Frau_G. hat geschrieben:
Hallo,
ich wollt gern mal wissen, wie es bei euch zur Diagnose kam. Also mit welchen Beschwerden seid ihr zum Arzt gegangen? Zu welchem Arzt - Hausarzt oder direkt zum Spezialisten? Wie wurde die Diagnose gestellt?
Hab son bissel den Verdacht, dass ich auch Morbus Crohn habe (oder irgendwas ähnliches...).
Die Verdachtsdiagnose stand schonmal vor 8 Jahren im Raum. War damals auch eine Weile wegen diverser Entzündungen im Darm in Behandlung, habe das aber nach einem halben Jahr oder so abgebrochen. Seitdem schwankend mal besser mal schlechter. Seit einer ganzen Weile eher schlechter. Keine Ahnung... weiß nicht wie anfangen und hab auch Angst was zu machen...
...aber auf ewig so weiterzuleben ist auch nicht so der Knaller.
Würde einfach mal ganz gern hören, wie ihr das so angestellt habt mit der Behandlung und so...
Hallo Frau_G
tja, wo soll ich anfangen
Also ich bin jetzt 28 und die ersten Symptome (die ich jetzt später auch zuordnen kann) fingen so mit 23 (2006)an.
Da hatte ich über mehrere Wochen arge Magenschmerzen und konnte kaum essen noch trinken
War dann beim Arzt und hab ne Überweisung zur Magenspiegelung bekommen und Säureblocker. Da der Termin aber erst 3 Monate später war und es mir dann schon wieder gut ging, bin ich nicht gegangen.
Damals bin ich aber nur von ner Magenschleimhautentzündung ausgegegangen.
2007 bin ich dann schwanger geworden und hatte auch über die 3 Monate hinaus arg mit Problemen zu kämpfen: Eisenmangel, Gewichtsabnahme, konnte fast nur Milchprodukte essen.
Gut, das wurde halt auf die Schwangerschaft geschoben
Nach der Geburt unserer Tochter (5/2008) fingen die Probleme eigentlich erst richtig an. Nachdem ich immer weiter abnahm, immer häufiger auch "Anfälle" hatte und mehrmals in der Notaufnahme Gast war, wurden dann Schilddrüsenüberfunktion (+Medis) und eine Laktoseintoleranz festgestellt.
Dann ging es wieder eine Weile...
4/2009 begang wieder der ganze Kreislauf: Anfälle mit teilweisem wegtreten, Übelkeit, Magen-Darm-Krämpfen, Erbrechen, extremer Abnahme, starken Schmerzen. 6/2009 kam ich abends in die Notaufnahme vor Schmerzen (schlimmer als Wehen

) und es wurde eine Bauchspeicheldrüsenentzündung festgestellt (die später nur als Folgeerkrankung diagnostiziert wurde, man hätte bei dem Aufenthalt schon auf MC kommen müssen)
Danach ging es bis 12/2009 wieder ganz gut und ich konnte auch wieder gut Milchprodukte ohne Probleme essen.
ab 1/2010 fing wieder alles von vorne an

ich war in diesem Jahr auch sehr krankheitsanfällig. Mein Immunsystem war im A.... Mittlerweile war ich in eine SD-Unterfunktion gerutscht und nahm auch dagegen Medis.
8/2010 bin ich auf Arbeit fast zusammengebrochen und hab es gerade noch nach Hause geschafft.
Bin dann wieder in die Notaufnahme und dann stationär. da wurden dann Magen- und Darmspiegelung durchgeführt (war eh im Laufe des Jahres noch geplant) und da kam der Verdacht auf MC auf, da Entzündungen im Darm gefunden worden sind.
Seitdem nehme ich Entzündungshemmer.
ab 9/2010 war in in Diagnosebehandlung wegen MC und nach mehreren Magen- und Darmspiegelungen wurde dann in 3/2011 der verdacht bestätigt und MC diagnostiziert.
Seitdem bin ich mit mehreren Medis in Therapie und mir geht es seitdem bedeutend besser, mein Leben hat wieder Qualität, ich kann mich wieder ordentlich um meine Tochter kümmern. Allerdings muss ich halt ein Haufen Medis einnehmen.
Ich hatte übrigens seit 2008 auch mehrere Mängel (VitaminD, Eisen etc.), welches ich auch heute noch teilweise zusätzlich zuführen muss, da mein Darm es nicht mehr so gut aufnehmen kann.
Betroffen ist bei mir der Magenausgang und der vordere Dünndarmabschnitt.