totalnat hat geschrieben:
Ich lese heraus, dass der Zervixschleim irgendwas mit dem Krebsrisiko zu tun hat. Wenn ich das korrekt herauslese, dann kann ich darauf antworten: genau diese Hypothese hatte ich diametral entgegengesetzt im Hinterkopf, sprich: viel ZS - viel Risiko, wenn keine Blutung.
Wie schon Estreya erklärte, spielt da das Östrogen eine wichtige Rolle. Wenn die Frau Zervixschleim produziert, aber nicht regelmäßig die Periode hat, ist das nicht automatisch wegen Osteoporos riskant.
Zitat:
wer sagt mir, dass es bei diesen gesundheitlichen dingen nicht um die tatsache des blutens an sich geht?
auch wenn beide erscheinungen etwas grundlegend anderes sind, sie haben trotzdem die gemeinsamkeit, dass blut aus der gebärmutter kommt.
Ja, es kommt Blut aus der Gebärmutter. Aber dafür muss hormonell einiges zusammenspielen, dass dies geschieht. Die Blutung alleine ist für den Körper jetzt nicht entscheidend, wenn du jetzt mal die Pillenblutung hernimmst. Da werden die Eierstöcke lahm gelegt, andere Hormone werden in ihrer Funktionsweise beeinträchtigt - da ist das Blut alleine nicht entscheidend, selbst wenn es "gesund" wäre, wenn es abtransportiert wird. Mit der Pille werden so viele Sachen im Körper verhindert und umgestellt, dass dies wirklich nicht ins Gewicht fallen würde.
Zitat:
weißt du auch wie es bei den themen thrombose und krebs aussieht?
Was meinst du konkret? Unter der Pille?
Ja, die Pille begünstigt Thrmobosen und manche Krebsarten, zumindest ist das Risiko teilweise bis auf das fünfache erhöhte (wenn man den Studien Glauben schenken darf). Das kommt deshalb zustande, weil eben künstliche Hormone dem Körper zugeführt werden. Das ist etwas anderes als wenn er natürlich abläuft, einfach weil der Körper hormonelle Schwankungen hat und keine konstante Hormonmenge produziert (wie das bei der Pille der Fall ist). Zudem werden natürlich mit der Pille noch andere Dinge blockiert: z.B. gewisse Hormone werden gebunden, andere Hormone werden erhöht, die Sexualhormone werden zum Teil nicht mehr produziert (also konkret produzierten auch die Eierstöcke Testosteron, das auch nicht unwichtig für die Libido ist - jetzt werden aber die Eierstöcke unter der Pille lahm gelegt und damit auch die Testosteronproduktion in den Eierstöcken), zudem werden auch Vitamine oder Mineralstoffe vom Körper "abgezogen", weil der Bedarf unter den künstlichen Hormonen auch erhöht ist. Und das ist eben so ein Mix, der in Summe zu zig Krankheiten führen kann oder man gar nicht absehen kann, was es alles bewirkt. Man dreht mal eben an einem Rädchen im Körper und kann ein paar Auswirkungen absehen, aber was als Rattenschwanz hinten dran kommt oder wie der Körper langfristig darauf reagiert, das kann man nicht absehen.
Zitat:
also ich stell mich hier jetzt nur deswegen so stur um dann gute arguemente zu haben.
Kein Problem, ist doch eine interessante Diskussion
