Hey,
mit dem Argument, dass die Methodenversager außerhalb der Studie mit in die Sicherheitsangaben einer Methode einfließen müssten, kann ich die Sicherheit jeder Verhütungsmethode anzweifeln. Woher weiß ich, dass z.B. während der Studie zur Sicherheit der Pille nicht gerade aufgrund eines wahnsinnigen Glücksfalls nur ein Bruchteil der Frauen, die durch Methodenversagen schwanger geworden sind, in der Studie erfasst wurden?
Ist unwahrscheinlich und man kann sagen, weit hergeholt, aber wenn Du so möchtest...
Es ist erwiesen (und zwar in einer enorm langen, umfassenden Studie), dass NFP als einzige Verhütungsmethode außer Enthaltsamkeit einen Methoden-PI von 0,0 erreicht, wenn man nur nach dem ausgewerteten ES in der Hochlage freigibt. Das kann nicht einmal die Pille - ich glaub, selbst der PI vom Implanon liegt bei 0,1.
Es ist weiterhin erwiesen, dass der Methoden-PI von NFP inklusive der regelkonform freien Zeit am Zyklusanfang in der gleichen Liga spielt wie der PI der Pille, bei 0,4. Jede Frau, die sagt, ihr ist NFP wegen dieser "Gefahr" des Schwangerwerdens am Zyklusanfang zu unsicher, darf sich auch nie ausschließlich auf die Pille verlassen, sondern muss immer zusätzlich mit Kondom o.ä. verhüten. Und wenn man jetzt mal überlegt, wie selbstverständlich viele Frauen sich auf die Sicherheit der Pille verlassen und nicht im geringsten darüber nachdenken, dass auch da die Methode versagen könnte, dann ist diese ganze Diskussion hier müßig. Finde ich zumindest...
