Smilla hat geschrieben:
Fragt sich ja auch, was für eine Gefühlsleben so eine frisch befruchtete Eizelle hat

Für mich keins, jede Eintagfliege empfindet nach meiner Vorstellung mehr.
EDIT: Ich vertraue bei so Definitionen eher Meyers Konversationslexikon:
http://lexikon.meyers.de/meyers/SchwangerschaftSchwangerschaft, Gravidität, Gestation, in der Humanmedizin Bezeichnung für die Zeitspanne
zwischen der Einnistung einer befruchteten Eizelle in die Gebärmutter der Frau und der Geburt.
EDIT II: Du hast zudem auch noch falsch zitiert, etwas vollkommen aus dem Zusammenhang gerissen und damit den Sinn verändert.
http://de.wikipedia.org/wiki/SchwangerschaftDie Schwangerschaft (medizinisch Gestation oder Gravidität, von lateinisch gravitas, „Schwere“) bezeichnet in der Humanmedizin den Zeitraum, in dem eine befruchtete Eizelle im Körper einer Frau (behördlich: der „werdenden Mutter“) zu einem Kind heranreift.
(Dann Dein Zitat:) Die Schwangerschaft dauert von der Befruchtung bis zur Geburt durchschnittlich 267 Tage.Eine nidationsgehemmte Eizelle reift nicht heran, so stellt für mich (auch gemäß Meyers Def.) eine befruchtete Eizelle noch keine Schwangerschaft dar.
Hallo smilla,
ich glaube, mein Posting ist etwas komisch bei Dir angekommen. Mir ging es darum, dass es sowohl Argumente für den Schwangerschaftsbeginn ab Befruchtung gibt als auch für den Schwangerschaftsbeginn ab Einnistung. Wenn nur die Einnistung als Beginn in Frage käme, wozu dient dann die Präzisierung in § 218 StGB, dass Nidationshemmung nicht als Abtreibung gelten soll? Aus der Gesetzesformulierung möchte ich andererseits auch nicht den Schluss ziehen, dass die Schwangerschaft auf jeden Fall mit der Befruchtung beginnt; ich denke, man kann die Frage so und so beantworten.
Schlussendlich bleibt es eine ethische Einschätzung, wie man befruchtete Eizellen einordnet. Ich denke nicht, dass man aus den Definitionen von Schwangerschaftsbeginn und Abtreibung Argumente für die ethische Bewertung der befruchteten Eizellen beziehen kann (das hast Du aber in der Diskussion mit Püppi getan). Umgekehrt: Die ethische Bewertung beeinflusst die Definitionen.
Dein Vorwurf, ich habe "falsch zitiert, etwas vollkommen aus dem Zusammenhang gerissen und damit den Sinn verändert", verletzt mich ehrlich gesagt, und ich verstehe ihn auch nicht. Was die Frage nach dem Beginn der Schwangerschaft angeht, sehe ich in den beiden Formulierungen
Zitat:
Die Schwangerschaft (medizinisch Gestation oder Gravidität, von lateinisch gravitas, „Schwere“) bezeichnet in der Humanmedizin den Zeitraum, in dem eine befruchtete Eizelle im Körper einer Frau (behördlich: der „werdenden Mutter“) zu einem Kind heranreift.
und
Zitat:
Die Schwangerschaft dauert von der Befruchtung bis zur Geburt durchschnittlich 267 Tage.
exakt die gleiche Antwort: Die Schwangerschaft beginne mit der Befruchtung der Eizelle. Wo habe ich aus dem Zusammenhang gerissen?
Siehst Du die Entwicklung von der Zygote zur Blastozyte überhaupt nicht als Heranreifen an, oder nur dann, wenn anschließend eine Einnistung erfolgt?
Bezüglich der ethischen Frage:
Für mich beginnt mit der Befruchtung neues menschliches Leben, das sich aber von Natur aus in einem so instabilen, gefährdeten, niedrigentwickelten, frühen Stadium befindet, dass ich Nidationshemmung nicht verwerflich finde.
Und sehr frühe Schwangerschaftsabbrüche auch nicht.
Edit: Dass eine Frau spürt, ob es eine Befruchtung gab, halte ich für Einbildung.