Heute war in unserer Provinzzeitung anläßlich des 50. Geburtstags der Pille
dieser Artikel, der offenbar auf dpa- und BZgA-Informationen beruht und deshalb vermutlich einige Verbreitung im Blätterwald findet. Unter der Überschrift "Siegerin, aber nicht ohne Alternative" (wobei sich "Siegerin" auf die Beliebtheit der Pille bezieht) wird ein Überblick über Verhütungsmethoden gegeben (Pille & Nuvaring, Kondom & Femidom, Kupferspirale, Hormonspirale, Hormonimplantat & Dreimonatsspritze, NFP & Verhütungscomputer), der knapp, aber meiner Meinung nach korrekt die Vor- und Nachteile der einzelnen Methoden darstellt. Einzig Dia & Portiokappe fehlen. Zu NFP steht dort:
Zitat:
Bei NFP misst die Frau jeden Morgen direkt nach dem Aufwachen ihre Körpertemperatur und trägt sie auf einem Kurvenblatt ein. Aus dem Verlauf der Kurve lassen sich die fruchtbaren Tage bestimmen. Ergänzend wird der Gebärmutterhalsschleim untersucht. An den fruchtbaren Tagen muss mit einer anderen Methode verhütet werden. NFP setzt voraus, dass Frauen Lust haben, sich intensiv mit ihrem Körper zu beschäftigen, sagt Pott. Interessierte sollten sich vorher ausführlich beraten lassen. Die Sicherheit hängt von der korrekten Anwendung ab.
Klarer Bezug zur symptothermalen Methode also, keine Fehlinformation à la "regelmäßiger Zyklus nötig", nicht als grundsätzlich unsicher dargestellt

.
Zum Verhütungscomputer heißt es:
Zitat:
Bei der Verhütung mit Hormoncomputern messen Frauen über Teststäbchen die Konzentration eines bestimmten Hormons im Morgenurin. Daraus errechnet der Computer die fruchtbaren Tage. Das Problem: Spermien können fünf bis neun Tage überleben, sagt Sonnleitner-Doll. Wer kurz vor den fruchtbaren Tagen Sex hatte, kann daher schwanger werden.
Auch ein

für den Hinweis auf die geringere Sicherheit des Computers. Wobei man natürlich den letzten Satz auch auf NFP beziehen kann, aber auch da ist es ja nicht falsch (wenn auch durch die Regeln minimiert).
Insgesamt finde ich das ein positives Beispiel sachlich ausgewogener Information über Verhütungsmethoden und hoffe, das macht Schule.