@ MariechenKäfer
Du musst ja gar nicht wissen wie das Auto genau funktioniert. Dass man sich anschnallen sollte, dass man in die Werkstatt fährt (oder dort anruft), wenn einem etwas komisch vorkommt, wie man das Auto grundsätzlich bedient, die Verkehrsregeln, dieses Wissen hat man als Fahrer. Meistens weiß man auch noch grundsätzlich wie das Auto angetrieben wird (Elektroauto, Verbrennungsmotor, welche Treibstoffart usw.) und während des Fahrschulunterrichts hat man hoffentlich mindestens 1x unter die Motorhaube geguckt.
Genauso sollte man bei einem Einnahmefehler wissen was man tut oder zumindest jemanden fragen, der sich wirklich auskennt.
Die Annahme, dass ausgerechnet in der Mitte des Pillenstreifens ein Einnahmefehler besonders kritisch wäre und man bei Einnahmefehlern in der 1. oder 3. Woche keinen Grund zur Sorge hätte sollte man doch nocheinmal überprüfen, wenn es einem wirklich passiert. Man würde ja auch nicht beim Auto den falschen Treibstoff einfüllen und sich dann denken "dann läuft das Auto bestimmt besser" obwohl man Diesel und Benzin verwechselt hat. Obwohl der Gedanke gar nicht
so abwegig wäre, hätte man in einen normalen Beziner versehentlich Super oder Super Plus gefüllt. Da hat man das ja vielleicht mal aufgeschnappt, dass man mit besserem Treibstoff mehr Leistung herausholen könnte.
Wenn das Ergebnis wichtig ist (Auto nicht kaputt machen, zuverlässig von A nach B kommen, oder eben zuverlässig mit der Pille verhüten), dann muss man eben im Zweifel bei jemandem nachfragen der Ahnung hat. Dass das oft nicht gemacht wird erschreckt mich immer wieder und ist meiner Meinung nach weder beim Auto noch bei der Verhütung zu verantworten. Interesse hin oder her.
@ Rekan
Solche Aussagen (egal woher die jetzt stammt) bringen mich auch regelmäßig auf die Palme. Wenn man sich die Anwendersicherheit der Pille anguckt wäre es vielleicht um einiges verantwortungsvoller einer Methode zu empfehlen, die in diesem Punkt sicherer ist. Sollte man zumindest überdenken. Davon, dass man einem noch nicht ausgewachsenen Körper auch etwas zumutet mit den Hormonen mal ganz abgesehen. Verhütung sollte doch
immer eine Einzelfallentscheidung sein, nachdem man sich alle wichtigen Argumente angeschaut hat.
Ich habe ja nichts gegen die Pille, solange sie vertragen wird, es keine Gegenanzeigen gibt und man eine informierte Entscheidung getroffen hat. Mit einer Pauschalempfehlung der Pille sind diese Punkte nicht gewährleistet.
Ich bin ja gespannt wie sich das entwickelt bis meine Tochter in diesem Alter ist. Wer weiß welchen Umfang an Falschinformationen man da korrigieren muss.
