Hallo,
ich interpretiere die Studie nicht so, dass man mit der Pille zwangsläufig den genetisch "falschen" Partner wählt. Eher so, dass die Gefahr größer ist.
Ich habe z.B. die Erfahrung gemacht, dass ein Freund mir nicht gerochen hat. (Also Freund im Sinne von Freundschaft). Nachdem ich mit der Pille angefangen hatte, ließ das nach. Ich fand seinen Körpergeruch zwar immernoch nicht prickelnd, aber nicht mehr so unangenehm.
Meinen Mann habe ich unter Pilleneinfluss kennengelernt. Er hat angenehm gerochen. Aber diesen Effekt "riecht der Mann aber toll" oder dass mich das ungeheuer angeregt hat, habe ich nicht gehabt. Ich hoffe, mir jetzt nicht nur einzubilden, dass er besser riecht und schmeckt (also intensiver, leckerer), nachdem ich jetzt 1 Monat pillenfrei bin. Gerade in der letzten Woche ist mir das deutlich aufgefallen. Sein Geruch spricht mich sexuell deutlicher an und ich habe festgestellt, dass ich ihn anders anschaue (ich finde seinen Hintern plötzlich total knackig etc.)

. Natürlich riecht er nicht anders und sieht auch nicht anders aus - es ist nur meine veränderte Wahrnehmung.
Gleichzeitig habe ich festgestellt, dass mein Bruder nicht gut riecht.
Ich denke, es ist von Frau zu Frau verschieden, vermute aber allgemein, dass man geruchsunempfindlicher wird, also den genetisch passenden Partner nicht so berauschend/betörend findet wie ohne Pille, und gleichzeitig den genetisch nicht passenden Partner dennoch halbwegs gut riechen kann. Und darin liegt natürlich die Gefahr.
Das ist jetzt meine ganz unwissenschaftliche Einschätzung - die aber m.E. den Ergebnissen der Studie nicht gänzlich widersprechen.
justicia