Lola hat geschrieben:
Sensiplan hat nur den Anspruch festzustellen, wann der ES sicher vorbei ist. Es legt nicht die exakte, "wirkliche" Länge der Hochlage [...] auf den Tag genau fest.
Damit hast du natürlich Recht. Ich gebe zu, dass mich das in dieser Situation ein wenig unzufrieden stimmt, weil es mir so falsch vorkommt. Aber im Grunde spielt es für mich/mein Verhalten ja auch keine Rolle, denn wie du auch schreibst, muss ich ja auch erst den Schleim auswerten können bis ich sagen kann, dass der ES vorbei ist, und bis dahin ist die Temperatur ja eh auch schon sehr hoch gegangen.
Trotzdem kann ich nicht aufhören mir sehr viele Gedanken zu den Regeln zu machen.
Ich habe gerade mein N&S nicht zur Hand, sondern nur NFP heute, und darin steht bei der Temperaturauswertung:
Zitat:
Wenn sich in einem Zyklus einmal das Zervixschleimsymptom auffällig anders als bisher gewohnt entwickelt und/oder das Temperaturniveau deutlich vom bisher gewohnten abweicht (z.B. Auswertung möglich, aber vom Niveau her noch in der Tieflage), dann sollte der weitere Verlauf sicherheitshalber erst einmal beobachtet und gegebenenfalls erst später ausgewertet werden.
Ich hätte dadurch eben verstanden, dass ich die ehM auch erst später setzen darf, wenn die Niveaus nicht meinem gewohnten Verlauf entsprechen. Im Grunde mache ich ja genau das Gleiche auch mit ZT 50. Oder was soll "sollte erst später ausgewertet werden" sonst bedeuten? Mir ist klar, dass ich erst später (frühestens wenn auch der Schleim ausgewertet ist) freigeben kann, aber es geht mir hier expliziet um die AUSWERTUNG der Temperatur, die ja unabhängig von der Schleimauswertung erfolgt.
Lola hat geschrieben:
ZT 50 wäre ja inzwischen nur dann möglich, wenn Du schwanger wärst.
Grundsätzlich stimme ich zu, aber: Hat das irgendeinen Einfluss auf die Regeln wie ich eine ehm setzen muss?
Jetzt mal in der Theorie: Angenommen in meinem Zyklus würden die Zyklustage 60-77 nicht existieren, also nach ZT 59 geht es mit ZT 78 weiter. Müsste ich dann auch die ehm an ZT 50 festlegen, denn meine Temperatur erreicht ja (irgendwann) danach auch tatsächlich Hochlagenniveau? Ich finde so könnte man
Sopherl hat geschrieben:
Der Unterschied ist, dass danach die Temp. so richtig überzeugend gestiegen ist
interpretieren. Aber diese theoretische Hochlage ab ZT50, welche die "biologische" Hochlage nicht repräsentiert, würde schlussendlich vermutlich auch eine Länge von deutlich über 18 Tagen erreichen, was ja dann rein laut Regelwerk auf eine Schwangerschaft hindeuten würde. Dürfte ich dann die ehm anders legen, wenn ich nicht schwanger wäre?
Wie weit "danach" ist ausschlaggebend, damit man einen Anstieg im Tieflagenniveau tatsächlich verwendet?
Ich finde in den Regeln nichts, dass mir sagt, dass ich mit Werten im Tieflagenniveau auswerten soll, wenn "danach" (wie weit danach? Was ist da erlaubt?) die Temperatur Hochlageniveau erreicht, sondern eben nur, dass ich später auswerten soll, was scheinbar durchaus Interpretationsspielraum lässt.
Es tut mir echt leid, dass ich darauf jetzt so rumreite, aber ich habe wirklich gerade Schwierigkeiten. Ich liebe NFP und Sensiplan und liebe diese Regeln, die für mich bisher absolut in Stein gemeißelt waren und immer Recht hatten. Aber ich fühle mich als befände ich mich gerade in einer Grauzone, wo ich nicht mehr genau weiß, was richtig ist, und was den Regeln entspricht und was nicht. Vielleicht wäre ein Beispiel mit so einer Abweichung im Buch super gewesen, damit man genau weiß, wie man diese Aussage interpretieren soll...
Könnt ihr die Problematik ansatzweise nachvollziehen? Oder bin ich da total auf dem Holzweg?
_________________
pp seit 11/2017. NFP zur Verhütung. Nutze hauptsächlich die myNFP App, daher ist das KurvenReich nicht immer up to date.
Baue jetzt auch ein eigenes kleines
Gedankenhaus (meine Seite).
