ich bereue es, zu Pillenzeiten noch kein Kopfschmerztagebuch geführt zu haben. Bzw. nur im Januar 09, wo ich dann auch die Pille abgesetzt habe. Definitiv war es seitdem nie wieder so schlimm. Ich habe mich ja immer bemüht, an max. 10 Tagen im Monat Tabletten zu nehmen (wollte keinen Schmerzmittelkopfschmerz riskieren) - im Januar hat das nicht geklappt. Wie oft es da nun genau war weiss ich leider nicht mehr, die Kopie liegt beim Arzt.
Danach wurde es definitiv besser. Ich bin so durchschnittlich bei 6 Attacken im Monat, wobei da zu betonen ist, dass es atypische Migräne ist, d.h. sie legt mich zwar lahm und dauert unbehandelt mind. 12 Stunden und ich würde so auch garantiert nicht aus dem Haus können/wollen, aber ich muss mich nicht übergeben und bin weder licht- noch lärmempfindlich (zum Glück!!) - ist also längst nicht so schlimm wie bei anderen (was ich auch sehr zu schätzen weiss).
Ausnahme ist dieser Monat, weiss nicht, ob das mit den Hormonen zu tun hat, war ja mein erster Eisprung - in diesem Zyklus, bisher 10 Tage lang, hatte ich bereits 5mal Migräne, was also ziemlich ungewöhnlich ist bei mir.
ich bin sehr glücklich mit meiner Medikation - Rizatriptan, 10mg. Hilft perfekt. Ich habe recht lange gebraucht, bis ich zum Arzt konnte, und bis dahin hatte ich mich quer durchs ganze Schmerzmittelsortiment "gekämpft" und war dann am Schluss bei Tramadol, weil einfach nichts anderes mehr übrig blieb. Anfangs hat jeweils alles gut gewirkt und dann nach einiger Zeit musste ich die Dosis erhöhen - nur geht das natürlich nicht endlos. Der Arzttermin kam gerade rechtzeitig, nachdem schon die 150mg Tramadol als Initialdosis kaum Linderung brachten...
Das Triptan vertrage ich einwandfrei. Manchmal wird die Mundregion ein bisschen taub, aber das stört nun wirklich nicht.
Zusätzlich täglich 400mg Vitamin B2. Geplant war auch Magnesium mit einer hohen Zieldosis, 30mmol, bei diesem Präparat waren das umgerechnet mehr als 700mg, was natürlich eine ganze Menge ist. Nachdem ich schon mit 10 bzw. teilweise sogar mit 5mmol Probleme hatte (Durchfall), habe ich den Versuch nach ein paar Wochen abgebrochen.
Ich hoffe, dass es jetzt nicht wieder häufiger wird. Prophylaxebehandlung wäre doof bei mir, habe ja noch andere Medikamente...
...was ich noch sagen wollte: Kann jedem, der denkt, Migräne zu haben, nur den Gang zum Arzt empfehlen. Es gibt auch spezielle Kopfschmerzsprechstunden. Ich habe mich mind. 2 Jahre lang damit rumgequält, denn weil mir die "typischen" Symptome fehlen, habe ich mich nicht getraut, trotzdem zum Arzt zu gehen (bin auch prompt mal nicht ernst genommen worden..). Im Nachhinein betrachtet war das einfach sowas von unnötig. Ich wurde dann zur Kopfschmerzsprechstunde überwiesen - halbes Jahr Wartezeit und das hat sich echt gelohnt, weil die sich alle Zeit der Welt genommen haben und mir geglaubt haben. Also - nicht so lange warten. Je nach Diagnose kann man einfach besser und vor allem effektiver behandeln.
Oh, was mich noch interessieren würde: Hat jemand mal Akupunktur probiert? Habe mir das ja mal überlegt, aber ich war bereits einmal wegen was anderem in Behandlung und das hat absolut gar nichts gebracht.
