist (ab wann man sich freigibt, ein paar Tage zusätzlich noch verhütet).

Ich persönlich finde, man sollte in jeder Beziehung klären, was passieren würde, wenn ein "Unfall" geschieht. Ich habe das leider in meiner vorherigen Beziehung zu wenig getan, weil wir nicht richtig Sex hatten (kein GV), das hat dann zu einem Riesenstreit geführt in einer bestimmten Situation. Und auf jeden Fall muss die Methode dem Sicherheitsbedürfnis BEIDER gerecht werden. *zustimm* Meiner wollte nicht mitauswerten, ich verlange das aber, weil ich nicht die ganze Verantwortung will und weil ich befürchte, dass wenn etwas passiert, der Vorwurf "Du warst schlampig, weil Du ein Kind willst" sehr schnell im Raum steht, im Affekt dahergesagt halt (dass er das nicht ernsthaft behaupten kann, haben wir ja schon bei der Pille geklärt, s. oben) und das würde ich in so einem Moment bestimmt nicht ertragen.

_________________
SarahLou und Oliver haben eine grossartige, kleine, gebärdende Tochter (03/2021) mit einem Sternengeschwister (9. Woche, 07/2017).
Statistik und Zyklusnummer sind nicht korrekt wegen diversen Unterbrüchen. Mit AVA-Armband und Geratherm unterwegs Bild


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 Betreff des Beitrags: Re: Was sagen denn die anderen zu Eurer NFP?
BeitragVerfasst: 20. Oktober 2010 11:58 
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NFP-Kaiserin

Registriert: 9. Mai 2005 21:57
Beiträge: 11121
Wohnort: Cosmopolitan
SarahLou hat geschrieben:
dieSanfte, ja leider gibt es die... :-( Habe ich noch nie eingesehen, wieso man das tut, aber vielleicht habe ich zu spät mit Hormonen angefangen (und zu widerwillig), um das zu verstehen.


Geht mir genauso, ich habe auch spät (Anfang 20) angefangen und sehr schnell die Veränderungen gemerkt, sodass ich den Zustand auch nicht akzeptieren wollte.

Zitat:
Ich persönlich finde, man sollte in jeder Beziehung klären, was passieren würde, wenn ein "Unfall" geschieht. Ich habe das leider in meiner vorherigen Beziehung zu wenig getan, weil wir nicht richtig Sex hatten (kein GV), das hat dann zu einem Riesenstreit geführt in einer bestimmten Situation. Und auf jeden Fall muss die Methode dem Sicherheitsbedürfnis BEIDER gerecht werden. *zustimm* Meiner wollte nicht mitauswerten, ich verlange das aber, weil ich nicht die ganze Verantwortung will und weil ich befürchte, dass wenn etwas passiert, der Vorwurf "Du warst schlampig, weil Du ein Kind willst" sehr schnell im Raum steht, im Affekt dahergesagt halt (dass er das nicht ernsthaft behaupten kann, haben wir ja schon bei der Pille geklärt, s. oben) und das würde ich in so einem Moment bestimmt nicht ertragen.


Wie wahr. Lustigerweise kommt man auf solche Dinge erst mit der Zeit. Ich meine, am Anfang meiner Beziehung war klar, dass man sich auf die Verhütungsmethode einigt, auch darüber redet, was im Falle eines Unfalls passiert. Aber darüber hinaus, wer welchen Beitrag leistet, ob der Partner damit klar kommt, dass bei der hormonellen Verhütung er überhaupt keine Einflussnahme hat und somit die ganze Sicherheit bei der Frau liegt, an das hätte ich so damals auch nicht gedacht. Irgendwie kommen viele Dinge erst mit der Diskussion auf - manchmal auch erst hier :mrgreen:

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