So, da ich ja die Disukussion losgetreten habe, möchte ich natürlich auch noch was dazu sagen.
Madlin, du bist eine erwachsene Frau und ich unterstelle dir jetzt mal, dass du auch die Folgen deiner Handlungen einsehen kannst. Für mich gibt es bei solchen Dingen ganz klare Linien:

Entweder ich kann mir vorstellen ein Kind zu bekommen, kann somit verhütungstechnisch auch nachlässig sein oder

ich kann es mir absolut nicht vorstellen, tue dann aber auch alles in meiner Macht stehende, um eine Schwangerschaft zu vermeiden.
Du vermischt beide Punkte miteinander und versuchst deine Handlungen (die du dir im Übrigen nicht mal selbst erklären kannst), damit zu rechtfertigen, dass der Sex spannender oder wie auch immer wird. Und die Folge, die dann eventuell eintritt, willst du durch eine Abtreibung beseitigen, obwohl diese Folge für dich als einsichtsfähiger Mensch absolut vermeidbar war.
Unabhängig davon, ob man für oder gegen Abtreibung ist, finde ich, ist das eine Verspottung dieses Instituts. Denn es wurde nicht für Leute geschaffen, die wissentlich mit dem Feuer spielen um ihr Sexualleben zu beleben, sondern davon sollen weitaus wichtigere Konstellationen erfasst werden. Sich auf eine Stufe zu stellen mit Frauen, für die eine Abtreibung tatsächlich der einzige Ausweg ist (z.B. Vergewaltigung), nur weil man nicht für die Folgen seines Handelns einstehen möchte, finde ich absolut makaber. Entweder ich lasse mich für die Folgen meines Handelns verantwortlich machen oder ich möchte das nicht, dann muss ich diese Handlungen unterlassen.
Und bevor die Frage gestellt wird, nein, ich bin keine Abtreibungsgegnerin, aber sie sollte für die Fälle benutzt werden für die sie gedacht ist. Und ich habe leider das Gefühl, dass unsere Gesellschaft mit manchen Dingen viel zu leichtfertig umgeht.