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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 17. Juli 2015 17:23 
Nein, das sind zwei getrennte Mechanismen, der dickere ZS, der den Muttermund verschließt, und die Nidationshemmung. Bei letzterer nehme ich an, dass die Gebärmutterschleimhaut sich nicht ausreichend aufbaut oder dergleichen. Es scheint aber so, als ob das wie bei der GyneFix nur die Rückfallebene ist, wenn Wirkmechanismus 1 versagt hat.


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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 17. Juli 2015 18:10 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 8. Februar 2014 00:46
Beiträge: 262
Wohnort: Am Bodensee
NFP seit: 01/14
Ich bin geschockt und verwirrt darüber, dass meine FA mich da SO wenig über die Wirkungsweise aufgeklärt hat. Ich bin davon ausgegangen, dass die Pille "nur" den Aufbau der Schleimhaut verhindert. Wieder was dazu gelernt :-)

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So wie wir unsere Kinder heute behandeln, so werden sie später die Welt behandeln
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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 17. Juli 2015 20:08 
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NFP-Prinzessin

Registriert: 16. August 2005 23:04
Beiträge: 5884
Ich hab es schon ein paar Mal geschrieben, aber ich bin immer wieder froh, dass meine Mutter mit ab meinem 10. Lebensjahr die Bravo gekauft hat. Ich wusste schon vor meiner 1. Periode genau, was der Unterschied zwischen Mini- und Mikropille ist und wie beide wirken. Anscheinend hat der Großteil der Frauenwelt das aber bis Mitte 30 noch nicht mitgenommen. Schade!


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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 18. Juli 2015 09:54 
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NFP-Guru

Registriert: 28. März 2010 22:17
Beiträge: 2558
Streng genommen hat "die Pille" sogar eine Vierfachwirkung

- Unterdrückung des Eisprungs
- verminderter Aufbau der Gebärmutterschleimhaut
- Verdickung des Zervixschleims
- verminderte Beweglichkeit der Eileiter

Diese Mechanismen "fallen" unterschiedlich schnell, wenn es zu Wechselwirkungen, Erbrechen/Durchfall oder Einnahmefehlern kommt.
Die Verdickung des Zervixschleims funktioniert als erstes nicht mehr (deshalb ist die Minipille unsicherer, als "normale" Pillen)

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Die Erde ist ein Nudelsieb


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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 18. Juli 2015 13:14 
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nicht mehr ganz so neu

Registriert: 19. Februar 2012 00:54
Beiträge: 89
Steht bei der "klassischen" Minipille in der Packungsbeilage eigentlich was von Wechselwirkungen mit Schleimlösern?

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Letzte Pille am 16.02.2012, seitdem NFP zur Beobachtung.


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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 18. Juli 2015 13:42 
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NFP-Guru

Registriert: 28. März 2010 22:17
Beiträge: 2558
@ Miss House

Bei der 28 Mini steht es nicht drin.
Ich weiß, dass bei Doc Check vor einiger Zeit die frage diskutiert wurde ob ACC mit ein
ner Minipille kombiniert werden dürfe. Es wird wohl nirgends davor gewarnt ein Zusammennhang zwische Verhütungsversagern und Schleimlösern wird aber diskutiert in der Fachwelt.

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Die Erde ist ein Nudelsieb


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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 18. Juli 2015 14:43 
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nicht mehr ganz so neu

Registriert: 19. Februar 2012 00:54
Beiträge: 89
Danke Alana. Ich kam drauf, weil hier ja durchaus drauf hingewiesen wird, dass Schleimlöser ein Störfaktor sein können.

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Letzte Pille am 16.02.2012, seitdem NFP zur Beobachtung.


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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 18. Juli 2015 17:14 
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NFP-Guru

Registriert: 28. März 2010 22:17
Beiträge: 2558
Mrs. House hat geschrieben:
Danke Alana. Ich kam drauf, weil hier ja durchaus drauf hingewiesen wird, dass Schleimlöser ein Störfaktor sein können.


Rein logisch betrachtet müsste es ein Problem sein.

Hersteller haben allerdings zwei Möglichkeiten mit theoretisch möglichen, aber unbewiesenen Wechselwirkungen oder Nebenwirkungen umzugehen:

1. Sie angeben, obwohl man keinerlei Daten darüber hat.
2. Sie nicht angeben, bis es Daten gibt.

Wechselwirkungen werden i.d.R. erst aufgeführt, wenn sie bereits vorgekommen und gemeldet worden sind. D.h. die ersten Personen, bei denen Wechselwirkungen auftreten sind nicht vorgewarnt. Oder auch mehr Menschen, wenn niemand auf die Idee kommt solche Ereignisse zu melden.
Dieses Restrisiko gibt es leider, wenn Medikamente kombiniert werden.

Edit: Wenn der Schleim dünnflüssiger ist ist die Frau fruchtbarer als wenn er dicker wäre. Das ist kein Störfaktor wie zu wenig Schlaf, oder eine Erkältung. Die fruchtbare Zeit kann durch Schleimlöser tatsächlich verlängert werden. In England gibt es sogar Nahrungsergänzungsmittel mit Schleimlösern, damit die Frau schneller schwanger wird. In Deutschland sind Nahrungsergänzungsmittel mit NAC (als ACC bekannt) nicht erlaubt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 18. Juli 2015 17:59 
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Moderatorin

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Beiträge: 12769
NFP seit: Juli 2005
Alana hat geschrieben:
Edit: Wenn der Schleim dünnflüssiger ist ist die Frau fruchtbarer als wenn er dicker wäre. Das ist kein Störfaktor wie zu wenig Schlaf, oder eine Erkältung. Die fruchtbare Zeit kann durch Schleimlöser tatsächlich verlängert werden.

Für die Verhütung können Schleimlöser dennoch ein Problem werden (und deswegen würde ich sie schon als Schleimstörfaktoren betrachten, auch wenn es das offiziell nicht gibt). Sie können einen früheren Schleimhöhepunkt verursachen, je nach dem, wann im Zyklus man die nimmt. Es ist zu kurz gedacht, wenn man davon ausgeht, dass die Auswertung einfach nur nach hinten verschoben wird.

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Saruman believes it is only great power that can hold evil in check, but that is not what I have found. I found it is the small everyday deeds of ordinary folk that keep the darkness at bay. Small acts of kindness and love - Gandalf (aus The Lord of the Rings von J. R.R. Tolkien)


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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 18. Juli 2015 20:14 
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NFP-Guru

Registriert: 28. März 2010 22:17
Beiträge: 2558
@ Dina

Ich meinte doch gar nicht, dass die Auswertung nur nach hinten geschoben wird. *kopfkratz* Es ist auch möglich, dass die fruchtbare Phase durch den Schleimlöser früher beginnt, das ist ja gerade der heikle Punkt. Notieren sollte man das unbedingt und auch entsprechend auf Barrieremethoden setzen.

Was ich meinte war: Wenn der Schleim eine gute Qualität hat ist die Fruchtbarkeit bei ausreichender Nähe zum Eisprung erhöht. Ich finde das ist etwas anderes als wenn die Temperaturverändert ist, weil man zu einer ungewöhnlichen Zeit gemessen hat, oder abends lange gefeiert hat. Letzteres muss nämlich bedacht werden für eine richtige Auswertung, steigert aber nicht die Fruchtbarkeit.

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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 18. Juli 2015 21:21 
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Fingerwundschreiberin

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Beiträge: 984
Wohnort: Südlich des Weißwurstäquators
NFP seit: länger als die Pille \o/
Ich habe letztens eine ganze Sammlung von Mythen rund um den Zyklus "tradiert" bekommen *ko* (ich hoffe, die gehören thematisch auch hier hinein):

:arrow: Anovulatorische Zyklen weisen angeblich genau wie ovulatorische Zyklen zwei Temperaturniveaux auf, sähen also bzgl. der Temperaturkurve genauso aus, weshalb man auch bei einem auswertbaren Zyklus nicht davon ausgehen könne, einen Eisprung gehabt zu haben *hä* Mal das seltene LUF-Syndrom ausgenommen (Temperaturhochlage trotz nicht gesprungenem Ei/unruptiertem Follikel), ist das doch Blödsinn?!
:arrow: Mönchspfeffer bringe Zyklen in Schwung und die Einnahme sollte ab Zyklusbeginn den ganzen Zyklus über erfolgen *hä* Weil Progesteron der Eizellreifung in der Tieflage ja auch so gut tut… *nichtallehaben*
:arrow: Auf einen sehr niedrigen oder schon nicht mehr nachweisbaren AMH-Wert brauche man bzgl. Kinderwunsch überhaupt nichts geben und vorzeitige Wechseljahre ließen sich nur durch das Einsetzen von entsprechenden Wechseljahressymptomen erkennen *hä* Das stimmt vielleicht zum Teil, dahingehend, dass der AMH-Wert wohl Schwankungen unterliegt. Aber eine gewisse Tendenz lässt sich damit doch schon erkennen?! Und bei der zweiten Aussage denke ich mir: Wie soll man denn dann verfrühte WJ diagnostizieren, um eventuell noch etwas dagegen tun zu können? Wenn erst mal Symptome wie Hitzewallungen eingesetzt haben, ist es doch womöglich schon zu spät…
:arrow: "Die zweite Zyklushälfte" dauert zwei Wochen. Aha.

Wer möchte raten, woher ich das habe? *durchdreh*

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Happiness in intelligent people is the rarest thing I know. (Ernest Hemingway)


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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 18. Juli 2015 21:27 
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NFP-Guru

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Vom Frauenarzt? :lol:

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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 18. Juli 2015 21:28 
Scala hat geschrieben:
:arrow: Auf einen sehr niedrigen oder schon nicht mehr nachweisbaren AMH-Wert brauche man bzgl. Kinderwunsch überhaupt nichts geben und vorzeitige Wechseljahre ließen sich nur durch das Einsetzen von entsprechenden Wechseljahressymptomen erkennen *hä* Das stimmt vielleicht zum Teil, dahingehend, dass der AMH-Wert wohl Schwankungen unterliegt. Aber eine gewisse Tendenz lässt sich damit doch schon erkennen?! Und bei der zweiten Aussage denke ich mir: Wie soll man denn dann verfrühte WJ diagnostizieren, um eventuell noch etwas dagegen tun zu können?


Dazu kann ich aus eigener Betroffenheit heraus etwas sagen. Mein AMH ist unter der Nachweisgrenze, aber alle anderen Hormone in der Norm und ich habe Bilderbuchzyklen. Ich habe auch keinerlei WJ-Symptome. Der AMH-Wert zeigt nur an, dass die Eizellreserve klein ist, aber er zeigt nicht an, dass die Wechseljahre schon eingesetzt haben oder unmittelbar einsetzen werden. Das kann sein, muss aber auch nicht.
Meine Schwester hat wie ich einen niedrigen AMH-Wert, aber bei ihr sind auch alle anderen Hormonwerte rund um den Zyklus mies (FSH, LH, Estradiol ect.), darüber hinaus hat sie WJ-Symptome. Bei ihr hat man deswegen POF (Premature Ovarian Failure) diagnostizieren können, bei mir nicht. Daher ist meine Prognose, schwanger zu werden, momentan sehr gut, kann halt sein, dass es in drei bis fünf Jahren vorbei ist. Meine Gyn hat mich daher dazu ermutigt, den KiWu sofort umzusetzen, weil ich eben noch fruchtbar bin (zumindest laut einer letzens erfolgten Untersuchung).

Fazit: Ein niedriger AMH-Wert alleine ist in der Tat kein Indiz für bald einsetzende WJ.

Es gibt übrigens viele Frauen, die trotz miesem AMH-Wert schwanger werden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 18. Juli 2015 21:40 
Da für Edit zu spät: Wie das genau mit dem AMH funktioniert, ist nicht endgültig geklärt, es scheint nur so zu sein dass der Wert alleine keine hohe prognostische Aussagekraft hat. Da muss man sich schon eine ganze Batterie von Hormonwerten anschauen. Ich selbst bin ja erst mal in nackte Panik ausgebrochen, als ich den schlechten AMH-Wert genannt bekam, weitere Untersuchungen haben dann gezeigt, dass alles andere in der Norm ist und somit eine spontante Schwangerschaft für möglich gehalten wird.


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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 18. Juli 2015 21:48 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 8. Februar 2014 00:46
Beiträge: 262
Wohnort: Am Bodensee
NFP seit: 01/14
Alana hat geschrieben:
Vom Frauenarzt? :lol:


Fände ich zu krass, ich tippe aber auf Arzthelferin.

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