Stand heute in unserem Käseblättchen:
Das MT hat geschrieben:
19.02.2007
Wird es einen Fonds für die Pille geben?
Gleichstellungsausschuss diskutierte
Minden (jcp). Schuhe für das Kind oder lieber doch ein Verhütungsmittel kaufen? Pille und Diaphragma sind für Menschen mit geringem Einkommen finanziell oft unerreichbar. Im Kreis hat sich jetzt der Gleichstellungausschuss dieses Problems angenommen.
Von Jan-Christoph Prüfer
"Das ist ein Thema für diesen Ausschuss, weil eine ungewollte Schwangerschaft der selbstgeplanten Lebensführung widerspricht", erklärte Anne Braszeit, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Minden, vergangenen Donnerstag vor dem Ausschuss unter dem Vorsitz von Elke Schmidt-Sawatzki. Bereits vor einem Monat hatte sich der Ausschuss für Frauen- und Gleichstellungsangelegenheiten der Stadt Minden mit dem Thema befasst.
Das Problem verdeutlichte Leona Schoppengerd-Brast von der Evangelischen Beratungsstelle für Schwangerschaftskonflikte und Familienplanung, "die fam". So könne sie in Gesprächen mit ungewollt Schwangeren immer öfter heraushören, der Grund für die versäumte Verhütung sei, dass die Betroffenen sich die entsprechenden Mittel schlicht nicht hätten leisten können.
Seit Anfang 2004 müssten ALG II-Empfängerinnen ab dem 20. Lebensjahr genau wie Erwerbstätige selbst für die durch Verhütung entstehenden Kosten aufkommen, was vielen bei einem Etat von 345 Euro im Monat unmöglich sei.
Also diskutierte der Ausschuss Möglichkeiten der amtlichen Hilfestellung. Die Einrichtung eines städtischen Hilfsfonds schwebte Schoppengerd-Brast vor. Wobei allerdings, wie einige Ausschussmitglieder bemerkten, dafür Sorge getragen werden müsse, dass das Geld auch wirklich für den Kauf von Verhütungsmitteln eingesetzt werde. Ein System sei eine Möglichkeit, in dem Bedürftige das Geld erst vorstrecken und schließlich gegen Beleg aus dem Fonds zurückgezahlt bekommen.
Informationen aus anderen Städten
Schmidt-Sawatzki bat Braszeit und die Referentinnen der Schwangerschaftsberatungsstellen abschließend, für einen endgültigen Beschluss nähere Informationen darüber einzuholen, ob es bereits vergleichbare Fonds in anderen Städten gebe. Dann könne man sich an diesen bei der Konzeption und Durchführung orientieren. Schließlich sei das Problem mittlerweile drei Jahre alt und habe sicherlich auch überregional schon zu ersten Reaktionen und Aktionen geführt.
QUELLE
Mein Eindruck:
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DIE ERWÄHNEN DAS DIAPHRAGMA!!! WOW!!!!
- Im Prinzip finde ich Unterstützung bei der Verhütung für "Arme" sehr sinnvoll, aber leider leider sind solche Menschen häufig (bitte nicht falsch verstehen...) eher nicht an sexueller Aufklärung und Interesse am eigenen Körper interessiert (und somit...)
- wäre ein (Zwangs?!-)NFP-Kurs sicher weniger erfolgreich (falls überhaupt darüber diskutiert werden sollte)
- dennoch finde ich gut, dass sowas diskutiert wird
Ach so, ja... hihi:
Mein Vater (67, weiß, dass ich NFP mache und findet das auch gut) hielt mir den Artikel eben unter die Nase und wollte mit mir darüber diskutieren.
Er ist da radikaler: "Wer pimpern will, muss auch zahlen!!!!!!!!"
