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 Betreff des Beitrags: Ist ein Menscup wirklich besser für die Umwelt?
BeitragVerfasst: 5. November 2009 16:52 
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neu hier

Registriert: 20. September 2009 20:03
Beiträge: 41
Vielleicht kennt ihr die Diskussion zu Tetrapak und Pfandflaschen..... Manche sagen, Tetrapak wäre im Endeffekt sogar besser für die Umwelt, weil das Reinigen der Flaschen sehr viel Energie in Anspruch nimmt und Reinigungsmittel verwendet werden.

Ich benutze seit neustem den Mooncup, dank des Forums hier. Ich war auch überzeugt davon, dass er besser sei für die Umwelt, da weniger Müll produziert wird......

Jetzt beim Benutzen fällt mir auf:

- Das Auskochen verbraucht Strom.
- Wenn ich den Mooncup ausgeleert habe, kann ich nicht die Wassersparvariante der Klospülung benutzen, da das Blut sonst nicht verschwindet. => grösserer Wasserverbrauch, pro Menstag mindest. 6 Liter.
- Dann wische ich den Mooncup mit Klopapier aus => Papierverbrauch, der etwa so gross ist, wie das, was ich für das Einwickeln eines Tampons brauche, bevor ich es in den Mülleimer schmeisse.
- Zuletzt wird dann der Mooncup vor dem Einsetzen noch mit Seife und Wasser abgespült => noch einmal zusätzlicher Wasser- und Reinigungsmittelverbrauch.

Natürlich bin ich einverstanden, dass der Mooncup weniger Müll produziert als eine grössere Binde. Aber ist er insgesamt gesehen, über den Müllaspekt hinaus tatsächlich besser für die Umwelt als ein Tampon? Tampons aus Baumwolle können ja auf den Kompost (zB Jessa nature von dm).

Was denkt ihr dazu??
Freue mich auf eure Antworten!

rose2

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**NFP zur Verhütung seit September 2009 nach nur dreieinhalb Jahren Pille - oder war es doch zu lang?**
Papierkurve


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 Betreff des Beitrags: Re: Ist ein Menscup wirklich besser für die Umwelt?
BeitragVerfasst: 5. November 2009 16:55 
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Inventar

Registriert: 4. September 2005 14:55
Beiträge: 2039
Wieso wischst Du den Cup aus? Und wieso kippst Du das Blut ins Klo?
-> ins Waschbecken kippen und gleich ausspülen, so sparst Du Dir zwei Schritte.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ist ein Menscup wirklich besser für die Umwelt?
BeitragVerfasst: 5. November 2009 16:59 
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NFP-Kaiserin

Registriert: 2. August 2005 12:36
Beiträge: 17725
Wohnort: Berlin
NFP seit: 08/2005
Ich koche meinen Cup nach den Flaschen meiner Kinder aus, das Wasser ist also schon heiß, muss nur noch auf Temperatur gehalten werden. Aber selbst wenn nicht, dürfte die Herstellung der Tamponwatte und der Transport mehr Energie verbrauchen. :) Und ich spüle ihn vor dem Einsetzen auch nicht mit Wasser und Seife. Ich nehme ihn raus, schütte es - wie cat ;-) - ins Waschbecken, spüle ihn kurz aus und setze ihn wieder ein.

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Mein Herz ist Buchstabenliebhaberin (0707), ist Herzblutbiologensohn (0309), ist Herzwärmer (0913) und Weltherrscherin2b (0815). ✰ (1014). Bild
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 Betreff des Beitrags: Re: Ist ein Menscup wirklich besser für die Umwelt?
BeitragVerfasst: 5. November 2009 17:06 
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Moderatorin

Registriert: 14. Oktober 2008 00:39
Beiträge: 26849
Wohnort: mind palace
NFP seit: Oktober 2008
Ich hab gerade bei google auf die Schnelle nichts gefunden, aber der Energie- und Wasserverbrauch, Tampons und Binden herzustellen, ist sicherlich nicht zu unterschätzen.

Mein Ablauf ist übrigens auch anders, ich entleere auch ins Waschbecken und spüle da fix aus - das hängt bei mir sonst alles überall und Sauerei ist vorprogrammiert ;-) (braucht aber denke ich weniger Wasser als deine Klospülung und ich muss in neun von zehn Fällen auch nicht mehr trocken reiben mit ToiPa). Zum reinigen schmeiße ich den Cup mit in die WaMa, die läuft eh (nachdem ich ihn natürlich auch wieder mit fließend Wasser vorgesäubert habe).

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Wir befinden uns im Jahr 50 nach der Pille. Ganz Deutschland ist von hormoneller Verhütung besetzt. Ganz Deutschland? Nein! Ein von unbeugsamen Frauen bevölkertes Forum hört nicht auf, der Pille Widerstand zu leisten! Und das Leben ist nicht leicht für die hormonellen Legionäre, die als Besatzung in den befestigten Lagern Frauenarztum, Hebammum und Apothekum liegen...
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 Betreff des Beitrags: Re: Ist ein Menscup wirklich besser für die Umwelt?
BeitragVerfasst: 5. November 2009 17:09 
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Hochlagenjunkie

Registriert: 12. Januar 2009 11:43
Beiträge: 706
NFP seit: 2009
*zustimm* Im Waschbecken ausleeren ist viel sauberer und sparsamer. Ich hab am Anfang auch ins Klo gekippt, aber wie du schon sagst ging das Blut dann manchmal nicht so ohne weiteres ganz weg. Im Waschbecken kippe ich es so weit möglich direkt in den Abfluss, dann wird der Cup ja ausgespült und dann auch gleich das Waschbecken sauber gemacht.

Auswischen ist überflüssig, lass es einfach weg. ;-)

Falls du ausser Haus bist und die Toilette separat ist vom Waschbecken, nagut, dann halt doch ins Klo kippen, aber ich würd entweder nur auswischen mit Papier ODER ne kleine Wasserflasche mitbringen und grob ausspülen. Oder einige hier spülen dann auch mit Urin aus. Zu Hause kannst du ja dann sorgfältiger reinigen. Seife muss ja auch nicht jedes Mal sein.

Und ein Mal im Monat (bzw. Zyklus, kann ja auch länger sein wie wir hier alle wissen :mrgreen:) auskochen ist ja echt nix verglichen mit der Energie die verwendet wird, um Tampons o.ä. zu produzieren.

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Liebe Grüße, SonPan
Seit 04/2016 mit Löwenkind unterwegs


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 Betreff des Beitrags: Re: Ist ein Menscup wirklich besser für die Umwelt?
BeitragVerfasst: 5. November 2009 17:26 
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Ersthelferin a.D.

Registriert: 8. Januar 2009 14:07
Beiträge: 6890
Ich desinfiziere mittlerweile mit Salzlösung - ich glaub umweltfreundlicher gehts nicht.
Kochen mach ich nicht mehr, Auswischen auch nicht. Der wird bei mir am Waschbecken, wenn möglich, geleert und kurz abgewaschen.

Stimmt schon, dass Silikon nicht gerade das umweltfreundlichste Material ist, aber wenn ich mir so die Negativ-Liste von Binden und Tampons angucke... (Zahlen im Link beziehen sich auf Nordamerika)
Schon allein der Müll! Rechne das mal hoch, wieviele Tampons und Binden Du im selben Zeitrahmen bräuchtest, wie ein Cup haltbar ist.
Und dann wieviele Tampons Du verbrauchst, wenn wir uns an die empfohlenen 8 h und durchschnittliche 5 Tage Mens halten - 15 Stück. Im Jahr sind das also (einfacherheitshalber mal 12) macht das 180, gemessen auf 10 Jahre, die ein Cup halten würde ca 2000 Binden oder Tampons, die hergestellt werden müssen.

Zahlen von Divacup: Allein in Europa sind das jährlich 10 Milliarden Tampons und 17 Milliarden Binden, die auf dem Müll landen, viele davon wild entsorgt, gerade an Stränden wohl eines der häufigsten Abfälle.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ist ein Menscup wirklich besser für die Umwelt?
BeitragVerfasst: 5. November 2009 17:32 
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Hochlagenjunkie

Registriert: 1. Juni 2009 18:27
Beiträge: 668
thoe, wie desinfizierst du denn mit Salzlösung? Stellst du die selbst her oder kaufst du eine? Und reicht das?

Ich koche aus aber desinfiziere sonst nicht weiter, auch Seife kommt nicht ran. Nur vergesse ich oft das pünktliche Auswaschen, so dass ich schon ein paar Mal von meiner Mens ohne Cup überrascht wurde...


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 Betreff des Beitrags: Re: Ist ein Menscup wirklich besser für die Umwelt?
BeitragVerfasst: 5. November 2009 17:54 
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Ersthelferin a.D.

Registriert: 8. Januar 2009 14:07
Beiträge: 6890
Nur Salz in Wasser auflösen - muss eben schon viel sein. Aber getestet, bis sich kein Salz mehr auflöst hab ich jetzt auch nicht, kann man aber bestimmt machen.
Ich weiß nicht, ob das wirklich ne Desinfektion ist, aber er riecht nicht (so wie mal, als er ein Stinkecup war) und löst sich auch nicht auf.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ist ein Menscup wirklich besser für die Umwelt?
BeitragVerfasst: 5. November 2009 18:07 
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NFP-Kaiserin

Registriert: 23. September 2005 17:47
Beiträge: 12498
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NFP seit: 2006
Für jede deiner Überlegungen gibt es eigentlich eine Variante die ein bisschen sparsamer ist. :-)

Man kann das Tässchen z.B. auch mit Alkohol desinfizieren, oder man kocht es nicht aus, sondern kippt nur kochendes Wasser aus dem Wasserkocher drüber.
Das Blut aus dem Tässchen lässt sich besser runterspülen wenn man vorher ein Blatt Klopapier in die Schüssel macht, oder aber man pinkelt in das gefüllte Tässchen, dann ist das Blut so verdünnt, dass es gut runter geht. Meistens ist das Tässchen dann auch so sauber, dass man es nicht auswischen muss. Was man sowieso nicht muss egal was man tut. :mrgreen: Es rutscht etwas nass auch besser.
Vor dem Einsetzen muss man es auch nur mit ein bischen Wasser spülen- es geht eigentlich nur darum die Löcher halbwegs frei zu haben, alles andere was am Tässchen ist, ist ja sowieso in deiner Scheide.
Wichtig ist nur, nach der Mens alle Blutreste zu entfernen und dazu kann man dann ja verschiedene Sachen benutzen, Spülmaschine, Waschmaschine, Zahnbürste...

Kurz: Ja, ich bin davon überzeugt, Menstässchen sind besser für die Umwelt. Aber ehrlich gesagt, selbst wenn sie es nicht wären zu Tampons würde ich nie wieder zurück gehen. :shock:

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 Betreff des Beitrags: Re: Ist ein Menscup wirklich besser für die Umwelt?
BeitragVerfasst: 5. November 2009 19:38 
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neu hier

Registriert: 20. September 2009 20:03
Beiträge: 41
Gut, danke für eure Tipps.

Ich bin mir noch nicht so sicher, ob ich mich damit anfreunden kann, das Blut ins Waschbecken zu kippen,-- bei mir sind da immer auch dickere Klumpen dabei, ich stelle mir vor, die werden am Ausguss hängenbleiben. Oder spätestens etwas weiter unten im Rohr....

Ich werde es vielleicht so versuchen, wie Lune vorgeschlagen hat: entweder vorher Klopapier in die Schüssel geben oder in das gefüllte Tässchen pinkeln, damit das Blut sich verdünnt und es sich dann besser hinunterspülen lässt.

Ja, thoe, das stimmt, da man einen cup sehr lange benutzen kann, rechnet sich einer auf einen ganzen Berg Binden/Tampons. Wenn man auf das Klopapier zum Auswischen verzichtet, wird der Müllberg noch kleiner. Aber auskochen möchte ich doch erstmal noch.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ist ein Menscup wirklich besser für die Umwelt?
BeitragVerfasst: 5. November 2009 21:34 
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NFP-Prinzessin

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Wenn ich mein Tässchen im Waschbecken ausleeren würde, würde ich auf dem Weg dahin das halbe Bad einsauen...

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 Betreff des Beitrags: Re: Ist ein Menscup wirklich besser für die Umwelt?
BeitragVerfasst: 5. November 2009 21:55 
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NFP-Kaiserin

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NFP seit: 08/2005
sommerregen hat geschrieben:
Wenn ich mein Tässchen im Waschbecken ausleeren würde, würde ich auf dem Weg dahin das halbe Bad einsauen...

Ist natürlich - wie so vieles im Leben - eine Frage der persönlichen Möglichkeiten und Umstände. ;-)

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 Betreff des Beitrags: Re: Ist ein Menscup wirklich besser für die Umwelt?
BeitragVerfasst: 5. November 2009 22:40 
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Moderatorin

Registriert: 14. Oktober 2008 00:39
Beiträge: 26849
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NFP seit: Oktober 2008
sommerregen hat geschrieben:
Wenn ich mein Tässchen im Waschbecken ausleeren würde, würde ich auf dem Weg dahin das halbe Bad einsauen...

Tja, das sind die unschlagbaren Vorteile eines handtuchgroßen Bades! 8-)

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 Betreff des Beitrags: Re: Ist ein Menscup wirklich besser für die Umwelt?
BeitragVerfasst: 6. November 2009 10:00 
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Hochlagenjunkie

Registriert: 5. Februar 2009 10:16
Beiträge: 529
Wohnort: Schweiz
Ich leer auch immer im Waschbecken aus, dann kurz umspuelen und wieder rein. Mit Papier auswischen tu ich nie, denn zum einen finde ich es angenehmer einen feuchten Cup einzusetzen und zweitens hab ich dann keine Papierfusseln am Cup. Ins Klo schuetten geht bei uns gar nicht, unser Wasser ist so kalkhaltig, dass unten in der Biegung immer Kalkablagerungen sind, die man normalerweise halt nicht sieht, da das Klo weiss ist. Wenn man aber Blut draufkippt, dann faerbt sich der Kalk rosarot und das sieht nicht so toll aus. *kotz*

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dieElla


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 Betreff des Beitrags: Re: Ist ein Menscup wirklich besser für die Umwelt?
BeitragVerfasst: 6. November 2009 10:03 
Ich kippe den Cup ins Klos und säubere ihn mit Wasser auch außenrum, sonst wird die Hose blutig. Auf das bisschen Wasser kommt es nicht drauf an, wenn ich 10 Sekunden kürzer dusche habe ich es wieder raus. :)


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