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 Betreff des Beitrags: Re: Wechseljahre unter der Pille?
BeitragVerfasst: 11. Januar 2012 23:44 
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Hochlagenjunkie

Registriert: 17. Januar 2009 01:26
Beiträge: 542
@fenchelkillerin

ja, ich würde auch erst mal abwarten, ob du noch "zykelst". Habe selbst auch erst mit 44 abgesetzt und bekam den ersten ES schon nach sieben Wochen. Habe fast vom ersten Tag ab Absetzen Temp gemessen und Mumu beobachtet. Ich war sehr neugierig zu erfahren, ob und wie das alles noch funktioniert.
Meine Zyklen haben sich inzwischen auf exakt 26 Tage eingependelt, bis auf zwei alle mit ES.
Das Vorhandensein von ES sehe ich jedoch nicht als Beweis, dass man noch nicht in den WJ ist. Lange vorher beginnt ja z.B. der Progesteronspiegel in der 2. ZH abzusinken.
In meinen letzten Pillenjahren schwitzte ich sehr stark, heute nur noch unter bestimmten Voraussetzungen (siehe weiter unten). Desweiteren hatte ich unter der Pille Extremschlafstörungen. Heute habe ich in der 2. ZH ebenfalls Schlafstörungen, ist aber alles nicht so schlimm wie unter der Pille. In der 1. ZH. leide ich dafür an einer regelrechten Schlafsucht *lach* .
Ich würde einige Monate abwarten, um mir ein Urteil zu bilden, ob WJ oder "Pillen-Entzugserscheinungen". Der Körper benötigt einfach seine Zeit, um den ganzen Hormonsalat nach der Pille wieder in Ordnung zu bringen. (Und seinen eigenen Hormonsalat zu produzieren *lach* :mrgreen: , den Unterschied merkst du).
Wenn du deine Werte messen lassen willst, würde ich ebenfalls mind. 1 - 2 Zyklen abwarten. Möglicherweise bist du schon in der Postmenopause, dann erübrigt sich der Hormonstatus auch (korrigiert mich, falls das nicht zutrifft, ich sehe bei meinem jetzigen Wissensstand jedoch keine Notwendigkeit dafür, vll. gibt es ja doch Argumente dafür?).

A propos Schwitzen: ich habe beobachtet, dass ich verstärkt schwitze, wenn ich zuviel Sojaprodukte esse. Hilft also nicht bei allen gegen WJ-Beschwerden, den Hype um Soja als Mittel gg. WJ-Beschwerden kann ich daher nicht nachvollziehen.

Gegen die Beschwerden allgemein nehme ich Mönchspfeffer, damit muss man aber sehr gut umgehen können, die optimale Dosierung ist individuell sehr unterschiedlich und kann bei Überdosierung starke Nebenwirkungen hervorrufen. Ich nehme nach Bedarf 1/4 bis 1/2 der empfohlenen Dosierung. Möpf hilft auch nicht gegen alle Symptome, z.B. gegen Herzrasen hilft es bei mir überhaupt nicht. Das Herzrasen führe ich auf den für die Prämenopause typischen LH-Anstieg zurück. Herzrasen und LH-Peak hatte ich vor der Prämenopause ziemlich zeitgleich zum ES, daher meine Schlussfolgerung, jetzt ist es beinahe Dauerzustand und führt auch zu den Schlafstörungen. Desweiteren habe ich irgendwo gelesen, dass Mönchspfeffer keinen Effekt auf den LH-Spiegel hat. Das passt zu meiner Beobachtung, dass es gegen Herzrasen nicht hilft.
Hingegen hilft es z.B. sehr gut gegen Gereiztheit und was so alles damit zusammenhängt, das Ungenießbarsein für andere eben (eine meiner Kolleginnen ist ungenießbar, aber ich würde ihr niemals mein kleines Geheimnis verraten *lach* 8-) ).

Mit Progesteron habe ich auch mal experimentiert. Der Effekt war jedoch gleich Null, es führte nicht mal zu einem Temp.anstieg in der 2.ZH. Dafür begann ich während der Prog.einnahme irre zu schwitzen.

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Woman ist !Freigeist und unbeeinflussbar und hatte Nov 2016 mit 52 Jahren ihre letzte Mens, schnief-;(


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 Betreff des Beitrags: Re: Wechseljahre unter der Pille?
BeitragVerfasst: 17. April 2012 13:17 
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Registriert: 7. November 2011 08:17
Beiträge: 19
NFP seit: Oktober/November 2011
Ich bin zwar noch weit von den WJ entfernt, hab aber kürzlich in einem Artikel gelesen, dass einer Frau mit der Geburt eine bestimmte Anzahl von Eizellen für ihr Leben zur Verfügung stehen.
Einige springen eben mit dem Eisprung und andere werden eben im Laufe der Jahre vom Körper wieder abgebaut.
Da stand dann, wenn sich die Zahl der noch vorhandenen Eizellen um die 1000 bewegt setzen die Wechseljahre ein.

Jetzt lacht mich bitte nicht aus, aber mir ist dazu eine ganz blöde Frage eingefallen. :oops:
Wenn eine Frau jetzt nach Geschlechtsreife die meiste Zeit mit Pille verhütet hat sie ja keine Eisprünge und "verbraucht" somit weniger Eizellen.
Treten dann die WJ auch erst etwas später ein, als bei Frauen, die ihr Leben lang hormonfrei verhütet haben und regelmäßig Eisprünge hatten?

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Nini+ liebt das Familienleben und kurvt mit ihrer Lausemaus Minini durchs Leben.
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 Betreff des Beitrags: Re: Wechseljahre unter der Pille?
BeitragVerfasst: 17. April 2012 14:19 
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Registriert: 29. März 2011 22:54
Beiträge: 39
Hallo Nini,

diese Frage ist doch nicht lächerlich, sondern mir kam die Frage auch mal und ich hatte sie in einem anderen Forum einem Hormonspezialisten gestellt. Der meinte sinngemäß: So einfach ist das nicht! Die Eier in den Eierstöcken altern ja trotzdem, ob mit oder ohne Pilleneinnahme, und werden unweigerlich nach und nach, mit zunehmendem Alter "abgebaut" bzw. "unbrauchbar".
Ein Mädchen hat bei seiner eigenen Geburt eben seine vollständige Eieranzahl in den Eierstöcken und ab Geburt beginnen sie unweigerlich zu altern. Bei jeder Frau sind die Eier deshalb mit 50 Jahren auch 50 Jahre alt. Und da die Eier ein natürliches "Verfallsdatum" haben (welches ungefähr 50 Jahre beträgt), spielt es für die Fortpflanzungsfunktion praktisch keine Rolle, ob man Hormone nimmt oder nicht. Wenn die Eierstockfunktion mit ca. 50 Jahren erloschen ist, dann ist man definitiv nicht mehr fruchtbar, auch wenn man durch Hormoneinnahme noch Blutungen hat. Durch die Hormone (Hormonersatztherapie oder Pille in den Wechseljahren) wird dem Stoffwechsel eben das Vorhandensein der Hormone "vorgespielt", bzw. sie werden ja dem Körper tatsächlich zugeführt, so dass er keine Hormonmangelsymptome, nichts anderes sind ja die Wechseljahrssymptome, bekommt.

Aber interessant finde ich, dass "schon" bei noch 1000 vorhandenen Eizellen die Wechseljahre einsetzen!
Da hat frau ja immerhin noch eine relativ große Reserve, auch in den Wechseljahren noch schwanger zu werden! Allerdings hatte ich auch mal gelesen, dass generell pro Zyklus ca. 100 (!) Eizellen heranreifen, nicht nur 1, wie man immer so denkt. Eine einzige von den 100 reift dann voll aus und springt, die anderen 99 gehen zugrunde. Das wären dann bei 1000 Eizellen ja auch nur noch 10 Zyklen mit Fortpflanzungsmöglichkeit. Wenn man bedenkt, dass die Wechseljahre bei vielen Frauen an die 10 Jahre dauern, ist das nur noch 1 normaler Eisprung im Jahr. Das stimmt eigentlich auch mit den wissenschaftlichen Angaben, die man über die Wechseljahre so liest, überein!

LG Freesie


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 Betreff des Beitrags: Re: Wechseljahre unter der Pille?
BeitragVerfasst: 17. April 2012 14:29 
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Fingerwundschreiberin

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Beiträge: 984
Wohnort: Südlich des Weißwurstäquators
NFP seit: länger als die Pille \o/
Nini+ hat geschrieben:
Wenn eine Frau jetzt nach Geschlechtsreife die meiste Zeit mit Pille verhütet hat sie ja keine Eisprünge und "verbraucht" somit weniger Eizellen.

Ich habe hier im Forum irgendwann mal etwas gelesen, dass das wohl nicht stimme und dass man mit hormoneller Verhütung keine Eizellen einsparen könne, weil die Follikel z.B. unter der Pille dennoch heranreifen, aber letztlich zugrunde gingen, statt zu springen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Wechseljahre unter der Pille?
BeitragVerfasst: 17. April 2012 18:14 
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neu hier

Registriert: 7. November 2011 08:17
Beiträge: 19
NFP seit: Oktober/November 2011
Vielen Dank für die tollen Antworten ihr beiden! *sonne*
Dass Eizellen auch ohne Eisprung heranreifen und dann einfach zugrunde gehen wusste ich gar nicht. Das deckt sich dann ja auch mit der Aussage, dass die Eizellen -ob gesprungen oder nicht- eben nur ca. 50 Jahre alt werden und früher oder später eingehen. Auf die Idee bin ich noch gar nicht gekommen.
Ich freu mich jedesmal, wenn ich wieder was neues über meinen Körper lerne! Komm mir da immer vor wie ein Kind in der ersten Klasse, wenn alles noch neu und aufregend ist!

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 Betreff des Beitrags: Re: Wechseljahre unter der Pille?
BeitragVerfasst: 17. April 2012 22:15 
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Hochlagenjunkie

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ich fand die beiden Beiträge jetzt auch sehr spannend und aufschlussreich *daumenhoch*

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 Betreff des Beitrags: Re: Wechseljahre unter der Pille?
BeitragVerfasst: 15. Juli 2013 08:04 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 5. April 2013 11:20
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Ich stelle mal eben das Problem meiner Mama dar, was sie gerade ratlos macht:

Sie ist Anfang 50, hat jetzt jahrelang die Pille (nur Gelbkörperhormone) durchgenommen um
die Wechseljahre zu unterdrücken. Alle paar Jahre soll sie die Pille absetzen um zu sehen, ob
sie schon durch ist oder immernoch ES hat. Als sie nun das letzte mal abgesetzt hat, hat sie
wochenlang dauergeblutet, dann einen ES gehabt und wieder die Pille nehmen müssen. Nach dem
2. mal absetzen blutet sie nun wieder ewig lange, was ja echt nicht gut sein kann.
Kennt das jmd. von euch und hat nen Tipp, was sie da tun kann? Sollte sie weiter Hormone nehmen
oder ausharren? Was ist mit Eisenmangel etc., muss sie da nicht was ausgleichen, wenn sie so
viel Blut verliert? Ist das normal? *help*

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Feuerwehrfan (07/16) und nun laufende Zaubermaus (07/19)


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 Betreff des Beitrags: Re: Wechseljahre unter der Pille?
BeitragVerfasst: 15. Juli 2013 15:17 
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Hochlagenjunkie

Registriert: 17. Januar 2009 01:26
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Lene87 hat geschrieben:
Ich stelle mal eben das Problem meiner Mama dar, was sie gerade ratlos macht:

Sie ist Anfang 50, hat jetzt jahrelang die Pille (nur Gelbkörperhormone) durchgenommen um
die Wechseljahre zu unterdrücken. Alle paar Jahre soll sie die Pille absetzen um zu sehen, ob
sie schon durch ist oder immernoch ES hat. Als sie nun das letzte mal abgesetzt hat, hat sie
wochenlang dauergeblutet, dann einen ES gehabt und wieder die Pille nehmen müssen. Nach dem
2. mal absetzen blutet sie nun wieder ewig lange, was ja echt nicht gut sein kann.
Kennt das jmd. von euch und hat nen Tipp, was sie da tun kann? Sollte sie weiter Hormone nehmen
oder ausharren? Was ist mit Eisenmangel etc., muss sie da nicht was ausgleichen, wenn sie so
viel Blut verliert? Ist das normal? *help*
bei reinen Gestagenpillen sind Dauerblutungen nach Absetzen nichts Ungewöhnliches. Ich hatte vor einigen Jahren nach nur zwei Wochen Einnahme und anschließendem Absetzen eine Dauerblutung von rund drei Wochen. Ich habe mich wieder davon erholt, ohne irgendwelche Mittel einzunehmen.

Gestagene werden auch oft zu diesem Zweck verschrieben, wenn Frauen, die keine Hormone einnehmen, anovulatorische Langzyklen ohne Periode haben. Die Blutung entfernt das durch den wochenlangen Östrogeneinfluss herangewachsene Endometriumgewebe.

Wenn deine Mom 50 ist und noch Eisprünge hat, ist sie übrigens nicht in den Wechseljahren, sondern in der Prämenopause. Erst nach der Menopause, also der letzten Periode, beginnen definitionstechnisch die Wechseljahre.

Wieso muss deine Mom denn die Pille wieder nehmen, wenn sie einen ES hatte? Wir nehmen doch auch nicht die Pille, nur weil wir ES haben? *kopfkratz* :?:

Bin übrigens gegenwärtig 49 1/2 und habe dank Nichteinnahme von Hormonen noch einigermaßen regelmäßige Zyklen von rund 26 Tagen. Gegen prämenopausale Beschwerden nehme ich Mönchspfeffer. Es harmonisiert manchmal mehr, manchmal weniger den Hormonhaushalt.

Wenn deine Mom Hormone gut verträgt, ist m.E. eigentlich nichts gegen Hormoneinnahme einzuwenden. Das Problem sind die Absetzschwierigkeiten, und dass es, wie bei jüngeren Frauen eben auch, Wochen oder Monate dauern kann, bis der Körper sich wieder auf seine eigene Hormonproduktion umgestellt hat. Auch die psychische Umstellung an den eigenen Zyklus ist nicht immer einfach. Man muss als Frau bereit sein, die mit dem Zyklus verbundenen Hormonschwankungen zu akzeptieren. Wenn diese mit zu starken gesundheitlichen Belastungen verbunden sind, sehe ich in Hormonen, vorausgesetzt man verträgt sie gut, schon eine Alternative.

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 Betreff des Beitrags: Re: Wechseljahre unter der Pille?
BeitragVerfasst: 15. Juli 2013 15:36 
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NFP-Guru

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Möchte mich Salute Carole anschliessen, *zustimm* und anfügen, dass ich nach der FG 8 Wochen lang geblutet habe, ohne jede Probleme. Ich wurde mehrfach auf Anämie getetestet. Es war alles ok. Evtl ist eine Einnahme von niedrig dosiertem Eisen aber angezeigt.
LG

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Kates Seite
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 Betreff des Beitrags: Re: Wechseljahre unter der Pille?
BeitragVerfasst: 15. Juli 2013 21:49 
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Hochlagenjunkie

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@kate, acht Wochen, das ist ja wirklich krass :shock: . Aber es freut mich, dass du dazu positiv eingestellt bist und das überstanden hast *knutsch* .

Muss mich noch korrigieren: die Wechseljahre beginnen nicht direkt nach der Menopause, sondern erst, wenn nach der letzten Blutung ein Jahr lang keine neue Blutung erfolgt ist. So lautet die Definition.

Für ganz geglückt halte ich die Definition allerdings nicht. Besser wäre es mMn, wenn sich der Eintritt der Menopause daran orientieren würde, wie lange eine Frau keinen ES mehr hatte, denn Blutungen können auch ohne ES erfolgen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Wechseljahre unter der Pille?
BeitragVerfasst: 16. Juli 2013 06:27 
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Kurven-Rätslerin

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Beiträge: 356
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Ich danke euch für eure Antworten!

Die Einnahme der Pille soll helfen, den Beschwerden der (bald vermuteten) Wechseljahre aus dem
Weg zu gehen. Zwischendurch wird mal abgesetzt und geguckt, ob sie noch fruchtbar ist und
sie meinte, sie hatte direkt wieder Eisprünge in den Monaten nach Absetzen. Deshalb soll sie nun
wieder beginnen und in ein paar Jahren nochmal "testen", ob sie WJ dann vorüber sind.
Die Dauerblutungen machen sie aber nervös und deshalb fühlt sie sich nicht mehr so wohl bei der Sache.
Wenn das normal sein soll, kann ich sie ja schonmal etwas beruhigen.

Es ging dabei nicht in erster Linie um gesundheitliche Belastungen, sondern um die Einfachheit.
Einfach Hormone schlucken, keine Periode mehr, Sex haben ohne aufpassen,
und auch noch den unangenehmen Nebenwirkungen der Wechseljahre aus dem Weg gehen.

Also im Prinzip seht ihr darin keine Probleme, bis auf die Blutungen und die hormonelle Umstellung nach
dem Absetzen?

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 Betreff des Beitrags: Re: Wechseljahre unter der Pille?
BeitragVerfasst: 16. Juli 2013 17:54 
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Hochlagenjunkie

Registriert: 17. Januar 2009 01:26
Beiträge: 542
ich sehe das Problem darin, dass die Beschwerden, die durch das ständige Absetzen hervorgerufen werden, von Wechseljahrsbeschwerden nicht unbedingt differenziert werden können. Und so wird der Kreislauf zwischen Einnahme und Absetzen ins Endlose fortgesetzt.

So wird deine Mom auch nie erfahren, ob sie überhaupt Wechjeljahrsbeschwerden hat und ob die Einnahme überhaupt notwendig ist. Es gibt ja auch Frauen, die gar keine oder kaum Beschwerden haben. In meinem Umfeld fällt mir immer wieder auf, dass das meist Frauen sind, die viele Kinder haben, aber das kann auch Zufall sein.

Die Blutungen führe ich, wie bereits angedeutet, auf die Wirkung des Gestagens zurück. Gestagene verfestigen, wie auch das körpereigene Progesteron auch, das Endometrium sehr stark. Nach Absetzen löst es sich schlagartig, und das ruft dann die Blutungen hervor.

Bei der Einnahme von Hormonen würde ich auch immer die Risiken im Blickfeld behalten, insbesondere das erhöhte Risiko für hormonell verursachte Krebsarten. Die Entscheidung ist also Abwägen zwischen Vorteilen und Risiken.

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 Betreff des Beitrags: Re: Wechseljahre unter der Pille?
BeitragVerfasst: 17. Juli 2013 10:55 
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Beiträge: 38
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Vor gut 7 Jahren wurde mir ein Gelbkörperhormon verschrieben, nachdem ich jahrelang überhaupt nicht hormonell verhütet hatte und nun so "harmlos" wie möglich eine Pille wollte. Bis zum Januar diesen Jahres nahm ich die Cerazette durch ohne auch nur ein einziges Mal mehr zu bluten. Dann empfahl mir meine Gyn eine Einnahmepause. Ich hatte das Gefühl, mein Körper würde sich übergeben wollen, denn immer mehr und mehr wurden die Blutungen (die schon immer sehr stark waren) und dann kamen diese große Stücke mit heraus, die entfernt an Nabelschnurteile erinnerten! Was sind diese "Endometrium-Stückchen"?
Meine Ärtzin half mir nicht so wirklich und jetzt habe ich einfach wieder alles gestoppt und lasse meinen Körper zu sich selbst finden.
Ein bisschen gruselig: eine Verhütung hätte ich schon gern, denn ich glaube, dass ich noch ES habe.
Deshalb bin ich hier: lernen und Ratschläge lesen....


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 Betreff des Beitrags: Re: Wechseljahre unter der Pille?
BeitragVerfasst: 17. Juli 2013 22:05 
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Hochlagenjunkie

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Wildkirsche61 hat geschrieben:
Vor gut 7 Jahren wurde mir ein Gelbkörperhormon verschrieben, nachdem ich jahrelang überhaupt nicht hormonell verhütet hatte und nun so "harmlos" wie möglich eine Pille wollte. Bis zum Januar diesen Jahres nahm ich die Cerazette durch ohne auch nur ein einziges Mal mehr zu bluten. Dann empfahl mir meine Gyn eine Einnahmepause. Ich hatte das Gefühl, mein Körper würde sich übergeben wollen, denn immer mehr und mehr wurden die Blutungen (die schon immer sehr stark waren) und dann kamen diese große Stücke mit heraus, die entfernt an Nabelschnurteile erinnerten! Was sind diese "Endometrium-Stückchen"?
Meine Ärtzin half mir nicht so wirklich und jetzt habe ich einfach wieder alles gestoppt und lasse meinen Körper zu sich selbst finden.
Ein bisschen gruselig: eine Verhütung hätte ich schon gern, denn ich glaube, dass ich noch ES habe.
Deshalb bin ich hier: lernen und Ratschläge lesen....
@Wildkirsche, wie lang dauerten diese Blutungen denn?

Endometrium-Stückchen sind Gewebestückchen der Gebärmutterschleimhaut. Normalerweise erfüllen Blutungen ja den Zweck, dass während des Zyklus herangewachsene und verdickte Gebärmutterschleimhaut sich löst. Dadurch kann einerseits ein neuer Zyklus beginnen, andererseits regeneriert sich die Gebärmutter auf diese Weise auch regelmäßig. Dass die Gebärmutterschleimhaut auch unter ausschließlicher Gestageneinnahme heranwächst, überrascht mich. Man lernt eben nie aus.

Gewebestückchen lösen sich bei mir auch gelegentlich bei der Periode. Ist zwar eher selten, aber kein unbekanntes Phänomen. Allerdings nie nabelschnurgroße Stücke, sondern eher mal so kleine Fetzen, die dann plötzlich im Badewasser auftauchen.

Wenn du schon hier bist, dann versuch es doch verhütungstechnisch mit NFP! Mit NFP gewinnst du auf jeden Fall Klarheit, ob du tatsächlich noch ES hast. Dass du deinem Körper die Gelegenheit geben möchtest, zu sich zu finden, finde ich eine sehr gute Idee *zustimm* .

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 Betreff des Beitrags: Re: Wechseljahre unter der Pille?
BeitragVerfasst: 22. Juli 2013 11:17 
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Vielen Dank für Deine Antworten, liebe SalutCarole, gerade die Information über die Gebärmutterschleimhaut ist für mich sehr interessant, denn Haut hatte ich schon öfter früher zwischen den Fingern, doch diese kleinfingerdicken Brocken haben mich doch erschreckt.
Die Pille nach den 8 Jahren abgesetzt habe ich am 17.01. Am Tag drauf bekam ich eine schwache Blutung über 6 Tage. Am 31. hatte ich diesen mir aus früheren Jahren bekannten MS, ab dem 15.Februar hatte ich eine furchtbar starke Blutung, die meine FÄ am 4. mithilfe eines Gelbkörperhormons stoppen wollte. Am 07.03. stoppte sie denn endlich. In diesem Monat gingen viele der dicken Brocken ab.
Ab dem 20.03. hatte ich 6 Tage eine Blutung mit Krämpfen, danach ab dem 17.04. eine Blutung über 17 Tage.
Am Ende dieser Blutung sollte ich zur FÄ, sie wollte prüfen, ob ich eine hormonell gesteuerte Blutung habe und bestätigte das bei einem Blick auf das Ultraschallbild. Nun dachte ich, lasse ich mir wieder die Cerazette verschreiben und habe keine Blutungen mehr. Einfache und sichere art der Verhütung ohne die lästige ewig lange Mens, die ich von früher kenne jeden Monat war mein Ziel. Doch da hatte ich nicht mit meinem Körper gerechnet: ich nahm die Pille am 03.06. das erste Mal, hatte meine Mens 2 Wochen lang ziemlich heftig, und behielt eine leichte Dauerblutung bis zum 03.07. Da wurde die Blutung wieder mehr und hellroter, woraufhin ich die Pille in die berühmte "Ecke" schmiss.
Die Blutung wurde wiederum heftig und schmerzhaft bis zum 07., am 11.07. hörte ich endlich auf zu bluten. Uff!

Tja, nun übergebe ich mich wieder der Natur und will sehen und lernen, wie ich wenigstens durch Beobachten herausfinden kann, wann mein Mann und ich sicher sind, denn nach 3 Kindern und mit 51 Jahren möchte ich wirklich keinen Nachwuchs mehr.
Das Thermometer mit den 2 Stellen hinterm Komma ist bestellt, nun soll es losgehen.

Ich werde bestimmt noch einige Male Fragen stellen :-)


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