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 Betreff des Beitrags: Re: Kann mich auf NFP nicht länger verlassen...
BeitragVerfasst: 20. September 2010 20:40 
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Gesperrter User

Registriert: 19. April 2008 10:18
Beiträge: 1979
Andrea80 hat geschrieben:
Artemis64 hat geschrieben:
Was ich zu sagen versuche, was aber scheinbar schwer zu verstehen ist- es gibt immer Ausnahmen. Scheinbar ist mein Körper so,dass ich einfach nicht in das typische Schema passe, weil ich halt keinen deutlichen Temperaturanstieg habe, auch wenn ich mal Eisprung habe ( oder hatte).

Und ich, wie auch viele vor mir, haben versucht dir zu erklären, dass das wahrscheinlich nicht so ist, eben aufgrund der Tatsache, dass du vorher offenbar nicht regelkonform gemessen und ausgeklammert hast.


Moment mal, es gibt einen kleinen Prozentsatz von Frauen, die keine Temperatur-Hochlage ausbilden. Es kann also durchaus sein, wenn ihre Zyklen schon immer keine Hochlage hatten, aber nachweislich fruchtbar waren, dass das bei ihr so ist. Nachzulesen in nfp heute, Andrea80. Ich finde es schon anmassend, zu behaupten der Zyklus wäre anovulatorisch, wenn sie doch sagt dass auch ihre Schwangerschaftszyklen genauso ausgesehen haben.

Und ehrlich - ich finde es nur folgerichtig, wenn jemand zu den wenigen gehört, die keine biphasischen Zyklen haben, die Tempi irgendwann wegzulassen, sie hat ja dann keinen Informationswert.

Jetzt stellt Euch einfach mal vor, sie gehört wirklich zu dem halben Prozent oder wieviele das noch mal waren, die keine auswertbare Hochlage ausbilden. Und muss sich dann hier weiss Gott was über Wissenslücken anhören, bloss weil keiner dran denkt, dass es dieses Phänomen gibt und es somit einfach stimmen könnte....


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 Betreff des Beitrags: Re: Kann mich auf NFP nicht länger verlassen...
BeitragVerfasst: 20. September 2010 20:43 
Rein aus Interesse: Weißt du, in etwa, wo genau das steht?


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 Betreff des Beitrags: Re: Kann mich auf NFP nicht länger verlassen...
BeitragVerfasst: 20. September 2010 20:48 
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NFP-Königin

Registriert: 24. Mai 2007 08:12
Beiträge: 7551
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Liebe henna, deshalb habe ich auch geschrieben "wahrscheinlich". :roll: Denn nachvollziehen können wir es rückwirkend wohl ohne Kurven nicht mehr.

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Bayala mit weltbester Tochter 11/2010, ☆☆ im Herzen 08/2020 (10. SSW) und Rumpelsöhnchen 09/2021


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 Betreff des Beitrags: Re: Kann mich auf NFP nicht länger verlassen...
BeitragVerfasst: 20. September 2010 20:58 
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Gesperrter User

Registriert: 19. April 2008 10:18
Beiträge: 1979
Andrea80 hat geschrieben:
Liebe henna, deshalb habe ich auch geschrieben "wahrscheinlich". :roll: Denn nachvollziehen können wir es rückwirkend wohl ohne Kurven nicht mehr.


Nein, aber wenn sie schreibt dass es bei ihr früher immer so aussah und selbst ihre Schwangerschaftskurve von einer Ärztin als anovulaorisch angesehen wurde, dann würde ich es für das Wahrscheinlichste halten, dass sie keine deutlichen hochlagen ausbildet, wie sie ja auch die ganze Zeit versucht zu erklären.

Wegend er Stelle im Buch - ich habe meins gerade verliehen, versuche die Stelle gerade bei google-books zu finden, dann melde ich mich noch mal.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kann mich auf NFP nicht länger verlassen...
BeitragVerfasst: 21. September 2010 08:29 
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NFP-Prinzessin

Registriert: 16. August 2005 23:04
Beiträge: 5884
Das Phänomen ist allerdings dermaßen selten, dass es wesentlich wahrscheinlicher ist, dass die Hochlagen einfach nicht deutlich waren, was an der Messweise lag bzw. Ärzte das nicht anerkannt haben, da sie sehr kleine Anstiege oft nicht als ES anerkennen. Bei meinem Praktikum beispielsweise konnte eine Teilnehmerin keinen einzigen von 4 Zyklen auswerten, weil sie oral gemessen hat und damit keine richtigen auswertbaren Anstiege produziert hat.

EDIT: ich hätte auch gern eine Seitenangabe, wo ich das nachlesen kann.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kann mich auf NFP nicht länger verlassen...
BeitragVerfasst: 21. September 2010 10:42 
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NFP-Königin

Registriert: 24. Mai 2007 08:12
Beiträge: 7551
NFP seit: 2007
Estreya hat geschrieben:
Das Phänomen ist allerdings dermaßen selten, dass es wesentlich wahrscheinlicher ist, dass die Hochlagen einfach nicht deutlich waren, was an der Messweise lag bzw. Ärzte das nicht anerkannt haben, da sie sehr kleine Anstiege oft nicht als ES anerkennen.

Genau das war auch mein Gedanke. Und deshalb stoßen mir solche Sätze manchmal echt auf.

henna hat geschrieben:
Nachzulesen in nfp heute, Andrea80. Ich finde es schon anmassend, zu behaupten der Zyklus wäre anovulatorisch, wenn sie doch sagt dass auch ihre Schwangerschaftszyklen genauso ausgesehen haben.

Das kommt bei mir so an wie "Man bist du blöd, lies das mal nach." Ich hab das Buch gelesen und ich kenne auch das besagte Phänomen. Aber ebenso wie Estreya schon sagt, wäre das für mich aufgrund der Seltenheit die letzte Möglichkeit an die ich denken würde. Wahrscheinlich meintest du es nicht so, aber es kommt bei mir so an. *freunde*

Letztendlich bleibt alles nur Spekulation, weil wir es eben ohne die alten Kurven sowieso nicht nachvollziehen können.

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 Betreff des Beitrags: Re: Kann mich auf NFP nicht länger verlassen...
BeitragVerfasst: 21. September 2010 11:27 
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Ersthelferin a.D.

Registriert: 15. November 2008 11:48
Beiträge: 2011
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Zitat aus NfP heute S. 144:

" In der Literatur gibt es Angaben, wonach es in bis zu 20% der Fälle trotz Ovulation nicht zu einer Temperaturerhöhung kommt. Diese Temperaturkurven wurden jedoch fälschlicherweise als "monophasisch" und somit anovulatorisch fehlinterptiert. Ursachen sind:
- falsche Messtechnik
- nicht dokumentierte Störfaktoren
- mangelnde Erfahrung in der Kurveninterpretation.

In Korrelationsstudien (mit täglichem Ultraschall bzw. Hormonmessungen) konnte keine Ovulation nachgewiesen werden die nicht auch mit einer Temperaturhochlage verbunden war. "

Das ist das einzige, was ich in NfP heute dazu finden konnte. *nixweiss*

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 Betreff des Beitrags: Re: Kann mich auf NFP nicht länger verlassen...
BeitragVerfasst: 21. September 2010 11:47 
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Gesperrter User

Registriert: 19. April 2008 10:18
Beiträge: 1979
Andrea - es war nicht bös gemeint, aber mir kam Dein Kommentar eben auch richtig fies vor: sie sagt dass es immer so war und nie Anstiege zu sehen waren, nicht mal in der SS, und Du nimmst sie letztlich nicht ernst damit, dass sie recht haben könnte, und unterstellst dennoch falsches handling, das ist doch auch gemein.

Estreya - oral messen ist regelkonform - wenn man damit reproduzierbar keine auswertbaren Anstiege trotz ES hat, dann ist das so. Vielleicht klappt es besser mit anderer messweise, aber es ist ja dann erst mal nix falsch gemacht worden, und dennoch reichen die Anstiege nicht aus... das kann ja eben sein, es liegt ja nicht immer an der Messweise, den Störfaktoren oder so.

Wegen der Stelle im Buch: ich muss mein Buch wieder haben, google Books hat mich nach wenigen Seiten rausgeschmissen und zeigt den Rest nicht. Dass es dieses Phänomen gibt, ist aber nur logisch - es gibt so viele unterschiedlich starke Anstiege, frauen die immer einen halben oder ganzen Grand hochspringen und welche die nur mit Ausnahmeregeln auswerten können. Und es kann gar nicht anders sein als dass es auch einige Frauen gibt, deren Hochlage so schwach ist, dass sie mit den nfp-Regeln nicht ausgewertet werden kann.

Jede Methode hat Grenzen, auch NFP - mir kommt es manchmal so vor, als würde man sie hier im Forum nicht wahrhaben wollen. Und natürlich kann jede frau NFP auswerten und sich drauf verlassen - im Fall der Threadstarterin ja auch, wenn die Anstiege alle so sind, müsste sie ja "nur" dauernenthaltsam leben, könnte dann aber NFP anwenden... nur wozu dann noch? Als Verhütungsmethode eben nicht.

Und wenn die Periode ca. 14 Tage nach dem per S-höhepunkt identifiziertem potenziellem ES-Termin einsetzt, ist es m.E. wahrscheinlicher dass ein ES vorgelegen hat als dass die Kurve anovulatorisch ist und die Blutung nur rein zufällig ausgerechnet zum erwarteten zeitpunkt kam. Die Messwerte fand ich jetzt auch nicht sehr zackig oder gestört...

Vielleicht wird es helfen, rektal zum messen - wenn sie denn wirklich unbedingt nfp machen will. Vielleicht liegen aber auch wirklich andere Besonderheiten vor, die dazu führen, dass die Hochlage nicht so ausgeprägt ist... also wenn selbst in der SS keine zu sehen war...


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 Betreff des Beitrags: Re: Kann mich auf NFP nicht länger verlassen...
BeitragVerfasst: 21. September 2010 14:14 
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NFP-Prinzessin

Registriert: 16. August 2005 23:04
Beiträge: 5884
Dann ist mein Gedächtnis doch nicht falsch, denn diese Stelle in N&S beschreibt kein "Phänomen" sondern lediglich Möglichkeiten wie Messweise und Störfaktor, die man ändern kann - da steht nicht, dass der Körper ein Hormon produziert, dass die Temp biologisch erhöht und der Körper das dann aber doch nicht macht (jetzt mal ganz vereinfacht ausgedrückt). So etwas hätten wir nämlich in der Ausbildung lernen müssen, haben wir aber nicht.

Henna, zwar ist die orale Messung regelkonform - und sie hätte dank mangelnder Freigabe auch zu 100% so nicht schwanger werden können - aber nicht für jede Frau geeignet. Ich hab diese Kurven bei meiner Prüfung vorlegen müssen und man hat eindeutig sehen können, dass die Zyklen biphasisch sind, eben durch die für sie falsche Messweise nicht auswertbar. Durch einzelne Absacker war deutlich sichtbar, dass an den Tagen vermutlich mit offenem Mund geschlafen wurde. Vaginal oder rektal hätte man bei ihr eine Verbesserung erzielt, da die Kurve eben durch diese 1,2 Werte nicht mehr auswertbar wurde.

Da man auch einen Anstieg von nur 0,05 schon auswerten kann, ist das Argument auch hinfällig, dass es auch Frauen geben soll, die so etwas nichtmal haben. So etwas wäre in all den Jahren NFP-Forschungsarbeit wenigstens einmal vorgekommen. Das müsste dann ja zudem auch noch öfter, und nicht nur einmal im Leben etc. vorkommen, damit NFP hinfällig wird.

Dass es aber Personen gibt, die biologisch falsch funktionieren und überhauot keine Anstiege der Körpertemperatur vorweisen, wenn ein ES stattfindet - so etwas habe ich noch nie gelesen und wurde in dem Thread offensichtlich erfunden.

Es ist ja recht offensichtlich, dass bei falscher Messweise und komplett fehlenden Kenntnissen ein Anstieg nicht nachweisbar oder interpretierbar ist.

Das Argument, dass es solche Wunderfrauen geben soll finde ich ähnlich stichhaltig wie die, dass es eben doch mehrere Eisprünge im Zyklus geben kann, die mehrere Tage auseinanderliegen und andere Mythen, die biologisch keinen Sinn machen, aber als Argument genommen werden, um 1. die Methode anzuzweifeln oder 2. mangelnde Regelkenntnisse zu vertuschen, indem man sich selbst als biologische Ausnahme darstellt. Fast alles lässt sich ganz einfach erklären.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kann mich auf NFP nicht länger verlassen...
BeitragVerfasst: 23. September 2010 20:15 
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Hochlagenjunkie

Registriert: 10. August 2010 04:29
Beiträge: 552
Zitat:
sie sagt dass es immer so war und nie Anstiege zu sehen waren, nicht mal in der SS, und Du nimmst sie letztlich nicht ernst damit, dass sie recht haben könnte, und unterstellst dennoch falsches handling, das ist doch auch gemein.


ich fande das ehrlich gesagt gar nicht gemein. *kopfkratz*
da ist eine userin die immer wieder behauptet NFP würde bei ihr nun mal nicht funktionieren. wie es aber bei den meisten sachen ist sind nicht die geräte/methoden schuld sondern die anwenderin. oder sagen wir mal nicht "schuld" sondern es funktioniert einfach nicht weil massive unsicherheiten bestehen..
da finde ich es logischer mal drauf hinzuweisen, dass es noch andere möglichkeiten gibt, doch noch auswertbare kurven zu bekommen als sie darin zu bestärken dass sie ein medizinisches phänomen ist.
*ärgern*
was artemis schließlich daraus macht, ist ja dann ihr ding. es zwingt sie ja keiner NFP zu betreiben.
aber wenn sie es machen möchte, ist es ja nur notwendig sie auf "fehler" oder "unsicherheiten" oder wenns wirklich nur am messort liegen sollte auf solche kleinigkeiten hinzuweisen.

aber mal was ganz andres: im eingangsthread schrieb artemis was von starker gelbkörperschwäche und erhöhtem prolaktinwert.. gibt es denn vllt hormonstörungen o.ä. die dafür sorgen dass man einen eisprung hat aber keinen temperaturanstieg?


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 Betreff des Beitrags: Re: Kann mich auf NFP nicht länger verlassen...
BeitragVerfasst: 25. September 2010 23:00 
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Moderatorin

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Beiträge: 12768
NFP seit: Juli 2005
Leuchttürmchen hat geschrieben:
Zitat aus NfP heute S. 144:

" In der Literatur gibt es Angaben, wonach es in bis zu 20% der Fälle trotz Ovulation nicht zu einer Temperaturerhöhung kommt. Diese Temperaturkurven wurden jedoch fälschlicherweise als "monophasisch" und somit anovulatorisch fehlinterptiert. Ursachen sind:
- falsche Messtechnik
- nicht dokumentierte Störfaktoren
- mangelnde Erfahrung in der Kurveninterpretation.

In Korrelationsstudien (mit täglichem Ultraschall bzw. Hormonmessungen) konnte keine Ovulation nachgewiesen werden die nicht auch mit einer Temperaturhochlage verbunden war. "

Ich finde auch nur das in NFP heute und vor allem der letzte Satz lässt mich daran zweifeln, dass an anderer Stelle etwas gegenteiliges steht. Daher wäre ich wirklich an hennas Zitat interessiert. Ich hab übrigens die 4. Auflage von 2008 hier liegen.

_________________
Saruman believes it is only great power that can hold evil in check, but that is not what I have found. I found it is the small everyday deeds of ordinary folk that keep the darkness at bay. Small acts of kindness and love - Gandalf (aus The Lord of the Rings von J. R.R. Tolkien)


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 Betreff des Beitrags: Re: Kann mich auf NFP nicht länger verlassen...
BeitragVerfasst: 25. September 2010 23:55 
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neu hier

Registriert: 10. Januar 2010 11:24
Beiträge: 32
jetzt schick ich meinen schon länger verfaßten Entwurf doch noch ab, einfach weil mich das Thema interessiert:
ich war mir sehr sicher das ich es hier im Forum schon einmal "offiziell" gelesen habe, bin aber nicht gleich draufgekommen wo.

NFP-FAQ
Bei dieser FAQ-Liste sind alle Angaben ohne Gewähr. Sie erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ersetzen z.B. nicht die Lektüre geeigneter Literatur, die wir nach wie vor für unerlässlich zum Erlernen der NFP-Methode halten! Die genauen Auswertungsregeln sollten also diesen Büchern entnommen werden oder/und ein Kurs mit geschulten BeraterInnen absolviert werden.
Das Moderatoreninnenteam

17. Gibt es einen Eisprung ohne Hochlage?
Durch das ausgeschüttete Progesteron des Gelbkörpers wird die Körpertemperatur leicht erhöht. Bei manchen Frauen ist die Temperaturdifferenz lediglich sehr niedrig und ohne Ausklammerung der Störfaktoren kann somit leicht eine Hochlage übersehen werden und der Zyklus ungerechtfertigt als infertil deklariert werden. In extrem seltenen Fällen reagiert der Körper gar nicht auf das Progesteron und produziert trotz Eisprung keine Hochlage

Interessant wäre jetzt die Quelle - ich war bisher der Meinung es schon mal in Fachliteratur gelesen zu haben, bin jetzt aber nicht mehr überzeugt davon, habe wohl das nfp-forum und diverse andere I-net-Quellen als Fachliteratur angesehen ;-)

Natürlich heißt das nicht, das es dann auf Artemis zutreffen würde, zumal sie ja anscheinend nicht nach den Regeln der NFP ausgewertet hat und die Frauenärzte andere Temperaturanstiege voraussetzen als es bei den Regeln nach NFP der Fall ist, aber zu 100% auschließen würde ich es gerade aufgrund Ihrer Hypophysenerkrankung auch nicht, aber dazu fehlen mir die Fachkenntnisse.
Es wäre jedoch sicher nochmal wert eine Kurve zu führen, gleiche Meßzeiten, anderer Meßort, längere Messdauer etc., ob sich dann nicht doch 2 Phasen rauskristallisieren. Aber sie schreibt ja selber das sie sich diese Konsequenz nicht zutraut, bzw. es auch nicht möchte

Das Zitat aus NFP heute wurde von Leuchttürmchen nicht vollständig wiedergegeben
Der Abschnitt in NFP heute: In Korrelationsstudien... geht unmittelbar danach so weiter:
Bei richtiger Kurveninterpretation liegt der Anteil der monophasischen Zyklen mit lediglich 2-3% im physiologisch zu erwartenden Bereich.

Allerdings ist mir nicht klar wie dieser Satz zu verstehen ist. Im unmittelbarem Zusammenhang zum vorhergehenden Text würde ich meinen das 2-3% der Zyklen mit Eisprung monophasisch sein könnten.
oder aus dem Zusammenhang gerissen: es können ganz allgemein 2-3 % aller Zyklen monophasisch, also ohne Eisprung sein.
Bitte haut mich jetzt nicht, ich bin ganz einfach nur am Thema "sind Eisprünge ohne Temperaturanstieg möglich" interessiert. An die anderen genannten Mythen glaube ich auch nicht, bei diesem Thema bin ich mir (noch) unsicher, aber inzwischen schon fast von Estreyas Argumenten überzeugt, obwohl ich vorher doch von Hennas Argumenten überzeugt war, hm.
Die Gefahr das sich einige mit einer nicht auswertbaren Kurve (aus welchen Gründen, Fehlern auch immer) und mangelnder Bereitschaft sich genauer mit den Regeln auseinanderzusetzen und diese zu befolgen, sich als genau dieses biologische Wunder sehen könnten besteht natürlich - leider.
Komischerweise taucht genau dieser Satz (in extrem seltenen Fällen reagiert der Körper gar nicht auf das Progesteron) in der gleichen Formulierung immer wieder im i-net auf, wobei ich mich frage, hat hier aus dem Forum jemand von anderen abegeschrieben worden, oder haben andere von hier abgeschrieben.

Wenn die Quintessenz ist, das es Eisprünge ohne Temperaturanstieg nicht gibt, gehört dieser eine Satz aus den FAQ`s gestrichen!?, da dies einmal hier im Forum gelesen, doch irgendwie im Hinterkopf hängen bleibt und als Tatsache gesehen wird und vielleicht gerade von denen die sich nicht so genau mit den Regeln befassen auf sich selbst bezogen wird.
Es spielt für mich selber keine Rolle, aber auf die Idee überhaupt bin ich nur durch das wiederholte Lesen des Satzes "in extrem seltenen Ausnahmen....", eben unter anderem auch hier in den FAQ`s gekommen.
Mir ist schon klar das es für die Verwendung von NFP keine Rolle spielt, da bei nicht ausgewerteter Kurve einfach nicht von einem Eisprung ausgegangen werden kann.

Liebe Grüße - nix für ungut - Selma

PS: habe jetzt mal bei google eingegeben: in extrem seltenen Ausnahmen reagiert der Körper gar nicht auf das Progesteron, interessant was dabei alles herauskommt. Ich habe jetzt nur mal beim hier gefundenen forum go feminin nachgeschaut und prompt da bezieht sich eine Schreiberin auf das nfp-forum.de

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 Betreff des Beitrags: Re: Kann mich auf NFP nicht länger verlassen...
BeitragVerfasst: 26. September 2010 00:41 
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NFP-Prinzessin

Registriert: 16. August 2005 23:04
Beiträge: 5884
Ich wage mal vorsichtig zu behaupten, dass die Schreiberin das "erfunden" hat, einfach aus Vorsicht, etwas mit Absolutsheitsanspruch zu behaupten.

Das ist eigentlich dasselbe wie die Behauptung, es gäbe 2 Eisprünge im Zyklus, die nicht direkt aufeinanderfolgen. Biologisch kann das nicht sein, weil ein 2. Eisprung hormonell verhindert wird und es gab auch noch nie einen solchen Fall, weil es einfach keinen Sinn macht. Vergleichbar mit der Schwerkraft oder anderen wissenschaftlich "wasserdichten" Fakten - das einzige Argument wäre dann, dass in 10000 Jahren ein Stein auch mal aufwärts fallen kann.

Was die 2-3% angeht, da haben wir in der Ausbildung gelernt (die ja von den Autoren von N&S und NFP Heute durchgeführt wurde), dass in den Studien so viele Zyklen prozentual monophasisch waren und sie dann von der Zahl auf die Allgemeinheit bezogen ausgehen. Das war und ist deswegen so wichtig, weil Ärzte oft den Frauen damit verunsichern, dass sie keine ES hätten, weil der bis ZT 15 nicht erfolgt war, oder weil sie geringe Anstiege nicht anerkennen etc. Die Zahl sollte zeigen, dass monophasische Zyklen generell eigentlich sehr selten auftreten - hat aber mit der Frage hier im Thread wiederum eigentlich nichts zu tun.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kann mich auf NFP nicht länger verlassen...
BeitragVerfasst: 26. September 2010 01:16 
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Ersthelferin a.D.

Registriert: 15. November 2008 11:48
Beiträge: 2011
NFP seit: 11/08
Selma hat geschrieben:
Das Zitat aus NFP heute wurde von Leuchttürmchen nicht vollständig wiedergegeben
Der Abschnitt in NFP heute: In Korrelationsstudien... geht unmittelbar danach so weiter:
Bei richtiger Kurveninterpretation liegt der Anteil der monophasischen Zyklen mit lediglich 2-3% im physiologisch zu erwartenden Bereich.

Allerdings ist mir nicht klar wie dieser Satz zu verstehen ist. Im unmittelbarem Zusammenhang zum vorhergehenden Text würde ich meinen das 2-3% der Zyklen mit Eisprung monophasisch sein könnten.
oder aus dem Zusammenhang gerissen: es können ganz allgemein 2-3 % aller Zyklen monophasisch, also ohne Eisprung sein.

Das Zitat war inhaltlich vollständig. Es ergibt ja schon aus der Logik des Zusammenhanges, dass hier nicht gemeint sein kann, dass bei 2-3 % aller monophasischen Zyklen trotzdem einen ES stattgefunden hat, denn:
Leuchttürmchen hat geschrieben:
In Korrelationsstudien (mit täglichem Ultraschall bzw. Hormonmessungen) konnte keine Ovulation nachgewiesen werden die nicht auch mit einer Temperaturhochlage verbunden war. "


Welche Grundlage die Aussage in den FAQ hat, würde mich trotzdem interessieren.

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 Betreff des Beitrags: Re: Kann mich auf NFP nicht länger verlassen...
BeitragVerfasst: 26. September 2010 11:11 
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nicht mehr ganz so neu

Registriert: 17. November 2008 18:51
Beiträge: 62
ich möchte aber dazu anmerken, dass die Threadstellerin 45 ist, also in einer Zeit wo die Wechseljahre so langsam anfangen sich bemerkbar zu machen.
Typisch ist, dass ab dem Alter immer seltener ein ES stattfindet, manchmal vllt monatelang nicht. Nun bedeutet kein ES zwar, dass eine Frau da nicht schwanger werden kann, aber es findet dann auch keine auswertbare Hochlage statt und somit keine Freigabe. Dazu kommt noch das Problem, dass der ES dann im folgenden Zyklus vllt auch mal früher auftreten kann, oder je nach Zyklusschwankungen auch mal völlig außer der Reihe. Dann wäre die Schleimbeobachtung der einzigeste Faktor, das rechtzeitig zu erkennen.
Ich denke deswegen, dass sich Nfp in der Zeit der Wechseljahre nur bedingt anwenden läßt. Andererseits nimmt die Fruchtbarkeit ab 40 oder 45 stark ab und ist mit 45 bis 50 nur noch ganz geringfügig vorhanden, ab 50 meist gar nicht mehr. Somit braucht man auch nicht unbedingt mit Kanonen auf Spatzen zu schießen, sozusagen. Auch ist in dem Alter angeblich nur noch jedes 8. Ei überhaupt befruchtungsfähig, wobei im Falle einer Befruchtung auch Fehlgeburten sehr häufig sind. Aber gerade dies möchte eine Frau mit Verhütung auch verhindern.

Ich finde es deswegen sinnvoll, durchweg eine Barrieremethode anzuwenden und Nfp vllt nur zur Zyklusbeobachtung zu machen. Wenn eine Frau aber weiterhin große Schwangerschaftspanik hat, würde ich ein Gynefix oder Spirale, vllt auch eine Hormonspirale oder Nuva-Ring nehmen.


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