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Melde mich auch mal wieder zurück. Letzte - echte - Mensblutung 7.11.2016. Mitte 2017 hatte ich nochmal eine Blutung, ABER eindeutig ohne vorhergehenden Eisprung, also eine Art letzte Abbruchblutung. Im Oktober 2017 hatte ich nochmal zwei Tage lang etwas Schleim, aber das war es dann.
Hatte in den ersten Monaten nach meiner echten letzten Mens die schlimmsten Depressionen meines Lebens, da mein Östrogenspiegel regelrecht in den Keller gerauscht war. Habe es mit allen möglichen pflanzlichen Östrogenen versucht, nichts half. Cimicifuga ist, um es klarzustellen, KEIN pflanzliches Östrogen, sondern beeinflusst den Serotoninhaushalt und wirkt ähnlich wie die als ADs bekannten Serotoninwiederaufnahmehemmer. Auch das half bei mir nicht, ich wurde irgendwie gaga davon und habe es dann wieder gelassen.
In meiner Verzweiflung verschrieb mir eine FÄ (die ich seit Pillenzeiten eigentlich meide) im Sept. 17 dann körperidentisches, gelförmiges Östrogen zum Auftragen auf die Haut. Effekt war, dass ich binnen sechs Wochen pro Wo ein Kilo zunahm, meine Stimmung blieb dennoch im Keller, außerdem erhöhten sich meine Entzündungswerte, was sich u.a. an meinen Gelenken bemerkbar machte. Zusätzlich bekam ich Progesteron verschrieben, was ich erst vierzehn Tage später einnahm, um den Effekt des Östrogens von dem des Progesterons auseinanderhalten zu können. Ergebnis war, dass meine Depression sich für zwei Tage noch verschlimmerte. Also beides wieder abgesetzt.
Seit einigen Wochen nehme ich jetzt mittelhoch dosiertes Soja-Östrogen (enthält Genistein und Daizein), außerdem nutze ich jeden freien Moment, um mich im Freien aufzuhalten und Sonne zu tanken, fahre viel Rad und bin wieder pausenlos im Garten. Gleichzeitig habe ich mit Gingko angefangen, mittlere Dosierung, was mir hilft, wieder klarer zu denken und meine Gedanken zu ordnen. Ich konnte monatelang überhaupt keinen klaren Gedanken mehr fassen, geschweige denn mich auf irgendetwas länger als fünf Minuten konzentrieren. Das hat sich GsD gebessert, meine Angstzustände sind nicht ganz weg, habe hin und wieder noch schwache Beine, aber alles in allem hat sich mein Zustand gebessert. Seit einigen Tagen nehme ich zusätzlich Taurin, davon dreimal am Tag 500 mg. Soll positiv auf die Nerven und den Blutzuckerspiegel wirken. Alles in allem geht es mir nicht mehr so schlecht wie am Anfang meiner Menopause, aber so wie früher wird es nie wieder werden. Ich vermisse das monatliche Hoch mit der immer wiederkehrenden Rosabrille und sehe das Leben und die Menschen nüchterner als früher, mein Humor ist verschwunden und ich habe kein Gefühl mehr für Situationskomik, alles ist wie weggeblasen. Unfruchtbarkeit scheint generell auch ernst zu machen, unabhängig davon, ob mit oder ohne synthetische Hormone.
@Tuscany: Meine Libido ist ebenso so rasant verschwunden wie seit Beginn meiner Menopause mein Östrogenspiegel in den Keller rauschte. Sie setzte vor über vierzig Jahren just mit meiner ersten Periode ein und genauso abrupt hörte sie auch auf, m.M.n. ist das von der Natur auch genauso so vorgesehen. Meine persönliche Meinung.
Apropos Hysterektomie. Habe ein sehr interessantes Buch gelesen über das Thema: „Hysterektomie, das überflüssige Organ?“ Ein Kapitel widmet sich auch dem Thema Orgasmusfähigkeit nach Entfernung der Gebärmutter und oder der Eierstöcke. Vllt. kennst du das Buch ja schon, es gibt noch ein paar weitere Bücher zu dem Thema, überwiegend jedoch auf englisch. In Deutschland wird das Thema m.M.n. noch immer viel zu wenig thematisiert.
Maca habe ich auch ausprobiert, hat bei mir auch nicht geholfen, bin nur noch nervöser davon geworden, vermute mal eine Marketingkampagne wie bei so vielen NEMs.
Gewichtszunahme: Habe durch das körperidentische Östrogen zugenommen, das ging jedoch nach Absetzen wieder weg. Jetzt, seit ich das Soja-Präparat nehme, habe ich ebenfalls wieder etwas zugenommen, auch viel Ausdauersport ändert daran nichts. Außerdem hat sich meine Fettverteilung geändert in Richtung Bauch, das gehört offenbar zur Unfruchtbarkeit dazu. Man kann das auch bei kastrierten Haustieren beobachten, habe das früher nie verstanden, heute weiß ich, weshalb unsere Haustiere oft so dick sind, es liegt nicht alleine am Dosenfutter, sondern ganz schlicht und ergreifend daran, dass sie unfruchtbar sind. Wer schon mal in südlichen Ländern Urlaub gemacht hat, weiß, wie schlank dort streunende Katzen sind. Früher dachte ich, die sind knapp vorm Verhungern. Nein, sie sind einfach schlank und rank, so wie Säuger im gebärfähigen Alter das normalerweise sind, und so wie auch wir es vor unserer Menopause im Normalfall sind. Dasselbe Phänomen kennen wir von der Pille, auch die Pille macht unfruchtbar und - vorausgesetzt, es handelt sich nicht um jene schlankmachenden Gestagenpillen, die heute auf dem Markt sind – verändert die Fettverteilung in Richtung Bauchumfang.
Angeblich soll es ein Mittel geben, das diese Fettverteilung wieder zugunsten des Hüftfetts verschieben kann, nämlich HcG, also das natürliche Schwangerschaftshormon. Der Effekt wurde schon vor Jahrzehnten entdeckt und eine Zeitlang als Hollywood-Diät vermarktet. Heute ist HcG zu diesem Zweck offenbar weltweit verboten, ich habe aber noch nicht herausgefunden, weshalb. Last but not least noch eine Anmerkung zur Antibabypille: Ich hatte schon am Ende meiner Pillenzeit den Verdacht, dass die Pille eine Art vorgezogene künstliche Menopause bewirkt und bin heute mehr denn je der Auffassung, dass die Pille nicht die Lutealphase verlängert, sondern eine Art Fake-Menopause erzeugt. Wenn die Pille die Lutealphase verlängern würde, was häufig hier im Forum vertreten wird, dann wäre auch die Menopause nichts anderes als eine verlängerte Lutealphase. Aber während der Pilleneinnahme gibt es keinen Gelbkörper, und die Hypophyse hört auf zu arbeiten, im Gegensatz zur Lutealphase und ganz wie in der Menopause, daher sind Menopause und Pilleneinnahme für mich ein und derselbe hormonelle Zustand. Vielleicht mache ich einen Denkfehler?
_________________ Woman ist !Freigeist und unbeeinflussbar und hatte Nov 2016 mit 52 Jahren ihre letzte Mens, schnief-;(
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