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Erfahrungen mit dem Melden von Nebenwirkungen
Hatte noch nie unbekannte Nebenwirkungen. 65%  65%  [ 26 ]
Hatte unbekannte Nebenwirkungen, dies aber nicht weiter verfolgt. 18%  18%  [ 7 ]
Hatte unbekannte Nebenwirkungen und mein Arzt hat sie 100%ig gemeldet. 3%  3%  [ 1 ]
Hatte unbekannte Nebenwirkungen und hoffe, mein Arzt hat sie gemeldet. 5%  5%  [ 2 ]
Hatte unbekannte Nebenwirkungen und sie selbst gemeldet. 3%  3%  [ 1 ]
Sie wurden an Hersteller gemeldet. 5%  5%  [ 2 ]
Sie wurden woanders hin gemeldet (bitte erklären wohin). 3%  3%  [ 1 ]
Abstimmungen insgesamt : 40
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 Betreff des Beitrags: Erfahrungen mit dem Melden von Nebenwirkungen?
BeitragVerfasst: 1. August 2011 21:33 
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nicht mehr ganz so neu

Registriert: 6. März 2011 12:53
Beiträge: 65
Hallo!
Ich habe mich kürzlich an den Hersteller Bayer gewandt um meine in der Packungsbeilage nicht aufgeführten Nebenwirkungen der Mirena zu melden. Ich habe mir die Mühe deshalb gemacht, weil ich gemerkt habe, dass ich kein Einzelfall bin. Ich denke da zum Beispiel an chronische Blasenentzündungen oder auch das Entstehen einer Schilddrüsenunterfunktion.
Ich habe mich selbst darum gekümmert, dass Bayer alle notwendigen Arztbriefe und Formulare bekommt und nun ein Schreiben erhalten, dass es keinen begründeten Verdacht gibt, dass die von mir gemeldeten unerwünschten Ereignisse als Nebenwirkung der Mirena auftreten. Begründet wurde es mit einem durchgeführten Online-Monitoring mit allen weltweit im Rahmen von Studien, Anwenderinnen und Ärzten gemeldeten unerwünschten Ereignissen. Ich verstehe das nun so, dass wohl angeblich vorher noch nie jemand z.B. chronische Blasenentzündung unter Mirena gemeldet hat.

Wenn ich nicht sicher wüsste, dass es auf jeden Fall noch einige andere Frauen die gleichen Nebenwirkungen hatten, würde ich diese Antwort einfach hinnehmen. Aber so frage ich mich, wie häufig Nebenwirkungen überhaupt gemeldet werden. Wie oft nimmt sich der Patient oder Arzt die Zeit, das wirklich weiter zu geben?

Außerdem kam mir inzwischen der Gedanke, dass es eigentlich doof ist, sich an den Hersteller des Präparates zu wenden... logisch, dass der darauf bedacht sein wird, einen Zusammenhang zu verneinen. Diesen Thread viewtopic.php?f=27&t=39816&hilit=Nebenwirkungen habe ich leider erst danach gefunden.

_________________
Gruß von Mirenatragödie
Reichtum besteht nicht darin, was wir besitzen, sondern darin was wir genießen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit dem Melden von Nebenwirkungen?
BeitragVerfasst: 1. August 2011 21:35 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 6. Mai 2010 18:56
Beiträge: 265
Wohnort: Fürth
NFP seit: Mai 2010
Ich hatte eine Nebenwirkung mit der Belara, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt war. Mein Heilpraktiker hat das mit seinem fachchinesisch gemeldet. Jetzt einige Jahre danach hab ich mir mal die Packungsbeilage nochmal angeguckt und meine Nebenwirkung ist mit drauf...
Ob ich selber auch soviel Erfolg gehabt hätte bezweifel ich...

_________________
Liebe Grüße von_stina_ mit Anton 08/2014 und ohne Kurven


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit dem Melden von Nebenwirkungen?
BeitragVerfasst: 4. August 2011 09:08 
Ich verstehe die Argumentation von Bayer nicht ganz: Wie können sie sagen, dass die Nebenwirkung, die du meldest, keine ist, nur weil sie bisher noch nie auftrat? So ist das doch immer mit neuen, bislang unbekannten Nebenwirkungen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit dem Melden von Nebenwirkungen?
BeitragVerfasst: 4. August 2011 09:19 
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NFP-Königin

Registriert: 20. Juli 2005 20:20
Beiträge: 8495
NFP seit: 2005
Grundsätzlich ist es nicht doof sich an den Hersteller des Präparates zu wenden, weil diese gesetzlich verpflichtet sind Meldungen über Nebenwirkungen nachzugehen. Die dürfen das dann nicht einfach unter den Tisch fallen lassen. Habe mit Meldungen da bisher aber auch nur gute Erfahrungen gemacht, also dass es eben registriert und behandelt wurde.
Ich habe selbst noch nichts gemeldet, weil ich noch keine unerwünschten und unbekannten Nebenwirkungen an mir selbst erlebt habe. Ich melde aber ab und zu beruflich für unsere Kunden (bin Apothekerin). Offiziell muss ja Fachpersonal an die Arzneimittelkommission der deutschen Apotheker oder an die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzte melden. D.h. wenn ihr euch nicht direkt an den Hersteller wenden möchtet, dann immer über einen Arzt oder Apotheker probieren, ob die es über ihre jeweiligen Kommissionen melden können, denn die sind verbandsinterne Einrichtungen und industrieunabhängig.


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit dem Melden von Nebenwirkungen?
BeitragVerfasst: 9. Februar 2012 18:04 
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Fingerwundschreiberin

Registriert: 24. März 2011 21:55
Beiträge: 984
Wohnort: Südlich des Weißwurstäquators
NFP seit: länger als die Pille \o/
Ich möchte den Thread mal hervorholen, da ich am Überlegen bin, ob ich auch eine Nebenwirkung melden sollte, die ich unter der Einnahme der Pille an mir beobachtet habe.

Die Nebenwirkung klang nach dem Absetzen der Pille spontan ab und ist seitdem nie wieder aufgetreten; vor der Pilleneinnahme war sie mir ebenfalls unbekannt gewesen. Als ich mal in der Packungsbeilage nachlas, fand ich meine Nebenwirkung nicht beschrieben. Es gab zwar ein ähnliches Phänomen, aber das stand unter dem Punkt, dass die Pilleneinnahme unter diesen und jenen Umständen riskanter sein könne (wenn also schon vor der Einnahme bestimmte Probleme bekannt sind).

Da es nun allerdings schon ein wenig her ist, weiß ich nicht, ob ich die Nebenwirkungen im Detail noch zusammenbekomme. Meint ihr, eine Meldung könnte trotzdem erfolgreich sein?

EDIT:
Ich ließ mich damals aufgrund dieser Nebenwirkung auch ärztlich untersuchen und es konnte - oh Wunder - keine körperliche Ursache gefunden werden. Vielleicht könnte ich einen solchen ärztlichen Bericht mitschicken?

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Happiness in intelligent people is the rarest thing I know. (Ernest Hemingway)


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit dem Melden von Nebenwirkungen?
BeitragVerfasst: 9. Februar 2012 22:42 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 20. Februar 2011 20:06
Beiträge: 350
Scala hat geschrieben:
Da es nun allerdings schon ein wenig her ist, weiß ich nicht, ob ich die Nebenwirkungen im Detail noch zusammenbekomme. Meint ihr, eine Meldung könnte trotzdem erfolgreich sein?
Versuchen würde ich es *zustimm* gerade wenn du auch einen Brief hast, mit dem du es beweisen kannst. Finde ich eine gute Idee.


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit dem Melden von Nebenwirkungen?
BeitragVerfasst: 10. Februar 2012 02:29 
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neu hier

Registriert: 12. September 2011 17:31
Beiträge: 31
Also ich habe auch eine Schilddrüsenunterfunktion und ich meine mal gelesen zu haben, dass es mehrere Untersuchungen dazu gibt, dass deren Entstehung durch die Pilleneinnahme begünstigt wird. Kenne jetzt auch schon so viele Frauen, die das ebenfalls haben. Auffällig ist auch, dass es bei Frauen viel häufiger auftritt als bei Männern. Da spricht offensichtlich einiges für die Pille, aber in einem Beipackzettel habe ich das auch noch nie gefunden. Kann man wahrscheinlich nicht beweisen...oder will es nicht. Außerdem bringt es den Pharmakonzernen ja noch mehr Geld wenn, möglichst viele Menschen Schilddrüsenhormone einnehmen müssen...

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Seit 30.08.2011 pillenfrei und momentan im Zyklus Bild


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit dem Melden von Nebenwirkungen?
BeitragVerfasst: 10. Februar 2012 07:18 
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nicht mehr ganz so neu

Registriert: 6. März 2011 12:53
Beiträge: 65
Also ich würde auch melden: Je mehr etwas melden, desto besser! *daumenhoch*
Denke, dass man nur so überhaupt etwas bewirken kann.

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Gruß von Mirenatragödie
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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit dem Melden von Nebenwirkungen?
BeitragVerfasst: 10. Februar 2012 07:51 
Sunshine89 hat geschrieben:
Auffällig ist auch, dass es bei Frauen viel häufiger auftritt als bei Männern. Da spricht offensichtlich einiges für die Pille, aber in einem Beipackzettel habe ich das auch noch nie gefunden. Kann man wahrscheinlich nicht beweisen...oder will es nicht.

Das würde ich als Hersteller nicht so sehen, es kann auch einfach am hormonellen Unterschied zwischen Mann und Frau liegen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit dem Melden von Nebenwirkungen?
BeitragVerfasst: 15. Februar 2012 11:54 
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NFP-Gräfin

Registriert: 19. September 2004 13:36
Beiträge: 3465
Man müsste hierzu dann Länder nehmen, die keinen so hohen Anteil an hormonell verhütenden Frauen haben und da schauen, wie es mit Schilddrüsenerkrankungen aussieht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit dem Melden von Nebenwirkungen?
BeitragVerfasst: 22. April 2012 00:43 
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hat sich gut eingelebt

Registriert: 8. November 2011 21:23
Beiträge: 190
Wohnort: Großraum Stuttgart
NFP seit: Oktober 2011
also ich hatte bis jetzt noch nie unbekannte Nebenwirkngen von Medikamenten *toitoitoi*, aber wenn würde ich vermutlich auch versuchen sie an die AkdÄ zu melden, ich befürchte die Pharmakonzerne würden es doch eher weniger intensiv verfolgen, da es ja zu ihrem Nachteil sein könnte ...

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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit dem Melden von Nebenwirkungen?
BeitragVerfasst: 13. Mai 2012 18:33 
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NFP-Kaiserin

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Wohnort: Cosmopolitan
Mondscheinkind hat geschrieben:
Man müsste hierzu dann Länder nehmen, die keinen so hohen Anteil an hormonell verhütenden Frauen haben und da schauen, wie es mit Schilddrüsenerkrankungen aussieht.


Gäbe es ja, Japan z.B. Da ist diese Art der Erkrankung häufig verbreitet. Aber es gibt eben verschiedene Ursachen, von Umweltfaktoren über Ernährung (Jod) bis über stressbedingte Ursachen, Medikamente etc. Und man kann nie sagen, was schlussendlich der Auslöser für eine Erkrankung ist.

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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit dem Melden von Nebenwirkungen?
BeitragVerfasst: 26. September 2012 12:37 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 30. März 2010 22:51
Beiträge: 376
Ich habe mal versucht, eine krasse Nebenwirkung der Pille danach bei mir zu melden, aber mich hat keiner ernst genommen damit. Alle angesprochenen Ärzte und auch der Hersteller Hexal meinten, das könne nicht sein, weil es ja nicht als Nebenwirkung bekannt sei, also müsse man die Meldung auch nicht aufnehmen. (Klagen habe ich mich damals nicht getraut.)

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Podcast-Idee hat wohl nicht so geklappt.
Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren. (Benjamin Franklin) [1632]


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit dem Melden von Nebenwirkungen?
BeitragVerfasst: 26. September 2012 12:48 
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NFP-Königin

Registriert: 21. Oktober 2006 10:07
Beiträge: 7588
dieSanfte hat geschrieben:
Gäbe es ja, Japan z.B. Da ist diese Art der Erkrankung häufig verbreitet. Aber es gibt eben verschiedene Ursachen, von Umweltfaktoren über Ernährung (Jod) bis über stressbedingte Ursachen, Medikamente etc. Und man kann nie sagen, was schlussendlich der Auslöser für eine Erkrankung ist.
*zustimm* Das wäre ja wirklich Statistik-gebogen, wie es einem gefällt, egal in welche Richtung jetzt.

eierknopp hat geschrieben:
das könne nicht sein, weil es ja nicht als Nebenwirkung bekannt sei, also müsse man die Meldung auch nicht aufnehmen
*hä* Aber die Argumentation ist ja wirklich in sich unlogisch. Es muss doch irgendeine Verfahrensweise geben, wie solche Meldungen aufgenommen / geprüft werden müssen? Ich fänd's jetzt nur logisch, wenn es genau zu der neu gemeldete potenzielle Nebenwirkung schon Studien gab, die erwiesen haben, dass es keinen Zusammenhang gibt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit dem Melden von Nebenwirkungen?
BeitragVerfasst: 26. September 2012 13:05 
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NFP-Königin

Registriert: 20. Juli 2005 20:20
Beiträge: 8495
NFP seit: 2005
Ich melde durch meine Arbeit bedingt regelmäßig Nebenwirkungen und bisher wurden immer alle Meldung aufgenommen. Diese werden dann eben als gemeldete NW geführt. Natürlich kann man da nicht immer sofort einen Kausalzusammenhang herstellen, doch es muss auf jeden Fall verzeichnet werden, gerade falls es sich z.B. häuft.


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