Jetzt muss ich mich doch hier auch mal einklinken...möchte mal vorausschicken, dass ich hier neu bin und es mir super gefällt, wie offen hier geredet wird. Also will ich mich da mal anschliessen...Ich hatte bis vor ein paar Wochen die Mirena, nach zweieinhalb Jahren habe ich sie mir jetzt ziehen lassen, wegen diverser Probleme, vor allem Schmier-und Dauerblutungen. Vor allem aber hat mich sehr gestört, dass ich verändert war. Zwar war die Libido nicht verändert (dachte ich!!), aber ich hatte sozusagen ein Orgasmusproblem: nicht, dass ich gar nicht mehr kommen konnte, aber es war schwierig, hat viel länger gedauert, war teilweise eine richtige Schufterei. Es hat sich alles einfach lang nicht mehr so gut angefühlt wie vor-Spirale, als wäre ich "taub" untenrum, also im Kopf war ich scharf, aber mein Körper kam nicht hinterher- oder hat gar nicht mitgemacht. Und wenn ich richtig Pech hatte, hatte ich auch noch Schmerzen dabei, dank Spirale....zum verzögerten O. fiel meiner Ärztin keine medizinische Erklärung ein, sie meinte, ich solle mir mal meine Beziehung anschauen....haha. Ich wusste, dass es daran nicht liegen kann. Auch wenn 2 1/2 Jahre eine lange Zeit sind, und die Veränderung schleichend kam, wusste ich doch, das bin nicht wirklich ich selbst!
Im Pschyrembel, einem medizinischen Wörterbuch, findet sich dazu folgende Erklärung: (sinngemäss) Oxytocin, unter anderem für Milchfluss, Mutter-Kind-Bindung und Verliebtheit UND auch für die Kontraktion des Uterus zuständiges Hormon, wird zur Einleitung von Geburten verwendet- und spielt natürlich auch beim O. eine grosse Rolle. Und jetzt kommts: Gestagen, also künstliches Progesteron, mindert die Wirkung von Oxytocin auf die Uterusmuskulatur.
Aha.
Meine Ärztin meinte, nein, dazu ist die Dosierung zu gering, aber ich möchte mal wissen, woher sie das wissen will!! Ich hab nämlich keine Angaben zur notwendigen Dosierung gefunden, und sie weiss ja auch gar nicht, wieviel oder wenig Oxytocin ich habe! Mein neuer Arzt jedenfalls sagte dazu nur: klar, Hormone sind schlecht und verändern ALLES im weiblichen Körper- bei jeder Frau anders! Schliesslich ist es ein ganz diffiziles Zusammenspiel von sehr vielen Hormonen, und schon kleine Veränderungen können viel bewirken....
Soviel zur medizinsichen Seite.
Nachdem ich also genug gute Gründe hatte, um das teure Teil vorzeitig entfernen zu lassen, war ich sehr gespannt, ob sich auch in diesem Bereich eine Veränderung zum besseren (früheren selbst) ergeben wird.
Die ersten beiden Wochen danach waren ziemlich seltsam, ich hatte sowas wie "Entzugserscheinungen", die Brüste taten mir weh, mir war schlecht, ich war zickig. Also wie schwanger.....Als ich dann meine erste richtige Periode bekam, gings richtig aufwärts. Und dann, kurz vorm Eisprung, gings los- heftiger als früher! Mein Schatz war nach ein paar Tagen ziemlich fertig, und recht erstaunt. Weil er mich so wild noch gar nicht kannte- ich hab ihn mit-Spirale kennengelernt. Was nicht heisst, dass er sich beschwert hätte!
Ich bin total begeistert, alles fühlt sich wieder viel intensiver an, Kopf und Köper funktionieren wieder gemeinsam. Es ist schon etwas extrem, man könnte sagen, ich hab gerade nur noch Sex im Kopf. Aber es stört mich nicht (wenn ich gerade keinen willigen Freund hätte, wärs schlecht!), im Gegenteil, ich amüsiere mich prächtig. Und eigentlich wünsche ich mir gar nicht, dass es wieder nachlässt! Also, jetzt nach dem Eisprung ist es natürlich nicht mehr ganz so sehr, aber immer noch genug. Ich finds toll! Und ich hab zweieinhalb Jahre SPASS aufzuholen!!!!! liebe Grüsse an alle, Melanie
