Nappy hat geschrieben:
Also ich selber komme aus der Medizin u Pharmazie. Mir ist nicht bekannt, dass es ein nachweisbar erhöhtes Risiko für Krebs bei der Einnahme der Pille gibt!!! Einzelfälle gibt es immer, sind aber nicht repräsentativ.
Nach meinem Wissensstand bleibt das Risiko im Schnitt über alle Krebsarten etwa gleich. Das bedeutet aber auch, dass es Krebsarten gibt, für die das Risiko steigt.
http://www.krebsinformation.de hat geschrieben:
Die "Pille": Gesamtnutzen überwiegt das Risiko?
Die "Pille" ist das sicherste Mittel, um eine Schwangerschaft zu verhüten, auch unter gesundheitlichen Aspekten. Die meisten Präparate unterdrücken durch die Gabe von Hormonen den Eisprung. Die so genannten Mini- oder Mikropillen wirken dagegen eher über die Blockade des Aufbaus von Gebärmutterschleimhaut, in die sich ein befruchtetes Ei einnisten könnte. Heute werden für die so genannten oralen Kontrazeptiva überwiegend Hormone verwendet, die den körpereigenen Botenstoffen Östrogen und Gestagen chemisch ähnlich, aber nicht völlig gleich sind.
"Pillen" mit Östrogenen und Gestagenen schützen vor Krebs der Gebärmutter (Endometriumkarzinom) und Eierstockkrebs: Sie senken das Risiko, an diesen Tumorformen zu erkranken.
Im Juli 2005 veröffentlichte die Internationale Krebsforschungsagentur (IARC) eine Analyse vorliegender Daten, nach denen diesem Nutzen unter anderem ein geringfügig erhöhtes Brustkrebsrisiko entgegen steht. Die Erhöhung des Brustkrebsrisikos hat sich allerdings spätestens zehn Jahre nach Ende der Einnahme in den Statistiken wieder verloren. Abhängig von der Einnahmedauer wird auch das Risiko für Zervixkarzinome und Lebertumoren geringfügig gesteigert.
Ob der Gesamtnutzen der "Pille" insgesamt auf lange Sicht nicht sogar im Vergleich zum Brustkrebsrisiko überwiegt, konnten die Experten angesichts fehlender Daten 2005 noch nicht sagen: Die IARC forderte weitere Forschungen zum Thema.
Quelle: http://www.krebsinformation.de/themen/r ... risiko.php, Hervorhebungen von mir