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 Betreff des Beitrags: neuer Gentest zum Thromboserisiko mit Pille
BeitragVerfasst: 11. September 2013 11:54 
Gerade bin ich über einen neuen Gentest gestolpert, mit dem man sein Thromboserisiko bei Pilleneinnahme bestimmen kann:

http://www.humatrix.de/pdf/therapiesich ... eptiva.pdf

Den soll man für rund 80 EUR in der Apotheke kaufen können.
Was haltet Ihr davon?


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 Betreff des Beitrags: Re: neuer Gentest zum Thromboserisiko mit Pille
BeitragVerfasst: 12. September 2013 14:47 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 20. Januar 2013 21:22
Beiträge: 203
Wohnort: AT
Ich bin generell kein Fan von Selbsttests aus der Apotheke oder aus dem Internet, wenns um "größere" Dinge geht. Sowas sollte imho unter ärztlicher Aufsicht passieren.. aus dem Folder kann ich nicht ganz entnehmen, ob der Käufer den Test jetzt ganz alleine durchführen kann (Speicheltest?) oder doch zum Arzt muss (Blutabnahme..) dafür.

Grundsätzlich finde ich es aber gut, diesen Risikofaktor abklären zu können. Meine beste Freundin hatte mit 17 mehrere tiefe Beinvenenthrombosen, war wochenlang im Krankenhaus.. Sie hatte die Faktor-V-Leiden-Mutation und die Pille genommen. Ich bin also im weitesten Sinne persönlich betroffen von der Sache.

Meine ehemalige Frauenärztin hat mich auch zu so einem Test geschickt, bevor sie mir die Pille weiterverschrieben hat. Ich weiß aber nicht genau, WAS die da untersucht haben, jedenfalls hieß es, ich hätte diese Mutation nicht. War auch kostenlos.


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 Betreff des Beitrags: Re: neuer Gentest zum Thromboserisiko mit Pille
BeitragVerfasst: 13. September 2013 08:39 
Mit dem o.g. Test muss man dann zum Arzt gehen und das per Blutprobe testen lassen. Zu den Testkosten selbst kommt also noch das Arzthonorar dazu.


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 Betreff des Beitrags: Re: neuer Gentest zum Thromboserisiko mit Pille
BeitragVerfasst: 13. September 2013 09:04 
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NFP-Guru

Registriert: 9. Oktober 2012 17:18
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NFP seit: 10/2012
Das ist ja aber doch total schwachsinnige Geldmacherei, oder? Der FA muss doch eh vor der Pille nen Bluttest machen und auf das Thromboserisiko untersuchen (und das mWn kostenlos).

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Liebe Grüße von Lena Sophia (Jg. 88), die sich in Zyklus Bild befindet mit PCOS Mama seit 2016, Hundemama seit 2023.
Nach 2,5 Jahren letzte Pille am 10. Oktober 2012 ~ "Wer will, findet Möglichkeiten, wer nicht will, findet Gründe." ~ mit Forumspatinnen vom Vanillekipferl-Mädchen 10/16 Allamera und Eumelchen


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 Betreff des Beitrags: Re: neuer Gentest zum Thromboserisiko mit Pille
BeitragVerfasst: 13. September 2013 09:55 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 28. Oktober 2012 21:11
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Echt? :shock: Wurde bei mir aber nicht gemacht. Ist das wirklich Standard?

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Auf ins Leben mit Schnuff und Knuff (*07/24)


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 Betreff des Beitrags: Re: neuer Gentest zum Thromboserisiko mit Pille
BeitragVerfasst: 13. September 2013 09:56 
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NFP-Guru

Registriert: 9. Oktober 2012 17:18
Beiträge: 2618
NFP seit: 10/2012
Also bei mir wurde es gemacht. Ich hätte sonst drauf bestanden!

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Liebe Grüße von Lena Sophia (Jg. 88), die sich in Zyklus Bild befindet mit PCOS Mama seit 2016, Hundemama seit 2023.
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 Betreff des Beitrags: Re: neuer Gentest zum Thromboserisiko mit Pille
BeitragVerfasst: 13. September 2013 10:01 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 28. Oktober 2012 21:11
Beiträge: 357
NFP seit: Herbst 2012
Bei mir wurde nach der familiären Vorgeschichte gefragt. Meine Oma hatte mal eine Thrombose --> nicht so schlimm, können sie trotzdem nehmen. Das wars.

Also das ist jetzt nicht weiter schlimm weil ich die Pille im Endeffekt eh nicht genommen habe, aber das schockt mich trotzdem noch ein bisschen.

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 Betreff des Beitrags: Re: neuer Gentest zum Thromboserisiko mit Pille
BeitragVerfasst: 13. September 2013 10:27 
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hat sich gut eingelebt

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NFP seit: 11.01.2013 :-)
Lena Sophia hat geschrieben:
Das ist ja aber doch total schwachsinnige Geldmacherei, oder? Der FA muss doch eh vor der Pille nen Bluttest machen und auf das Thromboserisiko untersuchen (und das mWn kostenlos).


So was wurde bei mir damals auch nicht gemacht :shock: Ich wurde noch nicht mal nach der familiären Vorgeschichte befragt...da hatte ich wohl ein ganz besonders gewissenhaftes Exemplar an FA erwischt *teufel*

Ich fände es aber auf jeden Fall sehr gut, wenn dieser Test automatisch gemacht werden würde, also gesetztlich vorgeschrieben werden würde, anstatt die Entscheidung für oder gegen diesen Test wieder mal dem Patienten zu überlassen.

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Seit 12/2017 mit Schnuppi unterwegs und seit 08/2021 Schnubbsel auf den Arm


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 Betreff des Beitrags: Re: neuer Gentest zum Thromboserisiko mit Pille
BeitragVerfasst: 13. September 2013 10:51 
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Kurven-Rätslerin

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Beiträge: 247
Bei mir wurde damals ein Test gemacht, eben weil meine Oma auch Thrombose hatte und meine Tante Krampfadern hat und Krust- bzw. Gebärmutterkrebs häufig in der Familie vorkommt.

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Meine Quasselecke


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 Betreff des Beitrags: Re: neuer Gentest zum Thromboserisiko mit Pille
BeitragVerfasst: 13. September 2013 11:00 
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alte Häsin

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Beiträge: 1410
NFP seit: 08/2009-12/2013
Bei mir wurde gar kein Test gemacht... noch nicht mal die Vorgeschichte abgefragt. :roll:

_________________
Line mit Teen-O (05/11) und Teen-A (06/12) unterwegs auf der Märchenstraße... Bild


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 Betreff des Beitrags: Re: neuer Gentest zum Thromboserisiko mit Pille
BeitragVerfasst: 13. September 2013 11:51 
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nicht mehr ganz so neu

Registriert: 16. April 2013 21:55
Beiträge: 61
NFP seit: 04/2013
Bei mir hat auch nie jemand einen Test gemacht. Die Fragen nach der Vorgeschichte gabs glaub ich. Und als ich mal ein geschwollenes Fußgelenk hatte, war man auch recht fix dabei, meine Beinvenen zu ultraschallen (?) und nach Thrombosen und dortig gelagerten Problemen zu suchen. Daß ich zu dem Zeitpunkt die Pille erstmal absetzte war jedoch keine Empfehlung irgendeines Arztes, sondern einzig meine Entscheidung. (Der Venencheck ergab übrigens keine Probleme - und der geschwollene Fuß war mal da, mal weg - und inzwischen hatte ich das Problem ewig nicht mehr...)

Ich fände es jedenfalls auch schlau, wenn sowas vor der Pilleneinnahme getestet würde...

_________________
:rose: Bild


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 Betreff des Beitrags: Re: neuer Gentest zum Thromboserisiko mit Pille
BeitragVerfasst: 13. September 2013 19:19 
So ein Standardtest wäre sicher sehr sinnvoll und verantwortungsvoll, aber da die Pille ja auch selbst bezahlt werden muss: warum sollte der Test dann von der gesetzlichen Krankenkasse gezahlt werden?
Eine Spiraleneinlage und Entfernung muss man ja schließlich auch selbst zahlen. *kopfkratz*


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 Betreff des Beitrags: Re: neuer Gentest zum Thromboserisiko mit Pille
BeitragVerfasst: 13. September 2013 19:50 
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hat sich gut eingelebt

Registriert: 12. September 2009 11:42
Beiträge: 152
NFP seit: Mai 2009-August 2012
Lena Sophia hat geschrieben:
Das ist ja aber doch total schwachsinnige Geldmacherei, oder? Der FA muss doch eh vor der Pille nen Bluttest machen und auf das Thromboserisiko untersuchen (und das mWn kostenlos).


Das ist keine Pflicht und wird von den Krankenkassen ohne Indikation auch nicht bezahlt. Ich hatte da mal einen Artikel gelesen, dass sich das laut KK und Ärzten nicht "rechnen" würde... den Artikel konnte ich auf die Schnelle nicht wiederfinden, nur einen anderen:

Zitat:
Wie der Lübecker Gynäkologe in der Fachzeitschrift "Geburtshilfe und Frauenheilkunde" darlegt (Georg Thieme Velrag, Stuttgart. 2004), müssten rein rechnerisch 400.000 Pillenanwenderinnen genetisch gescreent werden, um einen Todesfall durch Lungenembolie zu verhindern. "Das Risiko einer thromboembolischen Komplikation bei Verwendung der Pille ist in absoluten Zahlen gering"


Und weiter:

Zitat:
Sich auf eine ererbte Thromboseneigung untersuchen zu lassen empfiehlt Griesinger den Pillenanwenderinnen nur dann, wenn Thrombosen bereits bei Familienmitgliedern aufgetreten sind.


Zitat:
Jedoch sollte jede Patientin von ihrem Arzt auf die Möglichkeit des genetischen Screenings aufmerksam gemacht werden - schon allein aus Gründen der rechtlichen Asicherung. Generell müssten bei jeder Pillenverschreibung die Vorteile und Risiken der oralen Verhütung sorgfältig abgwogen und gegebenenfalls andere Verhütungsmetoden diskutiert werden.


Quelle: http://www.medizinauskunft.de/artikel/l ... ombose.php

Das Gespräch ist meines Wissens auch das einzige "Verpflichtende", was der oder die FA vor der Pillenverschreibung durchführen muss - also eine Anamnese, ob und wenn ja welche Risikofaktoren in der Familie vorliegen. Manche FA fragen aber wohl nur die der direkten Verwandten (Eltern, Geschwister) ab, Großeltern, Tanten etc. zählt da oft schon nicht mehr.

Dieser neue Test, der hier verlinkt wurde, ist in meinen Augen Geldmacherei. Statt ein verpflichtendes, vorsorgliches Screening einzuführen und den Test damit als Kassenleistung abzurechnen, sollen nun die Frauen selbst zahlen. Wer davon nichts weiß oder das nicht zahlen kann, muss dann wohl mit dem Restrisiko leben. *Nudelholz* Es gibt natürlich unzählige Gerinnungsfaktoren, die nicht alle mit einem Screening abgedeckt werden könnten, aber zumindest die Faktor V Leiden Mutation, die meines Wissens nach häufigste Gerinnungsstörung, sollte vor Pilleneinnahme verpflichtend sein.

Zitat:
So ein Standardtest wäre sicher sehr sinnvoll und verantwortungsvoll, aber da die Pille ja auch selbst bezahlt werden muss: warum sollte der Test dann von der gesetzlichen Krankenkasse gezahlt werden?
Eine Spiraleneinlage und Entfernung muss man ja schließlich auch selbst zahlen.


Da hast du natürlich recht. So eine verpflichtende Gerinnungsdiagnostik vor Pillenverschreibung als KK-Leistung wird wahrscheinlich auch nie kommen.

Ich habe übrigens ein sehr schwaches Bindegewebe (mütter- und väterlicherseits) geerbt und dazu Krampfadervorbelastung mütterlicherseits. Ich habe 5 Ärzte gefragt, wie sie das Risiko einschätzen und ob ein Gerinnungstest nicht sinnvoll wäre - nö. Alles supi, Risiko überschaubar, Pille kann ich ruhig weiternehmen (nehme ich wegen Endometriose und laufe dafür nun mit Kompressionsstrümpfen durch die Gegend, sicher ist sicher :roll: ).

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Nach drei glücklichen NFP Jahren nun leider wegen Endometriose die Maxim im LZZ. Trotzdem hier, weils so schön ist *sonne*


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 Betreff des Beitrags: Re: neuer Gentest zum Thromboserisiko mit Pille
BeitragVerfasst: 16. September 2013 19:01 
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hat sich gut eingelebt

Registriert: 5. Mai 2013 11:34
Beiträge: 142
NFP seit: 30/04/2012
Der Test ist nur kostenlos wenn der Arzt in anordnet, bzw. er ihn für medizinisch Notwendig erachtet (ähnlich wie beim Ultraschall).

Ich habe den Test bekommen, weil ich geglaubt hatte das es in meiner Familie Thrombose gab (hab später raus bekommen, dass es nur erhöhte Gefahr war aber nicht zu einer gekommen ist *ups*). Aber gut so, weil ich habe ein Faktor-V-Leiden, hätte ich also nicht die Aussage betätigt, hätte ich die normale Pille verschrieben bekommen.

_________________
seit 07.08.13 zusätzliche Verhütung mit der Gynefix


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 Betreff des Beitrags: Re: neuer Gentest zum Thromboserisiko mit Pille
BeitragVerfasst: 16. September 2013 19:35 
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Hochlagenjunkie

Registriert: 6. September 2013 13:44
Beiträge: 638
Der FA untersucht nicht auf Tromboserisiko, zumindest nicht so umfassend wie er könnte..

Die wirkliche Untersuchung auf genetisch bedingte Tromboserisiken ist recht aufwändig und wird nur im Verdachtfall gemacht, außerdem fällt diese unter ein Gesetz zur Genanalyse, nachdem man zweimal schriftlich die Einwilligung für diese Tests geben muss.

Dieser Test dort untersucht auch nur die Faktor-V-Mutation, damit sind allerdings noch längst nicht alle möglichen Risikofaktoren ausgeschlossen. Der Bluttest beim Arzt beinhaltet noch viele andere Untersuchungen.

Ich würde es nicht machen. Allerdings ist das Blöde (und wie ich finde auch unverantwortliche), dass diese recht aufwändigen und teuren Tests nur gemacht werden, wenn ein akuter Verdacht auf eine genetisch bedingte Trombroseneigung besteht, d.h. man schon Symptome hat.

Mich hätte es fast um die Ecke gebracht.. *schrei*

_________________
Papierkurve <3


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