Als NFP-Anfängerin doch was gefunden wo ich euch einen weiteren Erfahrungsbericht bieten kann!
Ich habe nämlich "dank" dem Kupferball angefangen mit NFP.

Vor dem setzten des Kupferballs im Herbst 2018 hatte ich die Gynefix und war die kompletten 5 Jahre sehr happy damit. Nur wollte ich gerne diesmal etwas von meiner Gyn vor Ort gesetzt bekommen (für die Gynefix musste ich gute 2h fahren etc. pp.). Einfach auch um die beste Überwachung sicherstellen zu können. Meine Gyn ist sehr vom Kupferball überzeugt und setzt diesen gerne (Gynefix findet sie so nebenbei suboptimal).
Das Einsetzten:
Hölle. Habe aber auch keinerlei Schmerzmittel oder Buscopan vorher eingenommen. Wäre "nich nötig" laut meiner Gyn. Ich habe eine relativ kleine Gebärmutter und sie ist auch etwas geneigt. Meine Gyn hat arg "Stochern" müssen, um die Kanüle mit IUB darin durch meinen MuMu zu befördern. Ich bin danach fast umgekippt und habe ungefähr eine Woche jeden Tag etwa das Blut für 4 Supertampons verloren und die Schmerzen wurden auch erst nach einer Woche besser. Danach war erst einmal Ruhe.
Die Zeit bis zum Ziehen:
Mens immer relativ heftig und lange 5-9 Tage. Wäre ja normal bei Kupfer durfte ich mir anhören von meiner Gyn. Nur hatte ich unter der Gynefix das nich so heftig aber nagut. Unterleibsschmerzen bei jeder Mens mal einen Tag mal mehrere Tage. Öfter auch zu Ibus gegriffen bei der Mens wenn ich schon drei Tage mit Wärmflasche rumlag.
Es ziepte auch hier und da mal ganz spontan. Irgendwann habe ich angefangen das zu ignorieren.
Seit Anfang 2020 stand aber fest ich werde dieses Teil nicht bis zum Schluss tragen.
Im Juni, nachdem das ziepen wieder öfter auftrat, wollte ich bei meinem normalen Checkup dann schon mal mich über das Ziehen informieren. Doch eines Morgens nach dem Wasserlassen fand ich mich keuchend in Embryonalstellung auf meinem Bett wieder. Irgendetwas war jetzt ganz und garnicht mehr zu ignorieren. Naja, sofort beim Gyn angerufen und mittags als Notfall angedackelt. Ich konnte nicht mehr normal sitzen und mir war schlecht vor Schmerz. Sie schallt mich und der Ball ist verrutscht und "steckt" komisch kurz nach dem MuMu in meinem GMH und ich habe schon freie Flüssigkeit im Bauchraum. Eine Entzündung bahnte sich an. Gyn versuchte das Teil zu ziehen aber riss nur einen der zwei Rückholfäden ab und schickte mich mit Antibiotika und 600er Ibus nachhause. Ich solle ruhe halten und bis zu meiner Mens in einer Woche warten.
Diese Woche war naja..ich kann mich nicht mehr wirklich gut erinnern da ich mich schon ordentlich betäubt hatte. Aber schmerzfrei war ich logischerweise nicht. Und irgendwann wusste ich wie ich mich zu bewegen habe ohne, dass mir mein Unterleib aufheult. ^^'
Das ziehen war die absolute Krönung. Es dauerte 15 Min bis sie das Teil irgendwie aus mir rausbekommen hatte. Blut, Schweiß, Tränen meinerseits... Meine Gyn war relativ schockiert und meinte, dass ihr sowas noch nie passiert sei und sie es ja irgendwie rausholen musste, da es ja peinlich für sie gewesen wäre mich damit ins KH zu schicken...
Direkt danach waren meine Beschwerden um 90% weniger. Und inzwischen ist wieder alles gut und die erste Mens ohne Ball war nur 5 Tage und davon nur 3 mit einer "normalen" Blutung des Rest schwach..
Und da ich nach dieser Erfahrung ein bisschen mehr respekt davor bekommen habe mir etwas einsetzten zu lassen versuche ich jetzt mein Glück mit nfp!

Mir ist vollends bewusst, dass ich hier einen Einzelfall darstelle und keine von euch jetzt mit meiner Erfahrung davon abhalten will es selbst zu versuchen. Jede hat eine andere Gebärmutter und auch andere Gyn's ;)
Aber es musste mal raus. Und damit beende ich meine Gruselstunde.
