KatInTheHat hat geschrieben:
Tendenziell stimme ich dem zu, aber manchmal sind Jugendliche eben unvernünftig und setzen sich was in den Kopf. Und dann halt lieber "vernünftig" unvernünftig sein.
Und leider leider stimmt es auch, dass dem Mix aus Druck seitens des Freundes, gemeinsam mit einer gewissen Neugier und dem Stolz, schon einen "richtigen" Freund zu haben, manchmal schwer widerstanden werden kann. Meine Freundin hatte mit 14 einen 21jährigen Freund. Sie fragte ihre Mutter nach der Pille, die wollte nicht mit ihr zum FA, weil sie für Sex noch zu jung sei. Ich frag mich manchmal ob genau diese Aussage nicht letztlich der Auslöser dafür war, es - gewissermaßen als Rebellion - unbedingt zu wollen. Die beiden benutzten dann immerhin Kondome und da meiner Freundin die Sache dann keinen Spaß machte, hat sie die Beziehung bald beendet. Den Freund hat das hart getroffen, sie hatte es nicht begründet und er verstand nie warum. Ich weiß nicht ob man so jungen Mädchen klar machen kann, dass sie auch sagen dürfen: "Ich bin wohl tatsächlich noch zu jung, lass uns noch mal nen Schritt zurück gehen".
Ich hab es mit 18 auch nicht gekonnt. Als ich mit meinem damaligen älteren Freund einmal Sex hatte, fühlte ich mich zu weiterem Sex in dieser Beziehung wie "verurteilt". Später hab ich mich mal mit einer Bekannten darüber ausgetauscht, die hatte ähnliches erlebt und sagte: "Ich weiß was Du meinst. Das fühlt sich an wie Selbstvergewaltigung". Ich fand das sehr treffend.
Ich weiß nicht ob man sowas für die eigenen Töchter verhindern kann. Vermutlich ist es wichtig, schon mit 12, 13, bevor sie gegen einen rebellieren, mit ihnen über solche Themen zu sprechen, obwohl das auch nicht einfach ist... Meine Eltern haben so als ich 14, 15 war, viel mit mir über Jungs, Liebe, Sex etc. gesprochen, ich war zu der Zeit aber auch nicht soooo rebellisch, fand das interessant. Es fielen durchaus auch so Dinge wie Oralsex, was übrigens auch eine Möglichkeit ist, zu verhüten und von nem Jungen vermutlich eher als cool empfunden wird... Wobei es für Krankheitsverhütung natürlich auch nix taugt. Meine Eltern waren aber selbst keine Fans von Kondomen und haben da keinen Hehl draus gemacht, haben mir zwar schon erklärt, dass es für den Anfang ideal ist, aber "wenn mal ne feste Beziehung draus wird, nimmt man besser die Pille" - sie stammen halt auch noch aus der Generation die das als Befreiung empfunden hat und was natürliche Methiden angeht, war NFP damals ja noch nicht so ausgereift und meine Mutter wurde mit Knaus-Ogino jung schwanger. Von daher waren natürliche Methoden für sie ein rotes Tuch.
Also letztlich muss man sagen, dass sie dann wohl durchaus einigen Einfluss auf mich hatten, da ich brav immer die Pille nahm und Komdome am Anfang, aber die dann auch doof fand und natürliche Verhütung natürlich auch lange Zeit nicht in die Tüte kam. So gesehen scheint reden schon was zu bringen

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Liebe Grüße,
Pingu