jasi hat geschrieben:
Für mich hat dieses "Beraterinnen-Outing" einen bitteren Nachgeschmack à la Tupper, Partylite, Juiceplus und wie sie alle heißen, so nach dem Motto "...und soviel Sterne bekommt man wenn man Gastgeberin wird und soviele erst wenn man selber Beraterin wird!" Auch wenn es bei NFP nichts mit Profit zu tun hat, mit seriösem Niveau schon.
Ohne die AG NFP und die vielen Berater würde in diesem Forum aber vermutlich niemand NFP machen. Gerade in den Anfangszeiten war die NFP-Beratung die einzige Möglichkeit der Verbreitung der Methode. Auch wenn es nicht zu meinen persönlichen Kapitel-Favoriten im Film zählt - man kann kann das Thema NFP schlecht ohne die NFP-Beratung behandeln. Das gehört einfach mit dazu. Deshalb erschließt sich mir nicht, wie Du jetzt auf auf "unseriöses Niveau" kommst.
jasi hat geschrieben:
Für Nicht-Tupper-Kenner: Da sitzt man bei einer Plastikdosen-Vorführung und findet tatsächlich was passendes für sich und wird gleich drauf bedrängt, doch auch mal Gastgeberin zu werden, dann bekommt man dieses und jenes geschenkt oder günstiger und schon muß man sich mit Händen und Füßen wehren dass man nicht selber Beraterin werden will. Der Vergleich hinkt weil eine NFP-Beraterin ja nix verkauft (die Beratung hat ja sicherlich rein christliche Hintergründe und kostet gar überhaupt nix

)
So, und nun haut drauf

Ich kenne Tupperpartys und finde sie genauso schrecklich wie Du. Ich verstehe auch, dass Deine Freunde Vorurteile haben könnten gegenüber unseren Protagonisten, weil sie vielleicht gerne "schubladisieren". Allerdings finde ich die Auswahl unserer beiden NFP-Beraterinnen so gar nicht klischeehaft oder bekehrend.
Abgesehen davon weiß ich nicht, wie Du auf die "rein christlichen Hintergründe" kommst, zumal das Wort "christlich" in unserem Film bewusst nicht vorkommt.
Carolin hat geschrieben:
Aber das ist doch normal? Studierst Du denn Film? Ich denke, es ist auch ein wichtiger Lernprozess, Kritik zu akzeptieren. Und nicht zurück zu schießen, was Du meiner Meinung nach tust.
Du musst Dich hier überhaupt nicht rechtfertigen, es ist Dein Film!
Natürlich ist es normal, dass Meinungen über einen Film auseinandergehen. Christoph und ich studieren übrigens beide schon länger nicht mehr (achte mal auf die Jahreszahl in Christophs Nickname

) und ich denke, Lernprozesse in Punkto Filmkritik haben wir genug hinter uns. Allerdings ist es das erste Mal, dass wir einen Film in einem Internetforum zur Diskussion stellen. Bisher gab es die Kritiken an unseren Filmen im Anschluss an Filmvorführungen, auf Filmfestivals, durch die Presse etc. Ich denke, wenn man jemandem gegenübersteht, wird Kritik meist sachlicher ausgedrückt als in einem Internetforum, wo alles einigermaßen anonym und frei Schnauze geht.
Es geht hier auch nicht um Rechtfertigungen unsererseits, sondern wenn Kritik kommt, die sich auf Dinge bezieht, die in unseren Filmproduktionsbedingungen einfach nicht möglich waren, die weiterer Erläuterung bedarf oder auf falschen Tatsachen beruht, dann möchten wir das gerne klarstellen.
Naschkatze hat geschrieben:
Kann es übrigens nicht nachvollziehen, dass so viele den Eindruck haben, dass die Filmemacher gereizt auf Kritik reagieren. Ich würde auch dazu Stellung nehmen, wenn es mein Film wäre. Das Ganze ergibt natürlich eine Diskussion, aber genau das war doch gewollt. Oder sehe ich das falsch?
Würde sagen, die Filmemacher wissen genau, dass der Film gelungen ist... auch wenn sie evtl bei einem weiteren Mal ein paar Kleinigkeiten ändern würden( woauf es aber nicht ankommt, finde ich).
Danke.