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 Betreff des Beitrags: Falschinformationen über Verhütung in den Medien
BeitragVerfasst: 18. Januar 2013 00:41 
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Registriert: 18. Juni 2007 21:51
Beiträge: 1738
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NFP seit: Juni 2007
Ich habe gerade Nachrichten gelesen und habe mich soo aufgeregt.

Es ging um ein Vergewaltigungsopfer in Köln, was von zwei katholischen Krankenhäusern nicht untersucht wurde. Die Häuser verweigerten die Untersuchung und Sicherung von Spuren sowie die Verabreichung der Pille danach.
( :arrow: Hier gehts zum Artikel )

Jedenfalls standen dann in dem Artikel Sätze drin wie:

Zitat:
Sie wandte sich an die Notärztin, die eine Vergewaltigung nicht ausschließen konnte und ihrer Patientin die "Pille danach" verschrieb, also eine Abtreibungspille.


Zitat:
Der Sprecher des Erzbistums Köln sagte der Nachrichtenagentur DPA, das einzige, was katholische Kliniken nicht dürften, sei die Verschreibung der "Pille danach". Denn Abtreibungen nähmen katholische Ärzte unter keinen Umständen vor, da sie werdendes Leben zerstörten.


Es geht mir jetzt nicht um die Nachricht als solches, die auch schrecklich ist, sondern, dass die Medien solche Falschinformationen verbreiten. Die Pille danach verhindert, wenn es zeitlich passt, einen Eisprung. Eine Abtreibung geschieht nur mit einem befruchteten, eingenisteten Ei, aber dann nicht durch die Pille danach, die eine Befruchtung verhindert.
Das wirft dann schon auf den Inhalt ein anderes Licht, aber ich will hier keine Diskussion lostreten, warum die katholische Kirche gegen aktive Verhütung ist und auch bei Vergewaltigungsopfern keine Ausnahme machen können oder inwieweit die Quelle vertrauenswürdig ist oder nicht.

Ich finde es halt nur schade, dass Medien sowas schlecht recherchiert weitergeben und nun könnten viele Frauen denken, sie wären nach dem Verkehr sofort schwanger, denn die Pille danach treibt ja ab *hä*
Was habt ihr so in Medien mal an schlechten oder falschen Informationen bzgl. Verhütung gefunden? Und damit meine ich nicht das klassische "An Tag 14 gibt es einen Eisprung" in den Schulbüchern und der Bravo :mrgreen:

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*Sushi* mit Mini (04/2012) und Lütte (05/2023) und Sternschnuppen (2017 * & 2022 **) am Kleben im Stickerheft of life. Bild


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 Betreff des Beitrags: Falschinformationen über Verhütung in den Medien
BeitragVerfasst: 18. Januar 2013 08:14 
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Moderatorin a. D.

Registriert: 28. Dezember 2005 11:58
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NFP seit: Dezember 2005
Ich bin auch entsetzt über den Vorfall.

Zum Thema: ich hab in meiner Ausbildung gelernt, dass Vikela/Unofem einen Eisprung hemmen, so er noch nicht stattgefunden hat, für eine Nidation allerdings nicht schädlich sind. Bei der Ellaone gibt es keine Studien, aber hier wird sehr wohl vermutet, dass sie auch die Einnistung verhindert, in ihr ist der selbe Wirkstoff (wenn auch deutlich niedriger dosiert) wie in der Mifegyne.

Nichts desto trotz finde ich, dass solchen Krankenhäusern die öffentlichen Gelder gestrichen gehören.

_________________
Manu kurvt im 130. Zyklus, NFP zur Zyklusbeobachtung ............. Mit Epikur, Mephisto und Diabolo für immer ganz fest im Herzen, sowie Imhotep und Diego am Kratzbaum
Es ist schwer, gegen einen Feind zu kämpfen, der sich in deinem Kopf eingenistet hat. Sally Kempten


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 Betreff des Beitrags: Re: Falschinformationen über Verhütung in den Medien
BeitragVerfasst: 18. Januar 2013 11:21 
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hat sich gut eingelebt

Registriert: 14. Dezember 2008 16:23
Beiträge: 134
NFP seit: Anfang 2009
Wobei dann immer noch die Frage bleibt, ob man eine Verhinderung der Einnistung als Abtreibung bezeichnen kann.


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 Betreff des Beitrags: Re: Falschinformationen über Verhütung in den Medien
BeitragVerfasst: 18. Januar 2013 11:48 
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Fingerwundschreiberin

Registriert: 7. April 2011 10:49
Beiträge: 875
NFP seit: 13.09.2011
Im Nachbarthread (Wie stehst du zu Abtreibung) wird gerade diskutiert ab wann man von einem Abbruch spricht und ob dazu auch die Verhinderung der Einnistung gehört. Man darf nicht vergessen, dass es sich hier um ein katholisches Krankenhaus handelt, welches nunmal andere "Vorsätze" und Vorstellungen von beginnendem Leben hat. Ich kenne mich da überhaupt nicht aus, finde den Vorfall aber absolut unter aller Sau und halte das für einen handfesten Skandal!

Dass sie dem Opfer die Pille Danach nicht verschreiben würden finde ich schon schlimm, aber dass sie ihr die Behandlung verweigern, da fällt mir gar nichts mehr zu ein.

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 Betreff des Beitrags: Re: Falschinformationen über Verhütung in den Medien
BeitragVerfasst: 18. Januar 2013 19:10 
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neu hier

Registriert: 22. August 2012 20:57
Beiträge: 39
NFP seit: 01.08.2012
Danke Preiselbeerchen, dass du den Thread aufgemacht hast! Ich habe gestern abend auch nach einem passenden Thread gesucht und keinen gefunden!
Ich könnte mich auch ohne Ende aufregen, ich weiß gar nicht, worüber am Meisten!!!
Erstmal finde ich schlimm, wie da mit dem Opfer umgesprungen worden ist.
Dann geistert jetzt überall durch die Medien, dass die "Pille danach" mit Abtreibung gleichzusetzen ist und bei vielen Frauen (und Männer!), die sich damit nicht weiter befassen, nistet sich das jetzt so im Oberstübchen ein und es wird sich übermäßig Sorgen gemacht, Frauen verurteilt, die die PiDa nehmen verurteilt usw. usf.

Meines Wissens (und so habe ich das jetzt bei einer unausführlichen Recherche im Internet auch bestätigt bekommen) verhindert die PiDa den Eisprung und hat damit Empfängnisverhütende Wirkung - also bevor evtl. eine Schwangerschaft entstanden ist.

Meine persönliche Meinung: Die Sprecher der katholischen Kirche, die jetzt permanent die PiDa und Abtreibung in einem Satz nennen, machen das vermutlich deswegen, weil Abtreibung ein gesellschaftlich deutlich kontroverser diskutiertes Thema ist als Verhütung. Das heißt, sie trauen sich nicht zu sagen "(Notfall-)Verhütung steht mit den moraltheologischen Grundsätzen der kath. Kirche nicht in Einklang und deswegen haben wir das Vergewaltigungsopfer abgewiesen!" Denn da wäre der Aufschrei (wahrscheinlich) noch größer.

OT: In vielen europäischen Ländern (wie den Niederlanden) gibt es die PiDa rezeptfrei in Apotheken oder Drogerien und sie wird ebenfalls nicht eingeschmissen wie Kaugummis. Ich traue den meisten Frauen (Deutschen nicht weniger als Niederländerinnen) einen verantwortlichen Umgang mit der PiDa zu. Und würde jedes Bestreben, diese rezeptfrei abzugeben unterstützen!!! (Wo kann ich unterschreiben? :D )
Ich kann jeder Frau nur den Tipp geben beim Besuch im europäischen Ausland sich einzudecken - für den Fall der Fälle.

So - das war ganz schön viel, aber hat auch gedrückt...

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 Betreff des Beitrags: Re: Falschinformationen über Verhütung in den Medien
BeitragVerfasst: 18. Januar 2013 19:35 
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Inventar

Registriert: 24. August 2010 14:19
Beiträge: 2328
NFP seit: 2010
Manu hat geschrieben:
Ich bin auch entsetzt über den Vorfall.

Zum Thema: ich hab in meiner Ausbildung gelernt, dass Vikela/Unofem einen Eisprung hemmen, so er noch nicht stattgefunden hat, für eine Nidation allerdings nicht schädlich sind. Bei der Ellaone gibt es keine Studien, aber hier wird sehr wohl vermutet, dass sie auch die Einnistung verhindert, in ihr ist der selbe Wirkstoff (wenn auch deutlich niedriger dosiert) wie in der Mifegyne.

Nichts desto trotz finde ich, dass solchen Krankenhäusern die öffentlichen Gelder gestrichen gehören.

Um diese Ellaone geht es auch anscheinend. Ich hab hier direkt ein KH um die Ecke und wollte mal da die Pille Danach holen - geht nicht, weil da gibts ja eine, die "die Nidation verhindert." (Ich hab extra nachgefragt 8-) ).

Im Falle des Vergewaltigungsopfers finde ich die Kliniken unmöglich. Sie gehören verklagt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Falschinformationen über Verhütung in den Medien
BeitragVerfasst: 18. Januar 2013 19:39 
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Ich habe kürzlich noch in der PB einer Pille Danach gelesen das sie die Einnistung verhindert...

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 Betreff des Beitrags: Re: Falschinformationen über Verhütung in den Medien
BeitragVerfasst: 18. Januar 2013 19:40 
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Moderatorin a. D.

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Ja, in der PB bzw Begleitinformation der Unofem (der "alten2 PiDaNa) stand das auch drin. *zustimm*

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 Betreff des Beitrags: Re: Falschinformationen über Verhütung in den Medien
BeitragVerfasst: 18. Januar 2013 20:00 
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So oder so - die PiDa ist auf jeden Fall nicht mehr oder weniger "Abtreibung" als die gewöhnliche Pille. Und sicher nicht als die Spirale. Von einer Abtreibung spricht man in der Regel wenn eine eingetretene Schwangerschaft beendet wird. Von einer Schwangerschaft, wenn die Eizelle eingenistet ist. Siehe z.B. hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Schwangers ... ngerschaft
Man kann ja zum Thema Verhütung und Schwangerschaftsabbruch persönlich stehen wie man will, also da grundsätzlich dafür oder dagegen sein, oder Eisprung verschieben ja, Einnistung verhindern nein (wobei das garnicht mal so einfach ist, weil ja auch bei der normalen Pille selten mal Eisprünge stattfinden, die Sicherheit aber auch dadurch erhöht wird, dass die Einnistung verhindert wird). Schlimm finde ich aber grade bei der aktuellen Debatte, dass bei vielen Leuten, die sich da nicht tiefer gehend mit befassen, hängen bleibt
"Pille danach" = Abtreibung
Und dass ist mit Sicherheit falsch! Weil dann wären die meisten Verhütungsmittel (mit Ausnahme von NFP und reinen Barrieremethoden) Abtreibungen!

EDIT: Die Mifegyne® (Wirkstoffname: Mifepriston) hingegen ist tatsächlich eine Abtreibungspille und sollte nicht mit der PiDa verwechselt werden!

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 Betreff des Beitrags: Re: Falschinformationen über Verhütung in den Medien
BeitragVerfasst: 18. Januar 2013 20:17 
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Ok, ich wollte jetzt hier keine Diskussion über den Fall an sich lostreten, sondern nur die Fehlinformation, die verbreitet wird, veranschaulichen.
Zufällig hielt ich heute eine Neon von September 2012 in der Hand, wo genau das Thema "Christliche Krankenhäuser verweigern Pille danach" kurz behandelt wurde. Da wurde beschrieben, dass in Regensburg z.B. nachts und am Wochenende nur ein einziges Krankenhaus die PD herausgibt, weil alle anderen Krankenhäuser christlich seien und die PD aus ethischen/moralischen/religiösen Gründen verweigern. Was gerade für minderjährige Patientinnen, die dann schroff abgewiesen werden, natürlich belastend ist.
Die haben da auch damit argumentiert, dass die Pille danach auch die Nidation des befruchteten Eis verhindert und es deswegen als Abtreibung zählt. Allerdings tut das doch eine Spirale auch *kopfkratz*
Wenigstens war in diesem Artikel auch erklärt worden, warum eine zeitnahe Einnahme, möglichst innerhalb von 12 Stunden nach dem Verkehr, wichtig ist.

Manu hat geschrieben:
Nichts desto trotz finde ich, dass solchen Krankenhäusern die öffentlichen Gelder gestrichen gehören.

Das sehe ich genauso.

Ich habe übrigens letztens erfahren, dass man hier in Berlin bei Pro Familia bei der Schwangerenberatung, die man für eine Abtreibung braucht, eine Liste von Frauenärzten erhält, die einen Abbruch auch durchführen. Das tun ja nicht alle Gyns und in der Situation ist es sicher nicht angenehm, da einfach durchzutelefonieren und nachzufragen. Persönlich kann ich es verstehen, dass nicht jeder Arzt es mit seinen eigenen Gewissen vereinbaren kann, einen Abbruch durchzuführen. Die Verschreibung der Pille danach ist da in meinen Augen gleichzusetzen mit der Pille.

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 Betreff des Beitrags: Re: Falschinformationen über Verhütung in den Medien
BeitragVerfasst: 18. Januar 2013 20:36 
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Kurven-Rätslerin

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Aber soweit ich weiß, ist die kath. Kirche doch auch gegen die Pille und auch gegen Kondome. Johannes Paul der 2. ist doch durch Afrika gereist und den Leuten quasi "verboten" Kondome zu benutzen. Also überraschend finde ich das nicht. Und per Definition würde ich schon sagen wenn eine Einnistung verhindert wird, dass es eine Abtreibung ist, weil mit der Befruchtung potenzielles Leben entstanden ist. Ob das mit der nächsten Regel nicht eh "abgetrieben" bzw. abgegangen wäre, ist wieder etwas anderes. Ich persönlich halte es insofern für einen Skandal als die Spurensicherung verweigert wurde. Das Rezept für die Pille danach war bereits von der Notärztin ausgestellt. Die Ärzte im KH hätten damit also gar nichts zu tun gehabt. Und zum eigentlichen Thema: 1. finde ich nicht, dass es sich in dem Fall um eine Falschmeldung handelt, denn mit der Verhinderung der Einnistung kann man von einer Abtreibung sprechen (unabhängig davon wie manche "Verhütungsmittel" möglicherweise wirken) und 2. greifen die Medien in dem Fall die Argumentationskette der Kirche auf.

In dem Fall würd ich jetzt persönlich nicht von Falschmeldung sprechen. Mein eigenes empfinden ist auch genau dieses, dass es sich bei der Pille danach um eine Abtreibung handelt und wäre deswegen für mich wirklich nur im Falle einer Vergewaltigung infrage gekommen. Das muss natürlich jeder für sich selbst ausmachen. Die Position der Kirche zur Pille danach versteh ich, nicht aber die Verweigerung einer Untersuchung und die Spurensicherung eines Verbrechens. Das ist ein Skandal und gehört juristisch untersucht auf Verdacht der unterlassenen Hilfeleistung und Strafvereitelung. Ob das ein internes Kommunikationsproblem war oder nicht, spielt keine Rolle, finde ich.

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"Und wenn du friedlich gegen die Gewalt nicht ankommen kannst, ist das letzte Mittel, das uns allen bleibt, Militanz" Danger Dan


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 Betreff des Beitrags: Re: Falschinformationen über Verhütung in den Medien
BeitragVerfasst: 18. Januar 2013 22:22 
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Eigentlich würde ich da lieber auf den anderen Thread verweisen, wo es speziell um Abtreibungen geht. Wenn es danach geht, ist eine Spirale dann eine Dauer-Abtreibungsmaßnahme, weil damit eine Einnistung eines befruchteten Eis verhindert wird. Für mich ist eine Abtreibung dann, wenn eine Einnistung von außen entfernt wird.

Mir fehlt in dem Artikel einfach, dass die PD zeitnah eingenommen werden muss. Welche Wirkung sie hat (Eisprung verhindern, Einnistung verhindern?). Und wenn man schon wie hier merkt, wie unterschiedlich die Meinung liegen, ob eine PD mehr verhütend oder mehr abtreibend wirkt, dann finde ich es auch nicht richtig, in einem Artikel das einfach über einen Kamm zu scheren und schon von Abtreibung zu sprechen, wo man wenige Stunden nach einer möglichen Vergewaltigung noch nicht mal von einer Befruchtung sprechen kann.

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 Betreff des Beitrags: Re: Falschinformationen über Verhütung in den Medien
BeitragVerfasst: 18. Januar 2013 23:37 
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Ich denke auch, dass persönliche Ansichten darüber, was ok ist oder nicht und wann Leben beginnt und wann (noch) nicht in den Abtreibungs-Thread gehört und würde auch niemals persönlichen moralischen Ansichten in Frage stellen oder ihn/sie zwingen wollen, meine zu übernehmen. Das sollte jeder, in der Tat, mit sich selbst ausmachen! Aber in Deutschland gibt es nunmal eine anerkannte Definition dessen, was eine Schwangerschaft und was eine Abtreibung ist und was als Verhütung zählt (ob Einzelpersonen oder die katholische Kirche mit dieser Definition nun übereinstimmen oder nicht) und von daher finde ich schon, dass es sich hierbei um a) eine Falschmeldung handelt und diese b) viele Leute verunsichern kann!

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 Betreff des Beitrags: Re: Falschinformationen über Verhütung in den Medien
BeitragVerfasst: 19. Januar 2013 14:01 
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Kurven-Rätslerin

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Beiträge: 376
Ich habe es in meinem Pidana-Fall auch erlebt, dass der dazugehörige Typ von "Mord" redete (wenn ich die nicht sofort, umgehend, auf der Stelle, ohne zu überlegen einnehme). :roll: So was muss jetzt echt nicht durch solche sachlich falschen Formulierungen wie im eingangs erwähnten Artikel gestärkt werden.


Manu hat geschrieben:
Nichts desto trotz finde ich, dass solchen Krankenhäusern die öffentlichen Gelder gestrichen gehören.
Dann können sie gleich zumachen, denn sie sind ja fast vollständig öffentlich finanziert. (Vgl. die Doku "Gott hat hohe Nebenkosten" oder auch die Angaben bei Gerdia.)

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Heute ist nicht alle Tage ...
Podcast-Idee hat wohl nicht so geklappt.
Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren. (Benjamin Franklin) [1632]


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 Betreff des Beitrags: Re: Falschinformationen über Verhütung in den Medien
BeitragVerfasst: 19. Januar 2013 19:07 
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NFP-Guru

Registriert: 28. März 2010 22:17
Beiträge: 2558
Ich finde es sehr wichtig, dass man Nidationshemmung und den medikamentösen Abbruch auseinander hält. Für den Laien ist es völlig undurchsichtig und es könnte der Eindruck entstehen, dass die genannten Verhütungsmittel z.B. eine große Gefahr darstellen, wenn man sie versehentlich in der Schwangerschaft anwendet.

Die meisten Pillen und auch die Pille danach mit Levonorgestrel können nicht mit Erkrankungen beim Kind in Zusammenhang gebracht werden, einige wenige Pillen verursachen Fehlbildungen im Genitalbereich, wenn sie während der Schwangerschaft genommen werden. Einen Abgang fördern sie alle nicht.

Bei der Spirale sieht es schon anders aus, sie kann nicht liegen bleiben während der Schwangerschaft und durch das ziehen kommt es oft zu Fehlgeburten.

Trotzdem sind das nach der gängigen Definition alles keine Abtreibungen. Wenn man das so bezeichnen möchte (was schlimm genug ist, damit wirft man einem Großteil der Bevolkerung Abtreibungen vor) erwarte ich das man zumindest ausdrücklich klar macht, dass das die eigne Ansicht und nicht die gängige Definition ist.



Nicht jeder versteht die körperlichen Vorgänge über die wir hier sprechen, da muss man besonders aufpassen was man sagt.

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Die Erde ist ein Nudelsieb


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