motte206 hat geschrieben:
Die Mirena mit den extremen Nebenwirkungen hat mich entgültig bewogen, für immer Abstand von hormonellen Verhütungen zu nehmen.
Es gibt einige gute Foren, die sich mich den Wirkungen der Mirena beschäftigen (leider habe auch ich die viel zu spät gefunden - mir wäre einiges erspart geblieben). Aber das ist eine andere Geschichte.
Das kann man aber nicht verallgemeinern...
Ich möchte keiner Frau ihre NWs absprechen, aber dass in den sogenannten "guten Foren" nur Horrorgeschichten geschrieben stehen, ist ja wohl klar.
Steht dort ein positiver Bericht, wird nicht geantwortet, oder er wird gelöscht.
Meiner Meinung ist das nicht ganz objektiv.
Tut mir leid, dass du schlechte Erfahrungen mit der HS gemacht hast.
Ich kenne persönlich 6 Frauen, die die HS teilweise schon ein zweites Mal haben, und total zufrieden damit sind.
Wären meine 5 Jahre nicht rum gewesen, hätte ich Sie sicherlich auch noch!

Es gibt mit Sicherheit genug Frauen, die auch keine NWs mit der Pille haben. Man kann das nicht einfach verallgemeinern.
Jede Frau reagiert nun mal unterschiedlich auf Hormone.
Deshalb kann man die Verhütungsfrage nur für sich selber klären, und muß die Vor- und Nachteile abwägen.
Ich will hier Keiner die Mirena aufquatschen, aber für mich steht jedenfalls fest, dass die HS das Mittel der Wahl wäre, sollte ich jemals wieder hormonell verhüten wollen/müssen.
Aber daran glaube ich nicht!
LG von Schneewittchen

motte206 hat geschrieben:
Die Hormonwirkung ist erheblich und mit nichten so gering, wie die Ärzte es gerne schildern.
Hier noch ein Zitat, was Kathi im Zusammenhang zur Hormonabgabe der Mirena in den Körper geschrieben hat:
Kathibaby hat geschrieben:
Habe die Mirena selbst auch fast ein Jahr gehabt und mich davor und danach damit sehr genau auseinandergesetzt. Die Applikation in der Gebärmutter erlaubt eine sehr geringe Dosis an Levonorgestrel (LNG), da das Gestagen direkt am Zielorgan freigesetzt wird. Natürlich gelangt dabei auch ein Teil in den Blutkreislauf und unterliegt damit nicht dem "first-pass effect" in der Leber, wobei Pilleninhaltsstoffe, die über den Gastrointestinaltrakt aufgenommen, z.T., bevor sie den großen Blutkreislauf erreichen schon ein wenig abgebaut werden. Soweit richtig. Bei einer Liegedauer von 5 Jahren, werden pro Tag initial 20 mikrogr und nach einiger Zeit 11 mikrogr LNG an die Gebärmutterschleimhaut abgegeben. Nach einigen Wochen erreicht man eine LNG-Geleichgewichts-Konzentration im Blut von 150-200 pg/ml, die bei längerer Liegedauer ziemlich konstant bei 154 pg/ml liegt. Bei der auf dem deutschen Markt niedrigstdosierten Pille mit 0,1 mg LNG (Miranova/Leios) und 20 mikrogr EE erreicht man 2 Stunden nach der Einnahme maximale Wirkstoffspiegel vom LNG im Blut von 2 ng/ml = 2000 pg/ml, was nun ein Vielfaches dessen ist, was man sich mit der Mirena zuführt, hinzu kommt noch der Plasmaspiegel des Ethinylestradiols, welches die Mirena ja nicht enthält, wobei die maximale Plasmakonzentration bei ca. 60-70 pg/ml liegt.
Lange Rede kurzer Sinn, es ärgert mich einfach ziemlich, wenn es da Fernsehberichte gibt, die einem erzählen wollen, wie toll die Pille doch sei und dass die meisten Hormone eh nicht im Blut ankommen (wie schon erwähnt, dies liegt aber nicht am Magen und der Säure, das ist quatsch, sondern an der Leber, die schon vorher einiges abbaut, also belastet es die Leber auch).
Also nichts für ungut, persönlich bin ich der Meinung, wenn man eine sehr sichere Verhütung braucht, weil man auf keinen Fall schwanger werden will, ist die Mirena sicher eine gute Sache. Auch ist es natürlich um einiges einfacher, weil man sich halt keine Gedanken um Verhütung usw. machen muss. Wenn ich mein erstes Kind geboren habe, werde ich mir bestimmt wieder eine legen lassen, aber im Moment bleib ich bis dahin erstmal schön bei NFP.
