Mara hat geschrieben:
Die ersten drei Werte müssen je mind. 0,2 Grad höher sein als die Hilfslinie. Die strenge (ich hatte vorhin reine geschrieben, dabei meinte ich die strenge) Temperaturmethode ist annähernd so sicher wie die STM.
Gebt ihr Euch auch ohne Schleim frei, wenn ihr nach reiner Temperaturmethode - wie oben beschrieben - auswerten könnt?
Ich hatte diesen Zyklus den Fall.
Ich bin nur neuierig...

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Edit am 27.04.10 von Mara, damit klar wird, welche Regeln der Temperaturmethode zu Grunde liegen (nach Döring): Die strenge Form der TMZitat:
Den richtigen Temperaturanstieg erkennt man daran, dass er innerhalb von 48 h oder weniger erfolgt und dass die Temperaturen an drei aufeinanderfolgenden Tagen um mind. 0,2 Grad Celsius höher liegen als an den vorangegangenen sechs Tagen.
Zur Sicherheit:
Zitat:
Wenn sich eine Frau an die oben genannte Regel zur Bestimmung des TA hält und wenn sexueller Kontakt nur in der Zeit vomn 3. Tag der erhöhten Temperatur bis zur folgenden Regelblutung stattfindet, dann ist die Zuverlässigkeit dieser "strengen Form der TM" außerordentlich hoch. In der Zeit vom 3. Tag der erhöhten Temperatur bis zur folgenden Regel ist niemals eine Empfängnis beobachtet worden! Die Zuverlässigkeit der strengen Form der TM liegt nur wenig nach der Pille an der Spitze aller bis heute bekannten Methoden der Empfängnisverhütung.

Somit darf da wohl keine Lücke sein.

Das Ausklammern von Störfaktoren wird nicht eindeutig formuliert.

Am ZA keine freie Zeit.

Nur Rede vom Tag der 3. HM, nicht vom Abend...
Die erweiterte Form der TMZitat:
Es gibt noch eine Zeitspanne in jedem Zyklus, die als unfruchtbar bezeichnet werden kann, nämlich die Tage nach Beginn der Regelblutung bis 6 Tage vor dem Temperaturanstieg. Doch ist die Bestimmung dieser Zeitspanne schwieriger. Bei Schwankungen der Zykluslänge, also des Regelabstandes, kommt es hier eher einmal zu einer unbeabsichtigten Empfängnis. Wenn ein Ehepaar sowohl die oben beschriebene, absolut zuverlässig unfruchtbare Zeitspanne vor der Regel als auch die soeben erwähnten wahrscheinlichen unfruchtbaren Tage nach der Regel für den sexuellen Kontakt ausnutzt, dann spricht man von der erweiterten Form der TM.
Jetzt zu den Regeln:
Zitat:
Bei der Errechnung dieser unfruchtbaren Phase im Zyklus geht man folgendermaßen vor: Von dem ZT an, an dem bei mindestens 6monatiger Temperaturmessung der früheste Temperaturanstieg beobachtet worden ist, werden 6 Tage abgezogen. Davon entsprechen 2 Tage dem durchschnittlichen zeitlichen Abstand des Follikelsprunges vom Temperaturanstieg, 2 Tage durchschnittliche Befruchtungsfähigkeit der männlichen Samenzellen, und die restlichen 2 Tage stellen einen Sicherheitsfaktor dar.
Sprich:

Minus 6 statt Minus 8

schon nach 6 Monaten (weiter hinten schreibt er noch, dass die Kontrolle der Körpertemperatur besser noch während eines ganzen Jahres erfolgen soll) - Angabe in Monaten und nicht in Zyklen
Andere Formen der erweiterten TMZitat:
In vielen Ländern ist es üblich, für die Bestimmung der unfruchtbaren Tage vor der Regelblutung die TM zu benutzen, aber für die unfruchtbaren Tage nach der Regel die Kalendermethode nach Ogino und Knaus. Die Zuverlässigkeit derartiger Kombinationen ist schlecht. Diese Kombinationen haben teilweise die TM in Misskredit gebracht und sind daher abzulehnen.
Wie kann man die Temperaturmethode noch sicherer machen?Zitat:
Manche Frauen haben Hemmungen die TM praktisch zur Empfängnisverhütung zu benutzen, weil sie sich nicht sicher sind, ob der von ihnen beobachtete Temperaturanstieg auch wirklich der "richtige" TA ist. Für diese Frauen gibt es ein Hilfsmittel: Einige Tage vor dem ES und auch noch während des Eisprunges wird der Schleim im Halsteil der Gebärmutter flüssig und fadenziehend ("wie das Weiße vom rohen Ei"). Diese Verflüssigung ist die Voraussetzung dafür, dass die Samenfäden in die Gebärmutter eindringen können. Die meisten Frauen können diese Tage daran erkennen, dass sie diesen fadenziehenden Schleim am Eingang der Scheide feststellen. Hat nun eine Frau an den 3-4 Tagen vor dem TA schleimig-fadenziehende Absonderungen beobachtet, so kann sie sich darauf verlassen, dass der TA tatsächlich anzeigt, dass der ES erfolgt ist und dass die fruchtbaren Tage vorüber sind.
Die Kombination von TM und Selbstbeobachtung der Schleimabsonderung wird als "symptothermale Methode" bezeichnet (Rötzer). Es gibt auch eine Methode, bei der man sich allein nach dem Abgang von fadenziehendem Schleim richtet (Methode nach Billings, siehe den deutschen Leitfaden von A. Capella). Die reine Schleimbeobachtungsmethode hat so viele Versager, dass man sie nicht empfehlen kann.
Generell auffälliges:

es wird nur von Enthaltsamkeit während der fruchtbaren Phase gesprochen.

Follikelsprung in der Mitte des Zyklus - bei 28-Tage-Zyklen kann man mit großer Sicherheit davon ausgehen, dass der Follikelsprung am 13. oder 15. ZT ist. Generell sollte man wissen, dass bei einer Frau der Follikelsprung meist ziemlich genau zur selben Zeit innerhalb des Zyklus ist.
Dazu noch folgendes:
Zitat:
Wenn also eine Frau wissen will, zu welchem Zeitpunkt bei ihr mit dem Follikelsprung zu rechnen ist, dann muss sie mehrere Monate lang regelmäßig ihre Körpertemperatur morgens messen und aufzeichnen. Hat sie festgestellt, dass der TA in den meisten Zyklen z.B. am 15. ZT erfolgt ist, dann kann sie sich ausrechnen, dass der Follikelsprung jeweils 1 bis 2 Tage früher, also in der Zeit vom 13. - 14. ZT, stattgefunden hat. Berücksichtigt man jetzt noch die Befruchtungsfähigkeit der männlichen Samenzellen mit 2 - 3 Tagen, dann ergibt sich, dass die für eine Empfängnis günstige Zeit in diesem Fall etwa vom 10. bis zum 15. ZT reicht. Den Tag des TA rechnet man erfahrungsgemäß zu den günstigen Tagen.
Die Richtigkeit dieser Regel ist durch die Ergebnisse zahlreicher Untersuchungen bewiesen.
Praktische Regeln für das Messen der Körpertemperatur zur Kontrolle der EierstockfunktionZitat:
1. Das Thermometer muss vor der Messung heruntergeschlagen werden.
2. Die Temperatur muss jeden Morgen etwa zur gleichen Uhrzeit vor dem Aufstehen gemessen werden. Abweichungen bis zu einer Stunde spielen keine Rolle. Größere Abweichungen müssen auf dem Kurvenblatt vermerkt werden.
3. Die Messung erfolgt entweder im Darm oder im Mund unter der Zunge, und zwar 5 Minuten lang. Messungen in der Achselhöhle sind für diesen Zweck zu ungenau.
4. Die gemessenen Temperaturwerte sollen sofort auf ein Kurvenblatt notiert werden.
5. Man beginnt bei Einetzen der Periode ein neues Kurvenblatt.
6. Benutzt werden kann jedes gewöhnliche Fieberthermometer. Spezialthermometer geben keine größere Genauigkeit, sie erleichtern jedoch die Ablesung.
7. Erkrankungen, auch leichte, wie z.B. Schnupfen, Kopfschmerzen usw., die zu einer vorübergehenden Temperaturerhöhung führen können, müssen auf dem Kurvenblatt vermerkt werden, da sie sonst einen Temperaturanstieg vertäuschen können.
8. Es soll grundsätzlich täglich das gleiche Thermometer benutzt werden. Die Verwendung eines neuen Thermometers muss auf dem Kurvenblatt vermerkt werden, da auch geeichte Thermometer untereinander erhebliche Abweichungen aufweisen können.
9. Die einzelnen Temperaturwerte werden auf dem Kurvenblatt eingetragen und durch Linien miteinander verbunden.
10. Es empfiehlt sich, besonders anfangs, die Beratung durch einen auf diesem Gebier erfahrenen Arzt in Anspruch zu nehmen, da sich sonst leicht Fehler in der Deutung der Kurven einschleichen. Das gilt besonders für die Frauen, bei denen der TA nicht sprunghaft, sondern im Verlauf von mehreren Tagen allmählich erfolgt oder deren Kurven in einem Zyklus mehrere Erhöhungen oder andere Unregelmäßigkeiten aufweisen.
11. Frauen, die mit der TM Erfahrung haben, brauchen die Temperatur nicht täglich zu messen. Sie hören damit auf, wenn die Temperatur 4 oder 5 Tage auf dem erhöhten Niveau liegt und beginnen wieder am 6. ZT.
Noch zum Schluss die
Versagerquote (=wenn 100 Frauen während eines Jahres ein Verhütungsmittel anwenden und wieviele davon dann schwanger werden) der Natürlichen Methoden von damals:
Zitat:
CI 20
Kalendermethode 20
Billings 20
TM "stenge Form" 1
TM "erweiterte Form" 3
STM 1 - 7