Ich war ängstlich und stolz.
Ängstlich, weil ich das Ganze mit 10 alleine nicht wirklich verarbeiten konnte und dann intelligenterweise gleich mit einem Tampon rumexperimentiert habe- was natürlich in die Hose ging (wusste, dass meine Mutter großteils Tampons benutzt hatte und wollte das dann auch).
Und dann das Wissen: "Das passiert jetzt regelmäßig- ständig werde ich eingeschränkt sein" (mit Binden kann man ja schlecht schwimmen gehen

)
Dazu noch die Schmerzen (bin ja gleich beim ersten Mal umgekippt...)
Andererseits war ich auch sehr stolz.
Meine Mutter hat mich sehr früh aufgeklärt, ich kann mich nicht daran erinnern.
Auch, dass ich früh meine Tage kriegen würde war sehr wahrscheinlich und meine Mutter hat mich möglichst gut darauf vorbereitet und eine ziemlich große Sache draus gemacht.
Es gab ein Geschenk, viele liebe Worte und sie ist zur Feier mit mir und meiner damaligen Lieblingstante "erwachsen" Essen gegangen (Abends in ihr Lieblingsrestaurant).
Bei dem Essen war dann das Thema "Frau werden" angesagt. Beide haben viel erzählt wie es bei ihnen war.
Ich hab mich sehr ernstgenommen gefühlt, und das als Zehnjährige- das haben die beiden Frauen sehr gut hinbekommen
Dazu konnte ich "Menstruation" danach für mich gut einordnen, ich wusste, dass mein Körper sich entwickelt, ich aber immer noch Kind war- und das alles so wie es lief absolut richtig war.
Mein Vater war das Ganze sehr unangenem, was mir komplett fremd war und ich hab mir einen großen Spaß draus gemacht ihn immer wieder Binden kaufen zu schicken ("Klein- Mirala, ich fahr jetzt einkaufen. Brauchst du was?" "Ja, einmal Binden X von Marke A und zweimal Binden Y von Marke B- blos nicht Z von C, die laufen aus!")
