@Denise:
Es gibt verschiedene Gründe, von Tampons auf Menstruationstassen zu wechseln, einige sind bereits genannt worden. Gesundheitliche Gründe sind z. B. das Austrocknen der Scheide durch Tampons, dadurch wird die Selbstreinigungsfähigkeit eingeschränkt und das Milieu gestört, was wiederum zur Folge haben kann, dass sich Infektionen häufen, etwa Candida-Infektionen (Pilze). Die Tampons bestehen aus faserigen Stoffen, auch wenn sie gepresst und mit Vlies umhüllt sind, können sich Fasern lösen und in der Scheide verbleiben. Dort verursachen sie winzige Wunden - Folgen siehe oben. Ich habe mal zwei komplette Tamponpackungen an den führenden Hersteller zurückgeschickt, weil die Spitze bereits beim Auspacken aus dem Zellophan zerfaserte. Der heraushängende Faden ist auch eine prima Brücke für Bakterien. Herkömmliche Tampons sind gebleicht, was Rückstände im Produkt hinterlassen und eine schädliche Wirkung haben kann.
Nun könnte frau natürlich Binden benutzen, aber gerade bei starker Blutung können sich viele damit nicht gut geschützt fühlen oder finden es unangenehm zu spüren, wie etwa beim Aufstehen ein Schwall Blut herausrinnt. Selbst wenn die Binde alles hält, muss man dann mit dem feuchten Matsch im Schritt herumlaufen, ist völlig blutverschmiert und fühlt sich klebrig. Binden verursachen zudem ein feuchtwarmes Klima, im dem keine Luftzirkulation stattfindet, was wieder für diverse Infekte begünstigend wirkt.
Neben dem gesundheitlichen Aspekt ist der Aspekt der Müllvermeidung zu nennen - Tampons und Binden verursachen Müllberge, die durch Menstruationstassen verhindert werden. Ein schönes Beispiel ist die Irish Sea bei Niedrigwasser - was man da an alten Tampons sieht, ist wirklich erschreckend (und lässt diverse Rückschlüsse über das irische Abwassersystem zu). Der Kostenfaktor dabei ist ebenfalls nicht zu vernachlässigen, denn eine Menstruationstasse hält solange, dass sie bares Geld spart.
Sie lässt sich auch vor Beginn der Blutung einsetzen, wenn man weiß, dass im Laufe des Tages die Menstruation kommt, aber einer Arbeit nachgeht, bei der man nicht jederzeit zur Toilette verschwinden kann. Sie hinterlässt kein sichtbares Fädchen (gut für Sauna, Schwimmbad und Oralsex) und ermöglicht eine Menstruation ohne unangenehme Gerüche durch sich zersetzendes Blut.
Vielleicht ist der psychologische Aspekt, der besonders gern in feministischen Beiträgen hervorgehoben wird, auch bedenkenswert: Ich tue mir etwas Gutes, indem ich mir eine Menstruationstasse in einer schönen Farbe und Form gönne, im Gegensatz zu oller weißer Presswatte, die ich dann wegschmeiße, und die Tasse kann helfen, die Menstruation positiv zu sehen ("Hey, heute trage ich mal die türkisfarbene Tasse zum türkisfarbenen Shirt!"

). Das mag man sehen, wie man will, aber ich würde sagen, Menstruationstassen halten, was Binden und Tampons versprechen!
Übrigens gibt es ein eigenes Unterforum für das Thema, vielleicht findest Du dort noch mehr von Interesse.
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Gruß Radha 17-jährig mit NER angefangen, das ergibt 25 Jahre erfolgreiche Verhütung und/oder Diagnosehilfe. *O02.1v 08/11. Mit Kind seit 21.07.2012. Neugierig?
C'est moi!