Ich habe im Buch "Liebe, Licht und Lippenstift" vom Chemiker John Emsley etwas interessantes über den Unterschied zwischen Allergien und Intoleranzen gelesen. Da es mir nie klar war, zitiere ich mal:
John Emsley hat geschrieben:
Unsere Nahrung besteht aus Nährstoffen und Nichtnährstoffen (Xenobiotika). Auf erstere können wir allergisch reagieren, gegenüber letzteren können wir Unverträglichkeiten entwickeln. Die jeweilige Antwort unseres Körpers ist genetisch bedingt. [...]
Die Veranlagung, ein Allergie zu entwickeln, ist genetisch bedingt. Die Allergie kommt zum Ausbruch, wenn man dem Allergen - oft einem alltäglichen Stoff - ausgesetzt wird. [...] Je häufiger das Allergen, desto wahrscheinlicher ist es, dass ein Teil der Bevölkerung aufgrund der genetischen Disposition allergisch reagiert.
Auf Lebensmittel trifft dies ebenso zu: Am wahrscheinlichsten sind Allergien auf Grundnahrungsmittel. [...]
Rund 90 % aller Narungsmittelallergien werden von Eiweißen verursacht, besonders von Proteinen in Milch, Eiern, Fisch, Krabben, Shrimps, Hummer, Erdnüssen, Sojabohnen und Weizen. [...]
Eine allergische Reaktion ist unabhängig von der Menge des aufgenommenen Allergens: Schon winzigste Mengen können lebensbedrohlich wirken. Die Reaktion des Körpers auf Xenobiotika hingegen ist unmittelbar mit der aufgenommenen Menge verknüpft. Je mehr von einem solchen Stoff in den Körper gelangt ist, umso mehr müssen wir sie wieder loswerden, und wenn alle Verteidigungsreserven erschöpft sind, werden wir gegebenenfalls krank. Bei allen Toxinen gibt es eine Grenzwerte für eine schädigende Wirkung. Versuche, sämtliche Stoffe zu meiden, die eine Unverträglichkeit auslösen könnten, sind jedoch völlig sinnlos - man sollte möglichst genau wissen, auf welche Substanzen man empfindlich reagiert.
Mir ist nur nicht klar - da man gegen Laktose intolerant wird, zählt das dann für den Körper als Nichtnärstoff?
Ansonsten ist mir jetzt klar, warum Erdnussallergiker mehr aufpassen müssen als Laktoseintolerante.
