wie
hier schon mal beschrieben, gibt es in wien seit neuestem ein museum für verhütung und schwangerschaftsabbruch. chrischtl, jojo und ich waren gestern dort und haben es uns angesehen. ich möchte hier eine kleine rezension des gestrigen nachmittags lassen:
zur lage: das museum liegt verkehrstechnisch super günstig am schnittpunkt von u6 und u3. den eintritt von 8 eur habe ich persönlich etwas happig empfunden, und ich hab mich auch gewundert, warum die ermäßigung altersabhängig ist (bis 22 jahre zahlt man nur 4 eur) und es zb nicht eine studentenermäßigung gibt.
das museum selbst ist in zwei räume aufgeteilt: im ersten raum sieht man alles mögliche zum thema "verhütung und schwangerschaftstests", im zweiten raum alles zum thema "schwangerschaftsabbruch".
was ich sehr beeindruckend gefunden habe: man kann via telefon eine audioführung machen, also wenn man am handy einen 0-cent-tarif ins festnetz hat, ist das definitiv genial, dafür gibts mal

. und auch sonst hat das museum einige technische spielereien, wie zb. touch-screen-monitore, wo man beiträge abrufen kann - nochmals ein

. was ich auch gut gefunden habe, war beim schaukasten "spirale", wo man drei verschiedene arten von mumu's tasten konnte - einen einer frau, die schon geboren hat, einen einer frau, die noch nicht geboren hat und einen, wo ein spiralfaden zu tasten ist - jetzt weiß ich, dass ich meinen mumu richtig identifiziert hab

- auch hiefür ein

. auch sehr interessant war ein ein körperschnitt (aufgezeichnet in einem mr), wie es aussieht, wenn ein paar sex hat - schaut definitiv nach ziemlich viel *autsch* aus...
was hat mir nicht gefallen:
der pearl-index für "natürliche verhütung mittels körperbeobachtung" wurde mit 4 (theoretisch) und 25 (praktisch) angegeben

. der pearl-index von ungeschütztem gv wurde mit 85 - 115 angegeben

(zusätzlich konnte die führerin nicht beantworten, wie es zu der berechnung gekommen ist - unter der prämisse, dass 100 frauen in einem frauenjahr nicht verhüten, werden 85 - 115 schwanger??? kann nur ein blödsinn sein...). es gibt 3 (!!!) schaukästen zu hormoneller verhütung und nur 2 für barrieremethoden. zu nfp gibt es ein zyklusblatt ausgestellt (weiter wird auf nfp nicht eingegangen) und beim ausgang gibt es eine kleine broschüre der malteser

. wir haben dann mit der guide diskutiert, und sie hat gemeint, dass einige hormonelle methoden für einige frauen nicht funktionieren - da muss man halt durchprobieren, bis man das richtige gefunden hat...
mein fazit: das museum ist sehr interessant und sehr informativ. man merkt allerdings, dass es von einem ambulatorium für schwangerschaftsabbruch und familienplanung unterstützt wird und dass die pharma-seite sehr gut geheißen wird. wenn man sich von dieser hormon-lastigkeit nicht abschrecken läßt und seine eigene meinung zu hormonen hat, dann kann man dort sicher ein, zwei informative stunden verbringen.
bin auf eure erfahrungsberichte gespannt,
lg,
manu
ps: die guide gestern war ziemlich neu dabei. als jojo gesagt hat "nun ja, hier sind drei frauen, die seit einiger zeit erfolgreich mit nfp verhüten", hat sie nur gemeint "na, hoffentlich bleibt's dabei
