henna hat geschrieben:
Der iButton misst nicht auf 0,5°C genau, und da die Methode auf einer solchen Messung aufbaut, kann ich verstehen, dass die AG kein Interesse hat die Richtlinien dafür aufzuweichen un dann alles noch mal zu untersuchen, um die Sicherheit zu belegen. Und das sage ich als jemand, der meist mit nur einer Nachkommastelle misst

Womit wir wieder beim Thema wären - das Buch ist nur eine Richtlinie, ich bin mir sicher dass für meine Wenigkeit eine Binnendifferenziertung des MuMu zum beispiel sicherer wäre, als alles andere - sieht die Methode aber nicht vor

dafür wird dort auf einem Photo dehnbarer Schleim gezeigt und als S eingestuft, während im Text steht, dehnbar ist S+.... So ist es halt

Denken muss man immer noch selbst.
Der iButton misst sehr wohl auf 0,5°C genau. Nur nicht auf 0,05°C. Man muss keine Richtlinien dafür aufweichen, man muss nur die Forderung für die 3.hM verschärfen (das ist meiner Meinung nach eher das Gegenteil zum Aufweichen) oder ein Zykusblatt mit anderer Skalierung verwenden. Liegt mit mathem. Beweisführung alles vor, solche Zyklusblätter gibt es ebenfalls bereits. Zudem könnte man die Genauigkeit des iButtons verändern, wenn denn klar wäre, dass es einen Markt dafür gibt. Das muss aber Hand in Hand gehen.
Ich weiß auch, wie man promoviert. Und die Betreuung einer Dissertation kostet nicht jeden Doktorvater besonders viel Zeit. Ob das optimal ist, ist was anderes. Aber gerade die Tatsache, dass oft nicht geantwortet wird auf Anfragen ist schon komisch.
(Eine Bekannte hatte eine NFP-Beraterin, die auf der HP für ihre Region angegeben war, angeschrieben und nach einem Kurs gefragt. Reaktion: keine. Es ist nicht einmal bekannt, ob sie die Anfrage per E-Mail je gelesen hat.)
Es gäbe hier so viele Frauen, die sich bereitwillig zur Verfügung stellen würden für Studien zum iButton, die ihre Kurven zur Diskussion stellen, und die Wirklich Interesse daran hätten, wenigstens mal ein offenes Ohr und Diskussionbereitschaft zu finden. Wenn mit guten Argumenten dagegen argumentiert werden kann, dann ist das ja auch was wert.
So ist und bleibt die Anwendung des iButton einfach Auslegungssache nach persönlichem Ermessen. Genau wie der Umgang mit niedrigen Temperaturwerten, die nicht ausgeklammert werden sollen, Schleimqualitäten, die nicht in die Kategorisierung passen, ZS in der Unterwäsche, der in seiner Qualität nicht bewertet aber eben doch auch nicht ignoriert werden darf, das persönliche TL-Niveau und das Auswerten mit weniger als 6 Temperaturwerten. Ebenso die Binnendifferenzierung: "immer deutlich nach ehM" ist doch keine konkrete Angabe. Körperverständnis lässt immer Interpretationsspielraum.
Ich bin froh, dass es die STM gibt und dass die AG NFP sie zu einer wissenschaftlich fundierten Grundlage für "Verhütung" (ist ja eigentlich keine, sondern eine Beobachtungsform) gemacht hat. Aber warum stellen sich offenbar immer Ärzte (entschuldigung an alle die ich jetzt persönlich treffe) quer, wenn es um die Diskussion ihres einmal erworbenen Wissens geht? (sorry, ist etwas lang geworden.)