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 Betreff des Beitrags: Schwere Depression nach Absetzen der Pille BIVIOL!
BeitragVerfasst: 14. August 2007 15:14 
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neu hier

Registriert: 13. August 2007 15:35
Beiträge: 6
Wohnort: NRW
Hallo!

Vorab: bis zu meinem 19. Lebensjahr wusste ich nichtmal was Depressionen sind, war immer lebenslustig, ohne große Ängste.

Es fing eigentlich schon 2 Jahre nach Beginn der Einnahme an: leichte depressive Phasen. Und das immer mal wieder zwischendurch...ich war oft launenhaft, für meinen Freund kaum zu ertragen, habe alles negativ gesehen usw. Vor einem Jahr dann habe ich die Pille nach über 10 Jahren endlich abgesetzt, in der Hoffnung, dass sich meine Laune legt...

Der Absetzzyklus verlief recht normal, nicht anders als sonst, aber ich merkte wie ich immer lustloser und noch gereizter als vorher wurde...kurz darauf (ca. eineinhalb Monate später) hing ich voll in einem Tief, konnte nicht denken, hatte dauernd Angstzustände...bin kurz darauf zum Neurologen, der mir direkt Chemie in Form von Antidepressiva verschrieb, sie halfen jedoch nicht, machten alles nur schlimmer...

Im Moment setze ich den Mist komplett ab, weil ich auch nach nem dreiviertel Jahr noch NUR die NW spüre und dauerbenebelt bin.

Kennt jemand den Zustand der Depression nach Absetzen der Pille?

Bitte antwortet mir! Möchte endlich mal wissen wo das ganze herrührt! Denn wie gesagt, ich war immer fröhlich, unbesorgt, -mit der Chemie änderte sich ALLES!!!

LG


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BeitragVerfasst: 14. August 2007 16:13 
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Hochlagenjunkie

Registriert: 22. Oktober 2004 19:55
Beiträge: 712
Wohnort: ende der welt
ich kann dir dazu leider nix sagen, bei mir wars eher andersrum: ich hatte von einer vorhergehenden pille fiese depressionen und als ich die biviol bekam gingen die wieder weg. dafür kamen in den 4-5 jahren biviol andere üble sachen dazu.

ich wünsch dir viel glück, dass sich das bald wieder einrenkt *trösten*


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BeitragVerfasst: 14. August 2007 16:15 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 27. Februar 2007 21:21
Beiträge: 306
Wohnort: Schweiz
@Blue Leonie

ich war zwar nie sooo Lebenslustig, schwierige psychische Situationen haben mir schon immer etwas zugesetzt.

Allerdings war das unter der Pille sehr viel Schlimmer! Einfache Stresssituationen haben mich in Depressionen gestürzt, die so heftig waren dass mein ganzer Körper rebelliert hat mit Ausschlag etc. :-(

Ich hatte viel weniger Probleme nach dem Absetzen.

Meinst du es ist möglich, dass dein Körper so reagiert weil er das Zeug erstmal rausschmeissen muss?


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BeitragVerfasst: 14. August 2007 16:28 
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Kurven-Entwirrerin

Registriert: 6. November 2006 12:34
Beiträge: 1058
NFP seit: 2006
Mir ging es psychisch und physisch sehr schlecht nach dem Absetzen: Von Angstzuständen bis Dauerübelkeit war alles dabei *zunge*
Das ganze fing glaub ich so 6 Wochen nach dem absetzen an und dauerte einige Wochen an. Langsam gings dann aber wieder bergauf und jetzt ist wieder alles ok bei mir.
Ich wünsch dir alles Gute *trösten*

_________________
Elli ist glücklich mit ihrem Mäusekind (*2011) und ihrem Bärli (*2014)


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BeitragVerfasst: 14. August 2007 16:28 
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hat sich gut eingelebt

Registriert: 1. Oktober 2004 18:44
Beiträge: 150
Wohnort: NRW
Hi,

könnte es denn sein, dass Deine Phasen gar nichts mit der Pille bzw. nicht-Pile zutun haben? Hat sich denn etwas in Deinem Leben verändert vor einem halben Jahr?

Lg Yoyo

_________________
58. NFP- Zyklus seit Sep. 2004


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BeitragVerfasst: 14. August 2007 16:38 
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Registriert: 13. August 2007 15:35
Beiträge: 6
Wohnort: NRW
Hmmm, hört sich schon interessant an...

Nein, bei mir ist alles im Lot, bin seit über 2 Jahren in einer glücklichen Beziehung, ok wir hatten viel Stress wegen unserer Selbständigkeit aber das war ok.

Wie gesagt, mit der Pille fing das Ganze an, vorher kannte ich sowas nicht. Während der Einnahme hatte ich auch ständig mit depressiven Symptomen zu kämpfen...aber nach dem Absetzen war es der Horror. Bin dann auch letztes Jahr für 3 Monaten in einer Klinik gewesen, die haben mich nur so zugepumpt mit Medikamenten, die überhaupt nicht geholfen haben... ich war einfach nur total zugedröhnt, echt schlimm...

...ach ja... und seitdem ich die Pillen reduziere merke ich ja schon wie es mir besser geht. Ich glaube ich vertrage die ganze Chemie einfach nicht...denn wenn das so wäre, dann hätte mir ja wenigstens EINES der Medikamente helfen müssen und ich habe 11 verschiedene ausprobiert...NICHTS...

LG


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BeitragVerfasst: 14. August 2007 19:21 
mal eine frage, die ich einer guten freundin damals auch gestellt habe, als sie depressive phasen mit angstattacken bekommen hat:

hast du mal deine schilddrüse untersuchen lassen? eine schilddrüsenerkrankung kann durchaus zu depressionen inklusive panikattacken führen. zum glück lässt sich sowas jedoch behandeln. meine freundin wollte es mir damals erst gar nicht glauben, bis bei ihr eine unterfunktion festgestellt wurde. seit sie ihre tabletten nimmt, ist sie wie ausgewechselt, wieder der mensch, wie ich ihn vorher kannte, lebensfroh und glücklich.

vielleicht ist das ja ein anreiz, auch mal in anderen richtungen zu suchen.

drücke dir auf jeden fall die daumen, dass die ursache gefunden wird.


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BeitragVerfasst: 14. August 2007 20:49 
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NFP-Prinzessin

Registriert: 21. August 2006 21:26
Beiträge: 5224
Wohnort: bei Mönchengladbach
NFP seit: 09/2006
Ich habe die Biviol im letzen September abgesetzt und muss sagen, dass die depressiven Verstimmungen, Wutausbrüche, Heulattacken etc.pp. nach 2 Wochen verschwunden waren :shock:

Seitdem geht es mir gut und ich habe so extreme Attacken nicht mehr gehabt.

_________________
Maxine *78 mit drei Ablegern *99 *03 *12 / mittlerweile ohne NFP, da *mann* sterilisiert *wieder verheiratet*


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BeitragVerfasst: 15. August 2007 09:14 
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Registriert: 13. August 2007 15:35
Beiträge: 6
Wohnort: NRW
Guten Morgen!

Hmm...ich habe Untersuchungen in jegliche Himmelsrichtungen durch, inklusive Schilddrüse, es wurde nichts gefunden.

Vielleicht sollte ich die Untersuchung dennoch noch einmal durchführen lassen, da ich vor ein paar Monaten ganz schön in die Breite gegangen bin, was natürlich auch von den Antidepressiva kommen kann. Nur habe ich mit denen schon im September letzten Jahres angefangen und zugenommen habe ich erst im Februar/März diesen Jahres...und dann richtig, ca. 25 kg. Konnte vorher essen wann und was ich wollte ich war immer sehr schlank, ...und nun, -aufgegangen wie ein Hefeteig.... :oops:

Alles sehr suspekt...

LG


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BeitragVerfasst: 15. August 2007 09:59 
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NFP-Guru

Registriert: 6. Februar 2007 18:27
Beiträge: 2864
Ich könnte mir auch vorstellen, dass es so ist wie Yasha meint. Vielleicht ist der Körper quasi auf Entzug nachdem die Pillenhormone weg waren und Dein Körper benötigt etwas mehr Zeit um sich um zu stellen *nixweiss*

_________________
Des bin i


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BeitragVerfasst: 15. August 2007 10:42 
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Registriert: 13. August 2007 15:35
Beiträge: 6
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Hallo Momo! Vielen Dank für Deine Antwort!

Das kann ich mir auch sehr gut vorstellen, vorallem, weil ich meinem Körper ja gar keine Zeit gelassen habe, sich zu regulieren, vor allem, nach 10 Jahren Einnahme wäre es doch nur logisch, wenn es ein wenig länger dauern würde, immerhin habe ich mich mehr als ein Drittel meines Lebens mit Hormonen zugepumpt...

Ich habe ja, wie erwähnt, direkt die nächste Chemie in mich reingeschmissen...

Auch während meiner Einnahme hatte ich solche Phasen, die allerdings ohne Medikamente von alleine vorbei gegangen sind, nach ca. 1/2 Jahr. Jetzt, mit Medikamenten, hampel ich schön länger als ein Jahr damit rum...schon irgendwie komisch....Ich habe eigentlich zu den Medis gegriffen, weil ich dachte, dass sie mich "leistungsfähiger" machen :roll: aber sie haben genau das Gegenteil ausgelöst. Unsere Selbständigkeit ist jedenfalls dabei draufgegangen...

LG


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BeitragVerfasst: 15. August 2007 11:14 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 27. Februar 2007 21:21
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Eieiei Blue -Leonie...

Das tut mir so leid für dich ...

Bei mir sind Depressionen meistens ein Zeichen für "jetzt aber mal langsam, Mädchen" wenn ich mich dann zu etwas zwinge... naja, so nen Hautauschlag will ich nie wieder, und mir ist dabei das ganze Immunsystem gekracht, hatte ständig Infektionen *erschrecken* Ich glaub mein Körper sagt sich: Wenn ich die Ruhe nicht im Guten krieg, dann im Bösen.

Wenn deiner nur ansatzweise ähnlich reagiert, dass er dich gewaltsam zur Ruhe zwingen will, dann waren Medis mit der Intention zur Leistungssteigerung oder -Haltung völlig verkehrt, und das ganze hat zurückgeschlagen (mir kommt dabei das englische Wort "backfire" in den Sinn).

Vielleicht wollte er einfach nur Ruhe, weil er die Hormone am Rausschaufeln war/ist, und dazu mehr Energie für sich selbst brauchte als das normal der Fall war?

Naja, zumindest bei mir würde das wohl genauso reagieren... Das ganze ist aus meiner Sicht, meinen Erfahrungen beschrieben, und ich glaube mich würde jeder Arzt oder Psychologe dafür auslachen: Aber für mich triffts zu. ;-)

Achja: Ich hab mir, um die letzte Depri etwas in den Griff zu bekommen Bachblüten besorgt. Notfalltropfen und speziell auf meine Situation abgestimmte. Hat mir sehr geholfen, vor allem beim Arbeitstag überstehen! Am Abend hab ich dann die dunklen Gedanken einfach kommen lassen, und halt damit gelebt dass ich nicht mehr putzen oder waschen mag, mich etwas vergraben. Vor dem Schlafen ein beruhigender Melissentee mit Schuss, und etwas Bachblüten drin, und ich hab super geschlafen. (Ich hatte Schlafprobleme weil ich zuviel gegrübelt hab dann)
So hab ichs für mich erträglich gehalten und die Zeit ohne Medis überstanden. :)


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BeitragVerfasst: 15. August 2007 11:28 
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Registriert: 13. August 2007 15:35
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Hi Yasha!

Du bist ja wie ich... :shock: heftig! Genauso ist das bei mir auch...

Ja, ich hätte einfach Ruhe gebraucht. Hab ich mir auch genommen, -2 Wochen, habe dann gesagt, dass ich dann wieder fit bin, habe mich dann total unter Druck gesetzt, habe Versagensängste bekommen usw.

Es hing soviel dran. Mein Freund und ich waren im Bereich Tiernahrung und Zubehör selbständig. Sind jeden Tag mit einem Verkaufsanhänger auf Wochenmärkte gefahren...Hatten einen 16 Stunden Tag, Abends noch in der Tankstelle gearbeitet... ich habe mir immer Druck gemacht, hatte Angst, dass ich versage, meinen Freund hängen lasse... eigentlicher Auslöser war ein Hörsturz, weil ich im letzten Sommer dehydriert bin...

Die Hormone, der Stress, die Angst, der Druck...ja Yasha, ich hätte einfach nur Ruhe gebraucht und keine Pillen... :-(


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BeitragVerfasst: 15. August 2007 11:34 
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Kurven-Rätslerin

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Beiträge: 306
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:-( *trösten* *trösten* *trösten* *freunde*

dann gib gut auf dich acht ok? die Gesundheit geht vor! *knuddel*


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BeitragVerfasst: 15. August 2007 11:49 
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Registriert: 13. August 2007 15:35
Beiträge: 6
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Ja, auf jeden Fall!

Du bist echt lieb! *knutsch*

Ich bin gerade dabei meine Antidepressiva komplett abzusetzen, mal sehen, wie es mir dann so geht...


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