Hallo Mädels!
Ich stöbere ja gern in anderen Büchern, außer N&S und NFP heute, die mit NFP zu tun haben. Nun hab ich mir neulich mal wieder den Rötzer vorgenommen (Rötzer, Josef: Natürliche Empfängisregelung. Die sympto-thermale Methode - der partnerschaftliche Weg. Herder Verlag Freiburg. 27. (36.) neubearbeitete Auflage 2002)
Dann bin ich in diesem Buch auf etwas gestossen, was mir bis dato echt nicht bewußt war

. Ich zitiere mal ein paar Stellen aus dem Buch:
Anfangs wird auf S. 54 erklärt, wie das eigentlich sein kann:
Zitat:
Der sprungreife Follikel kann, ohne zu platzen und das Ei freizugeben, eine Umwandlung in einen Gelbkörper durchmachen (LUF = "luteinisierter unrupturierter Follikel"); die Aufzeichnungen ergeben einen normalen Zyklusverlauf. Mit derartigem muss man auch rechnen, wenn nach einer Entbindung oder in den Wechseljahren verkürzte Temperaturhochlagen auftreten.
S. 49 zum Gelbkörper:
Zitat:
Wie neueste Untersuchungsergebnisse zeigen, produziert bereits der sprungreife Follikel in geringem Ausmaß das Gelbkörperhormon Progesteron. Der eigentliche Gelbkörper wird dann in der weiteren Folge aus der Wand des Follikels aufgebaut, meist aus der Wand des gesprungenen Follikels, bisweilen aber auch aus der Wand eines nicht geplatzten Follikels. In diesem Falle ergibt sich die eigenartige Situation, dass keine Ovulation erfolgt ist, es aber dennoch zur Ausbildung eines Gelbkörpers gekommen ist.
Des weiteren auf S. 50, wo es um die Frage einer verkürzten GKP geht:
Zitat:
Es könnte auch kein Follikelsprung erfolgt sein, sondern es wäre möglich, dass sich in der Follikelwand ein Gelbkörper entwickelt hat, der allerdings nicht genügend lang funktioniert. So wäre es erklärlich, dass die nächste Menstruation früher einsetzt. Mit dem Auftreten von verkürzten Gelbkörperphasen auf dieser Grundlage ist vor allem in den Reifejahren zu rechnen, auch in der Zeit nach einer Entbindung und in den Wechseljahren. [Und ich denke somit auch nach der Pille; Anm. d. Verf.]
Hinter einer verkürzten Gelbkörperphase kann sich auch etwas anderes verbergen. Obwohl eine normale Ovulation erfolgt, stellt der Gelbkörper seine Tätigkeit vorzeitig ein, und es kommt zur nächsten Menstruation.
Ich hab das echt nicht gewußt. Ich dachte, wenn eine Hochlage ist, dann ist auch ein Ei gesprungen, egal ob die Hochlage verkürzt oder normal lang ist. Hat das eine von euch gewußt? War nur ich so "dumm"? Oder stimmt das etwa gar nicht, was der Rötzer geschrieben hat?
Ach ja, bevor die besorgten Stimmen kommen, dass bei diesem Fall dann wohl doch noch ein ES in der Hochlage möglich ist und NFP gar nicht so sicher ist, hierzu gleich die Entwarnung auf S. 49:
Zitat:
Der Gelbkörper produziert nicht nur das Gelbkörperhormon Progesteron, sondern neuerlich eine gewisse Menge Östrogene. Beide Hormone gemeinsam verhindern eine weitere Ovulation in der Gelbkörperphase des Zyklus. In dieser Phase des Zyklus ist noch nie eine Schwangerschaft auf Grund einer zweiten oder weiteren Ovulation beobachtet worden. Sobald die Gelbkörperphase ausgebildet ist, liegt eine absolut unfruchtbare Zeit vor.
Also, was haltet ihr davon?
Ich frag mich jetzt natürlich auch, ob ich gar keine richtigen ES hatte, v.a. als ich die verkürzten Hochlagen hatte... Ich hatte ja nie einen Mittelschmerz oder so...
Liebe Grüsse von einer leicht verdutzten Mara.