sternchen_83 hat geschrieben:
Ich war heute bei der Frauenärztin, zu der ich schon seit Jahren gehe, allerdings jetzt zum ersten Mal, seit ich NFP mache. Wie sie zum Thema Verhütung mit NFP steht, weiß ich nicht, da ich es ja nur zur Zyklusbeobachtung mache. Aber ich habe ihr erzählt, dass ich meinen Zyklus mit Hilfe der symptothermalen Methode beobachte, da wusste sie sofort, was ich meine. Auch als ich erzählte, dass meine HL immer nur 10 - 11 Tage lang ist und ich vor der Mens Schmierblutungen habe, war ihr sofort klar, worum es geht. Sie erklärte mir, dass in der 2. Zyklushälfte Progesteron ausgeschüttet wird und dadurch die Temperatur ansteigt (das wissen wir hier natürlich alle

). Eventuell hätte ich eine leichte GKS, das wäre aber erst bei Kiwu wichtig und dann könnte man es problemlos behandeln.
Ich hatte am Anfang von der Arzthelferin einen Zettel mit möglichen Igel-Leistungen bekommen (Ultraschall, HPV-Test, Test auf Blut im Stuhl etc.), den die Ärztin dann mit mir durchsprach. Sie hat mich zu nichts gedrängt, sie sagte nur, sie müsste auf diese Untersuchungen hinweisen, damit sie später nicht verklagt werden kann, wenn z.B. Eierstockkrebs nicht entdeckt wurde, weil man keinen Ultraschall gemacht hat. Ihre persönliche Einschätzung war wohl auch, dass diese Zusatzuntersuchungen im Normalfall nicht notwendig sind. Ultraschall sollte man mal irgendwann machen, aber in meinem Alter wäre es sehr unwahrscheinlich, dass da etwas Schlimmes wäre. Und den HPV-Test hielte sie auch eher für sinnvoll, wenn der Abstrich auffällig wäre.
Sie hat mich nur gebeten, zu unterschreiben, dass ich über die möglichen Untersuchungen aufgeklärt wurde, aber ohne jeglichen Druck, eine dieser Zusatzleistungen zu machen.
Ich hatte mir aber schon vor der Untersuchung überlegt, dass ich gerne mal einen Ultraschall machen lassen würde, weil das bei mir noch nie gemacht wurde und ich neugierig war. Außerdem hatte ich vermutlich gestern meinen ES, da wollte ich gerne mal wissen, ob man was davon sieht. Der Ultraschall hat 35 Euro gekostet, aber das war es mir wert.
Sie hat dann den Ultraschallkopf in die Scheide eingeführt und mir genau erklärt, was man auf dem Bildschirm sah. Zuerst hat sie mir die Gebärmutter gezeigt, inkl, aufgebauter Schleimhaut, dann sogar kurz meinen Darm, der richtig am Arbeiten war (da bewegte sich alles), die Arterien (die sah man auch pulsieren) und dann nacheinander beide Eierstöcke. In beiden sah man jeweils 2 - 3 dunkle Flecken, das waren Follikel. Und rechts war ein ziemlich großer, daher sagte sie, mein Eisprung sei wohl rechts gewesen. Total spannend, dafür geb ich auch gerne mal die 35 Euro aus, obwohl das eigentlich viel Geld für mich ist.

Ach ja, noch ein Pluspunkt: man kriegt meistens ziemlich schnell einen Termin (Wartezeit nur ca. eine Woche).
Adresse:
Dr. Elisabeth Schmidt-Recker
Clemens-August-Str. 40
53115 Bonn
Tel.: 0228/2618150
Also, zu der Frau Schmidt-Recker muss ich leider sagen, dass ich da gar keine guten Erfahrungen gemacht habe. Ich kam mit drei Sachen zu ihr: ein Mal die Frage nach alternativen (wenn möglich ohne Hormone) Verhütungsmethoden, und zum anderen weil ich recht unregelmäßige Zyklen und auch häufig mit Infektionen zu kämpfen hatte.
Mir wurde der NuvaRing angedreht, weild er ja viel besser sei als die Pille, eine andere Möglichkeit hätte ich nicht. Und vor allem bekäme man damit meine unregelmäßigen Zyklen in den Griff

das hat meinen Zyklus weiter kaputt gehauen, ich hab die Lust am GV verloren und die Infektionen wurden schlimmer

Ich hatte immer üble Schmerzen bei den Untersuchungen, aber ihrer Meinung nach war da alles vollkommen in Ordnung, ich sei lediglich verkrampft (tja, versucht mal entspannt zu sein wenn es sich bei der Untersuchung anfühlt, als wenn jemand mit ner Zange die Haut einklemmt...). Nie wurde ein Wort über NFP verloren, darauf bin ich nachher selber gekommen, als ich im Alleingang entschieden habe den NuvaRing wieder abzusetzen. Und ich bin ca. ein Jahr lang wegen der Infektionen ständig mit Antibiotika vollgepumpt worden... auch sehr toll.
Ich bin dann zu Frau Dr. Ursula Stier gekommen (
http://www.bbzbn.de/), eine wirklich nette und sehr einfühlsame Ärztin. Ich hatte mittlerweile wirklich Horror vor den Untersuchungen. Sie hat dann festgestellt, dass ich an einer starken Stenose litt (Verengung der Vagina), die im Endeffekt die Schmerzen bei der Untersuchung verursachte und an den ständigen Infektionen schuld war.
Ob sie sich mit NFP auskennt kann ich nicht sagen, weil ich zu dem Zeitpunkt das selbst schon gut im Griff hatte dass ich dazu keinen Rat eingeholt habe (wenn komme ich eh hier her oder lese nach ;) ). Aber mir wurden nie hormonelle Verhütungsmittel aufgedrängt, soviel kann ich sagen. Und da sie wirklich jemand ist die auf die Patientin eingeht kann ich mir sehr gut vorstellen, dass sie demgegenüber zumindest aufgeschlossen ist, sofern sie es nicht vielleicht doch gut kennt.
Die Untersuchungen waren - auch vor der OP - immer sehr vorsichtig, und sie hat immer alles genau erklärt, dementsprechend habe ich mich gut aufgehoben gefühlt.
Hier ist nochmal der Link zu allen Informationen, es ist eine Gemeinschaftspraxis - den Herrn Dr. Schäfer hab ich nur im Krankenhaus gesehen und mit ihm gesprochen, er wirkt aber auch sehr nett.
http://www.bbzbn.de/ (ist auch in Bonn, allerdings in Beuel, 2 Min. Fußweg vom Konrad-Adenauer-Platz weg)
Ach ja - die Sprechstundenhilfen und Arzthelferinnen sind auch alle wirklich nett. Und die Einrichtung dort ist auch ziemlich modern, die Behandlungsstühle sind z.B. so ausgerichtet, dass man sich eigentlich gar nicht großartig verkrampfen kann
